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Laut einem Bericht gibt es weltweit 2.043 Milliardäre. Diese besitzen 82 Prozent des globalen Vermögens. Das gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzsystem trägt die Schuld daran.

Von Marco Maier

In einem Bericht mit dem Namen "Belohnt Arbeit, nicht Wohlstand" der Organisation Oxfam heißt es, dass es mit Stand März 2017 insgesamt 2.043 Milliardäre (Dollar-Basis) auf der Welt gab. Diese würden, so der Bericht, insgesamt 82 Prozent des globalen Vermögens besitzen. Zudem habe sich deren Vermögen (inklusive der Buchwerte) innerhalb von nur 12 Monaten um 762 Milliarden Dollar vermehrt. Im Schnitt konnten die Milliardäre seit dem Jahr 2006 ein jährliches Vermögenswachstum von dreizehn Prozent verzeichnen.

Zusätzlich rechnet Oxfam vor, dass alleine die 42 reichsten Personen so viel Vermögen besitzen, wie die ärmsten fünfzig Prozent (also rund 3,7 Milliarden Menschen) der Weltbevölkerung. Wobei man hier auch noch anmerken muss, dass gerade die Ärmsten auch netto (also Vermögen abzüglich Verbindlichkeiten) oftmals noch verschuldet sind.

Auch wenn eigentlich jedem klar sein sollte, dass sich an der finanziellen Gesamtlage zumindest anfänglich nicht viel verändern würde, zumal die rund sieben Billionen Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung auch nur etwa 1.000 Dollar ausmachen, so müsste man sich dennoch im Klaren darüber sein, dass ein solches Umverteilungssystem von der Masse hin zu ein paar wenigen Superreichen auf Dauer nicht funktionieren wird. Immerhin werden so Unsummen von der Wirtschaft ins Finanzkapital umgeschichtet, die dort dann schlussendlich fehlen.

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Das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem ist grundlegend falsch aufgebaut. Vor allem in Sachen Vererbung von Vermögen sollte man sich fragen, ob denn eine stark progressive Erbschaftsteuer nicht doch auch sinnvoll wäre. Unternehmensanteile (z.B. Aktien, Gesellschafteranteile) würden so anfangs treuhänderisch von einer staatlichen Gesellschaft verwaltet und dann wieder schrittweise veräußert, um so auch das Unternehmensvermögen breiter zu streuen.

Im Endeffekt sollte es so sein, dass sich Arbeit lohnt, nicht die Anhäufung von Vermögen. Und wer eben richtig fleißig ist, gute (Geschäfts-)Ideen hat oder eben einfach nur Glück, der soll auch sein Leben in Wohlstand und Überfluss genießen können. Doch dieser neue (Erb-)Geldadel ist für die Welt auf Dauer nicht mehr tragbar. Denn mit diesem ganzen Vermögen geht auch zu viel politische Macht einher.

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