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Migrationskrise in Deutschland. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0
Migrationskrise in Deutschland. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

„Resettlement“: Deutschland übernahm mehr als 10.000 Asylbewerber

Die Übernahme von Asylbewerbern aus Italien und Griechenland ist aus Sicht Deutschlands faktisch abgeschlossen, so das Bundesinnenministerium.

Von Michael Steiner

Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gegenüber der "Welt" mitteilte, ist die Übernahme von Asylbewerbern aus Italien und Griechenland "weitgehend abgeschlossen". Demnach würden in den nächsten Wochen noch ein paar Überstellungen stattfinden, die im vergangenen Jahr nicht mehr umgesetzt werden konnten.

Die Übernahme der Asylbewerber zur Ansiedlung in Deutschland (was eigentlich völlig gegen den Geist des Asylwesens verstößt), die während des Höhepunkts der Migrationskrise im Jahr 2015 von einigen EU-Staaten im Zuge einer Verteilung dieser Menschen über die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen wurde und am 26. September 2017 auslief, sollte allerdings eigentlich dazu führen, dass die Bundesrepublik 27.000 Personen übernimmt. Da jedoch deutlich weniger Asylbewerber als erwartet die Kriterien erfüllt hätten, seien es "nur" 10.265 Personen geworden.

"Inzwischen gibt es in Griechenland so gut wie keine Asylantragsteller mehr, die für eine Umsiedlung infrage kommen", erklärte Ministerium. In Italien sind es offenbar noch um die 3.000. An dem Umverteilungsprogramm können laut Beschluss nämlich nur jene Personen teilnehmen, die aus Herkunftsstaaten mit einer Asylchance von mehr als 75 Prozent kommen. Dem Ministerium zufolge hat Deutschland im europäischen Vergleich insgesamt "mit großem Abstand die meisten Personen aufgenommen". Demnach hat die Bundesrepublik 5.371 Asylbewerber von Griechenland und 4.894 von Italien übernommen.