Bundesweit sind 2613 Hausarztpraxen verwaist. Insbesondere in ländlichen Gebieten wird es zunehmend schwieriger, für frei werdende Arztpraxen junge Mediziner zu finden. 

Von Redaktion

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verwies auf bereits beschlossene Maßnahmen für mehr Landärzte, darüberhinaus regte er eine bessere Bezahlung von Landärzten an. "Jetzt geht es darum, den Masterplan Medizinstudium 2020 zügig umzusetzen und die Allgemeinmedizin so zu stärken. Dabei muss auch geprüft werden, ob die bestehenden Möglichkeiten einer besseren Vergütung der Landärzte in unterversorgten Gebieten weiter ausgebaut werden müssen", sagte Gröhe der Redaktion der "Rheinischen Post".

Bund, Länder, Kommunen und Kassenärztliche Vereinigungen versuchen bereits mit verschiedenen Förderprogrammen, frühzeitig gegen eine Unterversorgung vorzugehen. So werden Ärzte, die sich niederlassen wollen, zum Beispiel beim Umzug finanziell unterstützt. Vergangenes Jahr haben Bund und Länder außerdem den Masterplan Medizinstudium 2020 beschlossen. Darin ist verankert, dass Medizinstudenten am Ende ihres Studiums in der Allgemeinmedizin geprüft werden.

Außerdem soll es künftig eine "Landarztquote" bei der Vergabe der Studienplätze geben. Sie regelt, dass Studenten bevorzugt werden, die sich verpflichten, später in unterversorgten Regionen tätig zu sein. Mittlerweile ist ein Drittel der Hausärzte 60 Jahre alt oder älter. Ihre Stellen müssen nachbesetzt werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schätzt, dass 2030 mehr als 10.500 Hausärzte fehlen könnten.

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