Hartz-IV: Die Sanktionitis greift um sich

Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) gab es wieder einmal einen Höchststand bei den Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger.

Von Marco Maier

Im vergangenen September (so die aktuellsten Zahlen) ist die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger so stark gestiegen wie noch in keinem Monat zuvor, seit das sogenannte "Arbeitslosengeld II" von der rot-grünen Bundesregierung unter Schröder und Fischer eingeführt wurde. Danach verhängten die Jobcenter im September 91.590 Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger.

Das waren 21.324 mehr als im August und stellt einen Anstieg um 30,3 Prozent dar. Demnach ist dies die höchste Anzahl an Sanktionen seit August 2013 und überhaupt gleich der dritthöchste jemals erreichte Monatswert. Angesichts dessen, dass im Jahr 2017 im Schnitt rund 4,37 Millionen Menschen Hartz-IV bezogen, heißt dies, dass alleine in diesem Monat rund zwei Prozent aller Bzeieher dieser Grundsicherung wegen irgendwelcher Versäumnisse abgestraft wurden.

Die Bundesagentur selbst führt den starken Anstieg bei den Sanktionen auf das Ende der Sommerpause im September zurück, wo sich offenbar viele der Hartz-IV-Empfänger nach den ihnen zustehenden 21 Tagen an "Urlaub" nicht beim Jobcenter zurückgemeldet haben. Immerhin stieg die Zahl der Strafen für Meldeversäumnisse um 17.288 (oder 32,2 Prozent) auf 70.920.

Allerdings stieg die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger auch generell an. Im ersten Dreivierteljahr 2017 wurden insgesamt 718.803 neue Sanktionen ausgesprochen, 14.410 mehr (+2 Prozent) als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Und das, obwohl die Anzahl der Bezieher um "nur" 1,3 Prozent gestiegen ist.

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11 Kommentare

  1. Welch eine Unmenschlichkeit!

    Wenn der Sklave nicht für lau arbeiten will, bekommt er Nahrungsmittelentzug – wie früher auf den Plantagen der Südstaaten.

    Kriminelle Asylbetrüger hingegen gehen straffrei aus, selbst wenn sie im Görlitzer Park mehrmals von der Polizei beim Drogenverkauf erwischt werden.

    In den Hartz-Gesetzen schwingt ein unübersehbarer Rassismus gegen das Deutsche Volk mit.

    Diese Regierung muß schnellstens gestürzt werden!

  2. Anscheinend haben viele Harz IV-er von den "Neuen Hausherren" gelernt: Mehrere Identitäten = mehrere Sozialbezüge. Da das schlecht geht für Harzer bleibt denen nur mal um 20- 30 erbettelte Euronen zu schummeln! Aber sie haben Vergessen das S I E  N I C HT die neuen Hausherren sind! Für die bleibt das 3- 7 fache "Abfassen" straffrei. Ja, Ihr lieben Harzer, für Euch bleibt nur die ganze Härte desGesetzes!! Grund: Der Inhalt des Topfes reicht eben NICHT für Alle!! Daher muß immer für neuen Inhalt gesorgt werden!!

  3. Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine echte (nicht nur eine eingebildete) Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Dadurch werden viele Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (Regionalisierung senkt Transportkosten, ein Öko-Auto fährt über 50 Jahre, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter. Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. Außerdem muss man bedenken, dass vielleicht nicht immer Menschen auf der Erde geboren werden müssen, sondern sich in anderen Dimensionen entwickeln können. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Es ist sinnvoll, das Renteneintrittsalter abzuschaffen (es gibt kein biologisches Altern). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (Lohnausgleich erfolgt nur zu einem kleinen Teil). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt.

    1. ok wenn ich über das alles nachdenke, hast du mich auf wochen hinaus aus den kommentaren verbannt, weil ich mit nachdenken beschäftigt bin.also is mir zu anstrengend, erleb ich alles eh nicht mehr.

    2. @Öko-Teo

      Macht den Anschein, als soll das Pferd hier von hinten aufgezäumt werden. Sind Sie Beamter? Für die brauchbaren Ansätze (und meinetwegen auch für den Unfug im Kommentar) besteht erst Raum zur Anwendung, wenn die dicken Bremsklötze weggeschlagen worden sind. …und die heißen Zinseszins, Zentralbankprivatgeld, Lohnsklaverei und Überbevölkerung.

      Vorher ist für abendfüllende Traumdeutung und kuschelige Wohnschachteln aus dem Drucker kein Platz im Leben der 90% Menschen, die als "Verfügungsmasse" ihr Dasein zu fristen haben.

       

    3. @ Öko: Was ist denn bitte ein Ökoauto? Sofern damit Elektroautos gemeint sind, wage ich extrem zu bezweifeln, dass dies 50 Jahre hält! Mal davon abgesehen, unsere Autos, jedenfalls, die die schon 30 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben, zeigen, dass die 50 Jahre halten. Das tun aktuelle "normale" Autos ja nichtmal. Ein wie auch immer gerartetes "Öko-Auto" dürfte in der Herstellung dermaßen viel Energie verbrauchen, dass es per se schwachsinnig ist, sich eines anzuschaffen. Bei geringen Laufleistungen können wir mit den "alten Schüsseln" soviele Kilometer gar nicht fahren um den gleichen Ausstoß zu produzieren wie die Produktion eines -egal welchen- Neuwagens beträgt. Darüber mal nachdenken. Noch dazu dort wohnen wo man arbeitet ist sinnvoll, brauche ich dann überhaupt ein Auto oder nehm ich wegen den 300m zum Bäcker nicht einfach das Radl wie es unsere Altvorderen schon getan haben!?

        1. In Brasilien oder Ägypten fahren Autos mit Tachostand 6 Mio. km !!! Die sind meistens um Baujahr 60 – 70 und in solider Technik von Mercedes.

          Von der ökobilanziellen Seite her sind dies die besten "Öko-Autos" ever !!! Denn sie haben vor 50 Jahren Energie und Ressourcen verschlungen, welche heute noch Nutzen stiften.

          Können Sie auch gern mall googeln… 🙂

          1. ich lache mir nen ast! soll das ein witz sein

            ein oldtimer in ägypten, der oft dunkle qualmwolken hinter sich lässt, soll das beste ökoauto sein?  😉

            in teslas gigafactory sind nicht nur solarzellen am dach, dort wird so ökologisch produziert wie heute überhaupt möglich. ein tesla hat keinen auspuff, braucht kein motoröl, der elektromotor hält ewig, kein zahnriemenwechsel, kein getriebe, minimale wartungskosten…

            was erwarten sie hier? einen tesla, der schon seit 50 jahren läuft?

            ist noch karneval?

      1. @Ugo

        "…dort wohnen wo man arbeitet ist sinnvoll…"

        Stimmt! Aber spätestens seit Schröders "Arbeitnehmerflexibilisierung" können dies nur noch Beamte, welche lebenslang den selben Arbeitsplatz garantiert haben. Die dürfen sich in Ruhe einrichten.

        Alle anderen sollen "in Bewegung bleiben", um dem Kapital jeweils zum günstigsten Produktionsstandort nachfolgen zu können. Außerdem führt eine höhere Mobilität der Arbeitnehmer zu mehr Wettbewerb unter denselbigen. Ist dem Dorfbäcker die dorfansässige Verkäuferin zu teuer oder aufmüpfig, heuert er eine aus dem Nachbardorf an. Fertig. Toll, oder?

        Weiterhin dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass seit Jahren fast ausnahmslos nur noch über "Jobs" gesprochen wird. Die Begrifflichkeiten "Beruf" oder "Anstellung" sind aus dem Wortschatz fast verschwunden. Unter Job versteht sich (mittlerweile wie selbstverständlich) ein Erwerb jeglicher Art, meist phasenweise, zeitnah vorübergehend, befristet, ohne langfristige Perspektive.

        Jobcenter, Jobbörse, Jobscout… alles völlige Normalität !!!

        Das Finazamt macht Kosten für "erwerbsbedingte, doppelte Haushaltsführung" steuerlich absetzbar. Warum wohl ?!!!

        Ich kenne Leute, die unter der Woche in Wohnwagen oder schäbigen Pensionen hausen, weil ihre Arbeitsstätte 300-400km (einfach) von zu Hause weg ist.

        Glauben Sie, die machen das alle zum Spaß? Weil ihnen Frau und Kinder daheim auf den Keks gehen würden, wenn sie täglich pünktlich 17:00 entspannt mit dem Fahrrad in die Hofeinfahrt biegen könnten ???

        Allen Theoretikern empfehle ich dringend mal einen Blick aus dem Fenster! Damit wieder ein gesundes Empfinden für die Realität einkehren kann. Und danach mal in Ruhe die Kausalitäten hinterfragen!

        …und vorallem beim nächsten Gang zur Wahlurne die "neuen Erkenntnisse" entscheidend berücksichtigen.

        Vielleicht arbeiten dann eines Tages Folgegenerationen wieder dort, wo sie wohnen. Vielleicht!

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