Geht es nach den europäischen Notenbankern, sollen nun Staatsanleihen der Eurozone als Bündel auf den Markt geworfen werden.

Von Marco Maier

Anstatt den Eurobonds, wie sie insbesondere der politischen Linken vorschweben, geht nun ein anderer Vorschlag – gemacht von europäischen Notenbankern und Finanzaufsehern – durch die Runde: Staatsanleihen-Bündel durch Verbriefung. Diesen Vorschlag erläuterte der irische Zentralbankchef Philip Lane in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt", zumal er eine Arbeitsgruppe zu diesem Projekt beim Europäischen Ausschuss für Systemrisiken der EZB leitet.

Demnach sollen die Staatsanleihen von Eurostaaten mit unterschiedlicher Bonität gebündelt und dann in drei Tranchen mit unterschiedlichen Risikoniveaus "verbrieft" werden. Dabei, so die Überlegung, soll die sogenannte "Senior-Branche" für Banken als "sicher" gelten und nicht mit Eigenkapital unterlegt werden müssen, was bei den anderen beiden der Fall wäre.

Ziel ist es zu verhindern, dass Banken und Versicherungen vor allem Staatsanleihen der eigenen Regierung kaufen, was insbesondere in Krisenfällen (siehe Griechenland-Krise) zu einer Abwärtsspirale führen kann. Bei solchen gebündelten Anleihenverbriefungen jedoch wäre der gezielte Verkauf von Bonds eines bestimmten Staates nicht möglich, wodurch zumindest eine gewisse Bremswirkung im Falle von Zahlungsschwierigkeiten einzelner Staaten mit sich brächte. Zudem bestünde so keine gegenseitige Haftung, wie es bei den sogenannten Eurobonds der Fall wäre.

 

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23 thoughts on “Eurozone: Kommt jetzt der Handel mit Bonds-Bündeln?”

  1. Staatsanleihen-Bündel durch Verbriefung = Schrottpapiere mit monströser Verschuldungsquote

    Wer solchen Schrott kauft, ist selber schuld oder wird von USrael erpresst.

     

    Ansonsten ist zu bemerken, dass das CM sich zum flauen Nachrichtenkanal degradiert hat, den es nicht mehr lohnt, gross zu konsultieren. Die Kommentare waren die unverkennbare Würze dieser Nachrichten. Es gibt bessere Nachrichtenkanäle. Schade, sehr schade!

     

  2. Mir erschließt sich nicht so ganz, wo der Vorteil liegen soll. Wenn ich risikolose Papiere kaufen möchte, kann ich auch direkt deutsche oder östereichische Staatsanleihen kaufen, will ich ein höheres Risiko mit mehr Zins, kann ich direkt portugiesische Anleihen kaufen. Wozu also der Umweg über die Verbriefung und Tranchierung?

      1. Wozu also der Umweg über die Verbriefung und Tranchierung?

        ——-

        Na ja, das kriminelle System der 'Wettbüros' (und deren grenzenlose Phantasie) soll auf das System der rothschildschen 'Zentralbanken' (die ja zumindest einer gewissen Kontrolle unterliegen) übertragen werden.

        Damit noch mal richtig Rebbach (Reibach) gemacht werden kann, bevor uns das ganze kriminelle System der 'Zentralanken' und deren Geldschöpfung aus dem Nichts um die Ohren fliegt. 

         

        1. »Sie sind das Haus, Sie sind die Buchmacher. [Ihre Kunden] buchen ihre Wetten bei Ihnen. Warum sollen wir darum herumreden, es ist eine einzige große Wette.«US-Senatorin Claire McCaskill, Senate Subcommittee on Investigations, bei der Untersuchung über Goldman Sachs (Washington Post, 27. April 2010)

    1. antwort: damit sie ihre bonds durchdrücken können, denn du glaubst doch nicht daß diese abgewixxten banker was vorschlagen wo sie selbst was zahlen müßten, nur kohle abraffen von andren.

    2. Der Vorteil soll "im Bündel" darin liegen, dass sich in Krisenzeiten nicht gegen ein einzelnes Land der Eurozone spekulieren lässt – so, wie es (vorallem) die Ammi-Heuschrecken erst gegen Griechenland, dann gegen Spanien und Portugal gemacht haben.

      Wollte man durch gezielte Anleiheverkäufe ein einzelnes Land in die Knie zwingen, müsste man mit großen teuren Bündeln werfen.

  3. Jetzt stell euch doch mal die Frage, ob eine "Zentralbank" mehr Nutzen oder Schaden anrichten kann!

    Im Prinzip bräuchten wie gar keine Zentralbank! Wer ist denn das Zentrum der Zentralbank und welches Zentrum wird eigentlich bedient, geschützt?

    1. Anderes Thema:

      Letztens in d. Nachrichten.

      Ein sogenannter illegaler Waffenhändler wurde zu Gefängnis verurteilt,weil er angeblich illegal eine Waffe verkaufte,worauf der Käufer damit später ein Blutbad anrichtete.

      Zum Vergleich werden Panzer,(nicht in Meinem Namen) gebaut verkauft usw,

      Irgendwo hab' ich mal gelesen, das die bis zu 30 Kilometer weit in die Ferne schießen können.

          1. …muss sie (die Reichweite) auch nicht, denn von der türkischen Grenze bis nächsten Kurdendorf ist es nicht so weit, wie bis zum Mond. Da reichen dem Leopard die Standardmurmeln bis 5 km.

          2. Ach?
            Du meinst wirklich, dass die Türken teure Munition auf die kurdischen Lehmhütten ballern? Da reichen handgeklopfte Steinkugeln, die ins Rohr passen.

    2. @ Wolle

      Das Abzockspiel von Fleißig zu Reich – will heißen Superreich

      Das Abzockspiel (von Fleißig zu Reich) des exponentiellen Zinseszinssystems ist wieder mal an seinem natürlichen periodischen Ende angekommen – aber dem Volk wird (von den Bütteln der Hochfinanz) immer noch etwas anderes vorgegaukelt.

      Henry Ford, amerikanischer Industrieller, hat es schon damals (Anfang letzten Jahrhunderts, nach Gründung der FED, mit der Lizenz zum Drucken von FIAT-Money=wertlosem Papiergeld) richtig erkannt:
      „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

      Da die Menschen in der Masse aber scheinbar bis heute noch nicht begreifen, wie dieses exponentielle Zinseszinssystem mit seinem ungedeckten Papiergeld funktioniert, haben wir eben keine Revolution. Die kommt, wenn überhaupt, erst, wenn die Hochfinanz wieder einmal „abkassiert“ hat – die Masse also ihrer Ersparnisse „entreichert“ wurde.

      Am Ende werden wieder einige wenige (die globale Hochfinanz unter tatkräftiger Mithilfe der gewählten demokratischen Politiker) sich auf Kosten der Masse bereichert, die Gewinne eingestrichen haben – das Volk darf die Zeche zahlen, muss dafür „bluten“.

      Wie sagte meine Oma schon damals immer so treffend: 'Geld regiert die Welt!'

      Aber wer regiert das Geld? Das ist die berühmte 1 Million Dollar Frage, die sich Niemand traut zu beantworten, weil das eines der größten Tabus unserer Zeit ist.

      Bis heute scheint sich daran noch nichts geändert zu haben. 

      Wolle, empfehle Dir zur Vermehrung Deiner An- und Einsichten eine Studien- und Informationsreise zur 'City of London'.  Da wird Dir garantiert geholfen!

  4. Klingt nach dem 2008er Konstrukt der amerikanischen Immobilienpakete.
    In jedes Paket eine schöne Schaufel Schei$$e mit einschnüren und fertig ist das geniale Finanzprodukt der Zukunft.

    Hauptsache die Party kann weitergehen! 

    1. Klingt nach dem 2008er Konstrukt der amerikanischen Immobilienpakete

      —-

      DAS ist die Blaupause für das Betrugssystem mit dem neuen Phantasieprodukt (Betrugsprodukt) 'Bonds-Bündeln'

  5. Abfall wird von diesen Eurokraten nicht abgesondert, sondern betrügerisch untergemischt, wie verschimmeltes Obst in schlechter Marmelade.

    Behaltet die "Asset Backed Securities" (ABS) vom vergangenen Jahrzehnt in abschreckender Erinnerung! Es waren weder "Sicherheiten" (securities), noch waren sie "aufrichtig gestützt" (backed). Bei jenen "Zusammenstellungen" (assets) kann man nur an "ass", an "Arsch" denken, nicht aber an ein "As". Es waren nämlich Zusammenfassungen von notleidenden Immobilienkrediten aus den USA, welche dort eine Immobilienspektulationsblase verursacht haben und mit deren Platzen ihren Wert eingebüßt haben.

    Wer innerhalb des globalistischen hochfinanzfaschistischen Systems so gut als darin möglich Patriot sein will, erwerbe Anteile an einheimischen Unternehmen: Genonossenschaftsanteile, Aktien von größeren einheimischen Unternehmen oder Kapitalbeteiligungen bei persönlich bekannten seriösen Unternehmern. Regelmäßige Nachfragen zum Geschäftsgang, zumindest der Besuch der Jahresversammlungen, gehören zur guten Demokratie und stellen (auch wenn sie inszeniert sind) einen besseren Erlebnisraum dar als die Massenmedien.

    1. Emma D.

      Wer innerhalb des globalistischen hochfinanzfaschistischen Systems so gut als darin möglich Patriot sein will, erwerbe Anteile an einheimischen Unternehmen: Genonossenschaftsanteile, Aktien von größeren einheimischen Unternehmen oder Kapitalbeteiligungen bei persönlich bekannten seriösen Unternehmern.

      ——-

      So isset, aber oft obsiegt die Gier üder den gesunden, patriotischen Menschenverstand. Und darauf setzen die  Einflüsterer des Bösen:

      Wäre es nicht an der Zeit, die Casinos zu verrammeln und unser soziales Netz zu überdenken?

      Es gab eine Zeit, da wurden Wetten als Sünde betrachtet und waren verboten. Auch der Derivatehandel galt ursprünglich als illegale Wettform.

      Vielleicht wäre es an der Zeit, die Gesetze gegen Wettgeschäfte wieder in Kraft zu setzen, die Derivate-Casinos zu verrammeln und den Aktienmarkt wieder zu dem zu machen, was er ursprünglich hatte sein sollen: nämlich ein Mittel, um das Kapital von Investoren in produktive Unternehmen zu leiten

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