Weltwirtschaftsforum Davos, Symbolbild von 2008. Bild: Wikimedia / World Economic Forum (www.weforum.org), swiss-image.ch/Photo by Annette Boutellie CC BY-SA 2.0
Weltwirtschaftsforum Davos, Symbolbild von 2008. Bild: Wikimedia / World Economic Forum (www.weforum.org), swiss-image.ch/Photo by Annette Boutellie CC BY-SA 2.0

China und Davos: Trump macht Kampfansage und Merkel kapituliert vor den Davosianern

In Davos ist gerade wieder einmal Finanz-Treffen. Wer sind die Davosianer, warum ist Trump dort, und warum ist Merkel auch dort?

Von Viribus Unitis

Was ist los in Davos, eine Analyse der Kräfte die in Davos aufeinanderprallen.

Die drei Finanz-Gruppen, und wer ist wo dabei? Finanz-Traditionalisten, das ist jenes US-Kapital, das nicht mit Schwerpunkt Europa sondern mit Schwerpunkt global seine Finanzinvestitionen tätigt. Diese Gruppierung ist die Kerngruppe der Republikaner, und man könnte sie im Groben als die grundsätzliche „Tea Party Fraktion“ der Republikaner bezeichnen. Beachten sollte man dabei, nicht alle Republikaner sind Tea Party-Aktivisten. Auf Globaler Ebene sind Ihre größten Gegenspieler die Davosianer. Zu dieser Gruppe, den Finanz-Traditionalisten, gehört US-Präsident Trump.

Bilderberger, das sind jene europäischen Finanz-Aktivisten, die mit den transatlantischen US-Finanzakteuren zusammenarbeiten. Bilderberger, das ist der Kissinger-Soros-Investmentclub, in dem alle namhaften Euro- Money- Maker vertreten sind. Hier ist das Establishment der Demokratischen Partei der USA versammelt, aber auch einige Republikaner, die glaubten, in diesem Finanzlager mehr holen zu können. Das ganze deutsche Establishment – Merkel, Schulz und Co – ist hier mit drin.

World Economic Forum Davos (Davosianer), sind eine eigene Klientel im Rahmen der Finanz-Gemeinschaften. Davosianer sind Europas Gegenpol zu den US-Finanz-Traditionalisten, also jene Europa-Investoren, aber auch internationale Investoren, die ihr Geld global investiert haben.

Die Schweiz ist in diesem Bereich neutral. Völlig egal wer welches Geld bringt, Hauptsache es wird in der Schweiz bzw. über die Schweiz angelegt. Dem Schweizer Polit-Establishment ist egal ob nun einer von der oder der Gruppe – Geld soll er bringen, alles weitere ist egal. Die Schweiz ist dahingehend neutral.

Davosianer sind auch Kollaborateure – und zwar mit China. Die Davosianer haben früh erkannt, dass die Zukunft mit China gemeinsam einfacher ist als gegen China. Sie haben sich den China-Kontostand, die Finanzreserven und mehr angesehen, und wussten, dagegen ist schwer anzukommen. Die alte Strategen-Regel kam zur Anwendung: Wenn du einen Gegner nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihm. Haben die Davosianer gemacht.

Was in Europa kaum auffiel – Berichte darüber sind verpönt – ist, dass es seit Jahren ein Sommer Davos gibt. Das Winter-Davos in Davos wird groß herausgestellt, und ist eine in Europa sehr bekannte Veranstaltung. Weniger bekannt ist, dass es das Sommer- Davos gibt, und dieses Sommer-Davos, findet immer in China statt – immer – und zwar entweder in Dalian oder in Tianjin. 2017 war es wieder in Dalian.

Summer Davos ist auch bekannt als Annual Meeting of the New Champions, und so wird es beschrieben: Between June 27-29, 2017, over 2,000 participants from more than 80 countries convened in Dalian for the Annual Meeting of the New Champions. Under the theme "Achieving Inclusive Growth in the Fourth Industrial Revolution", the meeting examined the potential for innovation, science and technology to create economies that serve all sectors of society.

Wir halten fest, die US-Finanz-Traditionalisten sind US-Globalisten, mit politischem Frontmann Trump. Die Bilderberger haben als politische Frontfrau Merkel. Und Davos ist ein anderer Name für Drachenstadt, es ist ein China-Festival, das Winter wie Sommer abgehalten wird.

Die drei Finanz-Gruppen, und was bedeutet es, wenn Merkel und Trump kommen?

Wenn Trump kommt, und seine Agenda vorbringt, dann heißt das nur eines – Kampfansage. Das ist die ganze Agenda die Trump hat – nicht mehr. Er zeigt klar die Fronten auf – das wird von den Davosianern auch verstanden, und sie erwarten von Ihm nichts anderes. Für die Davosianer eine klare und auch zu akzeptierende Sache.

Bei Merkel ist die Situation komplexer. Eine Verliererin kommt, und bittet im Namen der Bilderberger bei den Davosianern und Waffenstillstand und Kontaktaufnahme.

Obig, in der Übersicht der Gruppen wurde zuerst die Gruppe der Finanz-Traditionalisten genannt, dann kamen die Bilderberger, und zum Schluss die Davosianer. Man könnte in der Reihung Absicht vermuten, also dass die Bilderberger zwischen Traditionalisten und Davosianern eingeklemmt und in Gefahr sind, zwischen diesen beiden Lagern aufgerieben zu werden. Wer dies denkt, hat recht. Die Bilderberger sind im Survival-Modus, und suchen nach einem Ausweg für ihre Misere.

Warum nicht mit den US-Traditionalisten? Es ist unvorstellbar, dass die Kongress-Demokraten zu den Hardcore-Republikanern gehen, dort ihre Niederlage auf dem internationalen Wirtschaftsparkett eingestehen, und um Schutz bitten, vor den Davosianern, die mit chinesischem Drachenfeuer den Bilderbergern die Hölle heiß machen.

Das wäre das Ende der Demorkatischen Partei in ihrer jetzigen Form. Die Finanz-Demokraten des Obamismus-Hillaryismus würden sich entfernen müssen und die Arbeiter-Demokraten, wie ein Bernie Sanders, würden die Partei übernehmen. Das würde Soros nicht gefallen – und manchen anderen auch nicht. Damit sie überleben, die Finanz-Polit-Akteure bei den Demokraten, brauchen sie einen anderen Verbündeten, also – gilt auch hier die alte strategische Regel: Wenn du einen Gegner nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihm.

Das grundsätzliche im Finanzbereich ist Diskretion. Das ist oberstes Gebot. Bezogen auf Diskretion sind sowohl die Traditionalisten wie auch die Davosianer gleich – sie sind verschwiegen. Die Traditionalisten machen ihre Treffen völlig im Verborgenen und von den Davosianern hört man zwei mal im Jahr etwas – nämlich dann wenn sie ihr Winter- bzw. Sommertreffen – Davos abhalten. Ansonsten sind beide völlig ruhig und nicht zu bemerken.

Ganz anders die Bilderberger. Sie führen ganz offenen Krieg gegen alles, was nicht ihren finanziellen Vorstellungen entspricht.

Die Davosianer konnten genau beobachten, wie die Bilderberger mit maximaler Lautstärke auf die Traditionalisten eindroschen – und auf die Chinesen, die ja Davosianer sind, auch. Gleichzeitig erkannten sie, dass die Traditionalisten keineswegs in dieser Art und Weise antworteten – und die getroffenen Davosianer blieben auch schweigsam.

Trump hat sein Twitter- Orgelspiel, das aber nie dahin abdriftet, Lügen und Verleumdungen zu verbreiten, wie dies die Bilderberger taten und tun. Auch gab es von seiner Seite keine persönlichen Angriffe gegen Staatschefs wie Xi und Putin. Genau deshalb wird Trump von Xi und Putin respektiert. Er spielt hart, aber mit offenen Karten. High Noon in der Mittagshitze, Auge in Auge, Duell mit den Colt 44 – das ist Trump. Obama war ein windiger Falschspieler und Spezialist für hinterhältige Dolchmorde.

Diese Falschspielerei und diese Dolchmorde, konnten die Davosianer auch bei Merkel beobachten, gegen Putin jahrelang, und nun seit einem Jahr gegen Trump. Wer Merkel vertraut, hat seine Zukunft hinter sich – das ist allen Davosianern klar.

Xi hat am eigenen Leib erfahren wie „nobel“ die Bilderberger kämpfen. Die Panama-Papers-Kampagne ist als Schmutzkampagne in Europa gegen Putin gelaufen, in Asien wurden mit den gleichen Grafiken und Daten Xi und die chinesische Regierung mit Schmutz beworfen.

Wenn so ein Bilderberger verliert, dreht die ganze Mannschaft durch – sieht man aktuell bei der Kampagne gegen Trump, weil Bilderbergerin Hillary verloren hat. Was wenn sich so ein Bilderberger im Rahmen der Davosianer benachteiligt fühlt – dann ist Feuer am Dach – dann ist das zu erwarten, was Trump, Xi und Putin schon seit Jahren genießen, Schmutzkübelkampagne und Verleumdung.

Einen Zweifrontenkrieg – gegen Traditionalisten und Davosianer – überstehen die Bilderberger nicht, das wissen die Bilderberger nun, und das wissen die Traditionalisten und die Davosianer.

Die Chinesen sind weltweit sehr gut aufgestellt. Ihr China Commonwealth überspannt alle Erdteile. Die US-Traditionalisten sind gerade dabei, eine Allianz mit Indien zu schmieden, um diese Übermacht, die sich unter Obama frei entfalten konnte, einzudämmen.

Warum sich mit einem hinterhältig-verschlagenen Gegner wie den Bilderbergern verbünden, könnten die Davosianer überlegen, wenn man ihn doch auch so schon am Boden hat, und die Vernichtung nur eine Frage der Zeit ist. Besser ein schwacher erkannter Gegner, als ein Verbündeter, dessen Verrat man jede Sekunde fürchten muss. Und, das wissen die Davosianer auch, beim Bilderberger-Bashing machen die US-Traditionalisten mit Vergnügen mit. Die Bilderberger haben keine Chance.
Einen Zweifrontenkrieg – gegen Traditionalisten und Davosianer – überstehen die Bilderberger nicht, das wissen die Bilderberger nun, und das wissen die Traditionalisten und die Davosianer.

Niemand braucht Merkel als Verbündete, niemand will Merkel als Verbündete, aber jeder will sich möglichst große Stücke aus dem Bilderberger-Kadaver sichern. Es ist ein Wettrennen zwischen US-Traditionalisten und Davosianern, wer denn vom Bilderberger-Kadaver die besten Stücke bekommt.

Niemand braucht Merkel, denn Deutschland fällt automatisch. Aber es gibt auch ein umworbendes Land – es heißt Frankreich. Es wird umworben, nicht wegen Macron, der ist nur zufällt aktiver Präsident. Das Interessante an Frankreich sind die afrikanischen Finanzkolonien, die Frankreich noch immer hat – die CFA-Zone, 14 Länder mit 175 Millionen Einwohnern in West- und Zentralafrika gelegen.

Diese Finanzkolonien sind kein Verdienst von Macron, sie wurden schon vor langer Zeit geschaffen, als noch Charles de Gaulle regierte und seine Messieur Afrique Jaques Foccart. Und nun wecken sie Begehrlichkeiten. Deshalb ist Frankreich umworben. Es hat nichts mit Macron zu tun, aber alles mit Afrika und der CFA-Zone.