Ein Foton Amur Lastkraftwagen. Bild: Public Domain

Im zweiten Anlauf, will der chinesische Fahrzeughersteller BAIC/Foton den kenianischen und den ostafrikanischen Markt bearbeiten.

Von Viribus Unitis

Im Rahmen der China-FOCAC Afrika-Kooperation hat sich der chinesische Autohersteller Foton in Kenia niedergelassen.

Foton gehört zum chinesischen Autoriesen BAIC, zu dem auch der chinesische Hersteller BAW (Beijing Automobil Works – spezialisiert auf Militärgeländewagen und daraus abgeleitet Zivil- SUV) gehört. Korrekterweise muss man sagen, BAIC ist 2010 aus der BAW heraus entstanden. Zum BAIC-Markenportfolio gehört auch die zwischenzeitlich nicht aktive schwedische Automarke Saab. BAIC hat auch Joint Ventures laufen, Beijing-Hyunday, Fujian-Benz und Beijing-Benz.

Foton selbst hat eine Tochterfirma, die wiederbelebte deutsche Automarke Borgward, wobei die Fahrzeuge reine chinesische Produkte sind, aber als deutsche Qualitätsfahrzeuge aktuell in China, ab 2019 aber auch in Deutschland vermarktet werden.

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Foton ist im Rahmen der BAIC-Gruppe bezogen auf China eigentlich zuständig für Lkw. In Export-Märkten tritt Foton aber auch als PKW-Hersteller auf. Zuerst wird über das Lkw-Geschäft die Marke bekannt gemacht, und weitergehend schaffft die Qualität der Lastkraftwagen ein gutes Image. In Phase 2 werden dann PKW auf den Markt gebracht, die auf dem Lkw-Image aufbauend in den Markt gegeben werden.

Das hat nicht so ganz geklappt, in Kenia.

Foton Motors East Africa Ltd hatte um zehn Millionen Dollar ein Werk in der kenianischen Hauptstadt Nairobi erbaut, mit dem es die Märkte in ganz Ostafrika bedienen wollte. Gefertigt wurden Aggregat-Motoren, Kipper, Busse, leichte Lkw, und Pick-ups. Dieses Werk ging 2017 Pleite, die Produktionsanlagen wurden versteigert.

Nun versucht man einen Neuanfang, wieder mit Nutzfahrzeugen, wobei man mit dem Preis wirbt. „Erschwinglich“ sollten die Fahrzeuge sein. Die Foton Motor Kenya Limited lässt Ihre Nutzfahrzeuge bei der Associated Vehicles Assemblers (AVA) plant in Mombasa bauen. Die Teile kommen größtenteils aus China und die Endfertigung ist in Kenia, womit die steuerlichen Begünstigungen die Kenia für die Inlandsfertigung von Fahrzeugen gewährt, genutzt werden können. Zweiter Anlauf, mal sehen wie es diesmal wird.

 

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