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Goldbarren
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Gold: BRICS-Staaten wollen eigenes Handelssystem etablieren

Während die Welt auf Bitcoin sieht, arbeiten die BRICS-Staaten an der Etablierung eines eigenen Handelssystems für Gold. London und New York verlieren an Bedeutung.

Von Marco Maier

Kürzlich fand die "Russian Bullion Market"-Konferenz in Moskau statt. Mit dabei: Sergey Schwetsow, der erste stellvertretende Vorsitzende der Bank von Russland, der russischen Zentralbank. In seiner Rede sprach er auch von einer wichtigen Entwicklung bezüglich der Einbindung der russischen Zentralbank in den globalen Goldmarkt. Vor allem jedoch geht es Moskau darum, den Goldbörsen in London und New York nicht mehr die Hauptrolle bei der Preisfindung zukommen zu lassen.

Schwetsow bestätigte hierbei auch, dass die BRICS-Gruppe bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, ihr eigenes Goldhandelssystem etablieren wollen. Wenn man bedenkt, dass vier dieser Staaten (China, Russland, Südafrika und Brasilien) zu den wichtigsten Goldproduzenten der Welt gehören, hat dies durchaus ein großes Gewicht. Vor allem jedoch könnten diese Staaten so mehr Einfluss ausüben als dies bislang der Fall ist.

Bereits im vergangenen Jahr betonte der russische Zentralbanker, dass insbesondere Russland und China über den Goldhandel diskutierten, der nicht nur bilateral sondern auch innerhalb der fünf BRICS-Staaten verbessert werden soll. "In China wird Gold in Shanghai gehandelt und in Russland in Moskau. Unsere Idee ist es, eine Verbindung zwischen diesen Städten zu kreiren, um so den Goldhandel zwischen unseren Märkten zu intensivieren".

Als Resultat dessen eröffnete die Bank von Russland ihr erstes Repräsentationsbüro im Ausland – und zwar in Peking. Zudem wurde eine strategische Partnerschaft zwischen der Bank von Russland und der Volksbank von China beschlossen, mit der auch die finanzielle Kooperation zwischen beiden Zentralbanken gestärkt werden soll.

2 comments

  1. Volker Spielmann

    Die nordamerikanischen Finanzheuschrecken sind eben Drachenfutter

     

    Es wurde ja schon oftmals bemerkt, daß China seinen Yuan als Mühlstein dem VS-amerikanischen Dollar um den Hals gesenkt hat, als es diesen an jenen gebunden hat. Denn damit ist jeder Versuch der VSA zum Scheitern verurteilt durch die Abwertung ihres Dollars ihrer Industrie im Wettbewerb gegen China auf die Beine zu helfen. China hat deswegen zwar mit einer recht hohen Geldentwertung zu kämpfen, aber dies ist ein durchaus nicht zu hoher Preis, wenn es dafür seinen Hauptrivalen wirtschaftlich matt setzen kann. Und während nun Länder wie Brasilien, Argentinien, die Türkei oder Rußland schwer zu kämpfen haben, weil die nordamerikanischen Finanzheuschrecken ihr Geld abziehen, verleidet die chinesische Zentralbank es den Finanzheuschrecken ihr Gelder in China anzulegen. Freilich, noch lockt der chinesische Drache die nordamerikanischen Finanzheuschrecken damit, daß der Yuan irgendwann einmal frei handelbar werden wird, aber so wirbt eben die Schlange um den Vogel. Ich wünsche guten Appetit.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

    • " Es wurde ja schon oftmals bemerkt, daß China seinen Yuan als Mühlstein dem VS-amerikanischen Dollar um den Hals gesenkt hat, als es diesen an jenen gebunden hat. Denn damit ist jeder Versuch der VSA zum Scheitern verurteilt durch die Abwertung ihres Dollars ihrer Industrie im Wettbewerb gegen China auf die Beine zu helfen. "

       

      Schön wie diese Währungsmanipulation Chinas gut geheissen wird, zumal dies auch den Europäern schadet. Dummerweise liegt das Leistungsbilanzdefizit der USA trotz dieser Manipulation bei gerade einmal 2,5% des BIPs, während die chinesischen Währungsreserven gemessem vom Höchststand um knapp 1 Bio. USD gesunken sind.

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