EU: Starker Rückgang bei Asylbewerberzahlen

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sank die Zahl der Erstanträge auf Asyl in der EU gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf die Hälfte.

Von Michael Steiner

Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, lässt der Andrang an Asylbewerbern derzeit etwas nach. So wurden von den EU-Staaten in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 479.650 Erstanträge auf Asyl gestellt, was insgesamt in etwa einer Halbierung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 1,2 Millionen, 2015 noch 1,25 Millionen solcher Anträge.

Allerdings bleibt Deutschland weiterhin das Hauptzielland der Asylbewerber. So stellten mit 137.385 Personen knapp 29 Prozent all dieser Menschen ihren Asylantrag in der Bundesrepublik, gefolgt von Italien mit 103.560 oder knapp 22 Prozent der Anträge. Die beiden Länder zusammen erhielten damit also in etwa die Hälfte aller EU-weiten Asylanträge. Grund dafür ist der Umstand, dass Italien ein Hauptankunftsland der Mittelmeerroute ist, während Deutschland weiterhin als Hauptzielland der illegalen Migranten gilt.

Indessen sinkt die Anerkennungsquote EU-weit deutlich ab. Wurden im zweiten Halbjahr 2016 noch 62 Prozent aller Anträge positiv entschieden, waren es im ersten Halbjahr 2017 schon nur noch 48 Prozent, während sie im dritten Quartal auf 43 Prozent absank. In Deutschland selbst lag die Anerkennungsquote im dritten Quartal 2017 jedoch über dem EU-Durchschnitt und bei 48 Prozent. Allerdings laufen in der Bundesrepublik auch noch viele Aslyklagen, so dass die Quote unter Umständen sogar noch deutlich steigen könnte.

Indessen berichtet die "Heilbronner Stimme" unter Berufung auf die Bundespolizei, dass die Zahl der "unerlaubten Einreisen" nach Deutschland in diesem Jahr ebenfalls um mehr als die Hälfte zurückging. Hat die Bundespolizei 2016 noch insgesamt rund 111.000 "festgestellte und beanzeigte unerlaubt eingereiste Personen inklusive Versuche" registriert, so belief sich die Zahl Ende November 2017 nur noch auf 45.792. Insgesamt sollen es in diesem Jahr rund 50.000 bekannte Fälle sein. Da jedoch der Grenzschutz nur sehr marginal ausfällt, darf man annehmen, dass viele Tausend illegale Migranten unentdeckt in die Bundesrepublik eindringen konnten.

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17 Kommentare

  1. Das ist doch schon mal was, die Zahl der Asylanten sinkt und die Anerkennungsquote ebenfalls, wobei die Frage der unverzüglichen Ausreise damit noch lange nicht geklärt ist. Jetzt müssen unsere Politiker nur noch die kühne Behauptung aufstellen, daß dieser Rückgang auf ihre Bemühungen zurückzuführen ist, das wäre dann der Gipfel der Unverfrorenheit. Wer als Minister Frauen und Mädchen Verhaltensregeln übermittelt, Sicherheitszonen an Silvester einrichtet, Poller und Absperrungen installieren muß, und die Polizei massenhaft zum Schutz der Bürger einsetzt, hat in einer offenen Gesellschaft schon verloren und gibt gleichzeitig zu, daß er der eigen verursachten Problematik nicht mehr gewachsen ist. Das sind unerträgliche Zustände und an Zynismus nicht mehr zu übertreffen, insbesondere dann, wenn man die tausenden von Opfern in diesem Zusammenhang berücksichtigt. Diese Staatsversager dürfen keinesfalls mehr auf Dauer die Geschicke des deutschen Volkes lenken und wir alle müssen dafür sorgen, daß sie von der politischen Bühne abtreten und mit verantwortlichen neuen Gesichtern wieder Recht und Ordnung auf allen Ebenen gewährleistet wird. Dieser Zustand ist einmalig dahingehend, daß eine Regierung ihren verfassungmäßigen Auftrag leugnet und etwas zuläßt oder gar befördert, was nach Ansicht vieler Fachleute dem geltenden Recht entgegensteht und das ist der eigentliche Skandal, denn hier geht es um Sein oder nicht Sein und nicht nur um schnöde Hilfe, der Optik wegen.

    1. "Wer als Minister Frauen und Mädchen Verhaltensregeln übermittelt, Sicherheitszonen an Silvester einrichtet, Poller und Absperrungen installieren muß, und die Polizei massenhaft zum Schutz der Bürger einsetzt, hat in einer offenen Gesellschaft schon verloren und gibt gleichzeitig zu, daß er der eigen verursachten Problematik nicht mehr gewachsen ist. "

      Richtig! Es ist, als würde die Polizei beim Notruf im Falle eines Einbruchs nicht mehr kommen, sondern Verhaltensregeln erklären, wie man den Einbrecher nicht provoziert und daß man vielleicht noch das eigene Auto zur Flucht bereitstellt!

    2. Kann man sich nur den 2 Vorkommentatoren anschließen. Hoffentlich kommt der Rest der Republik, ausser den Sachsen,mal aus den Puschen und zeigt denen da oben wo der Hammer hängt. Wenn alle so gewählt hätten, wie die Sachsen, da sehe es heute etwas anders aus.

    3. Zitat:

      "Das ist doch schon mal was, die Zahl der Asylanten sinkt und die Anerkennungsquote ebenfalls,…."

      So kann man nicht von Analyse sprechen.

      Zunächst bleibt festzustellen, dass rund 200.000 Personen wieder in´s Land kamen, deren Verwendung ungeklärt ist. Da abgelehnte Asylbewerber das Land bekanntlich nicht verlassen, ergibt sich schleichend weiter eine Subkultur, die das Land unterwandert. Der Staat wird handlungsunfähig,

      Kaum einer hat die zeitkomponente auf dem Radar. Schon heute haben 50% aller 20-35 Jährigen einen Migrationshintergrund bzw. sind Migranten, die in Zukunft Teil eines Heers an Lumoenproletariat werden, die archaische Beschaffungskriminalität zur Normalität werden lässt. 

      Der Wechsel von Flutung zu gezielter Unterwanderung ist keine Änderung der politischen Doktrin, sondern dezidierte Planung zur Zerstörung der Nationalstaaten. Das gilt auch für Österreich, in dem man einen Schritt weiter bei der Vernebelung ist. Und dort macht die FPÖ mit.

       

  2. Diese Zeitungsente eignet sich hervorragend, um den Sketch von den zwei Herrn im Bad von Loriot aufzuführen!

    Aber ein paar Dummies werden es sicher glauben:)

    Nur lange kann diese Ente auf der Wasseroberfläche kritischen Denkens nicht schwimmen. Se geht bald unter!

    1. So isset, fake news und Beruhigungspillen vom Feinsten für die allmählich aufwachenden Wahl-sheeples.

      Murksel lässt Nachts einfliegen damitbdie Öffentlichkeit getäuscht wird. Diese eimaligen Goldstücke aus dem tiefsten afrikanischen Busch brauchen das übliche Asylverfahren nicht zu durchlaufen, da sie im Rahmen des Un-Resettlement Programms nach Deutschland geschaufelt werden.

      Diese Schwerstbereicherer (allesamt nur Ingenieure, Ärzte. Wissenschaftler, It-Spezialisten, also Hochleistungs-Fachkräfte) erscheinen in keiner Statistik. Wobei ohnehin davon  ausgegangen werden kann, dass die eurostat Stastistik 'getürkt' ist

       

  3. Natürlich wird es in diesem Bereich immer Schwankungen geben. In einem Jahr kommen mehr, in dem anderen weniger. Die Ursachen kennen wir nicht. Vielleicht sind den Schleppern die Boote ausgegangen oder sie machen gerade Urlaub. Oder in Afrika ist Muttertag. Wer weiss das schon? Das Potenzial an Auswanderungswilligen bleibt riesig und daran wird sich auch nichts ändern. Ob Herr Obumbu aus dem Kongo unsere Kultur erst morgen bereichert und nicht schon heute, ist völlig wurscht. Die Koffer sind schon längst gepackt.

  4. Was man wissen muss : beinah alles was in Italien anlandet und dort einen Asyantrag stellt, kommt früher oder etwas später nach Deutschland. Dies dürfte sich in Spanien und Portugal ähnlich verhalten. Ich kann hierbei also weit und breit keine "Entspannung" für uns ausmachen, wobei mich auch eine tatsächliche nicht beruhigen könnte, da unser Boot zum sinken voll ist und jeder weitere Landnehmer den Untergang bedeutet.

    Bevor wir keine solchen Ausreisezahlen sehn, ist hier Land unter !

  5. Zeitungsente ,  Beruhigungspillen ,  Fake news vom feinsten

     

    Damit ist alles gesagt. Ich wünsche Euch einen guten Start ins Neue Jahr, bitte nicht ausrutschen  🙂

  6. Starker Rückgang bei den Ayslbewerbern—– und? bei den irr hohen Herkommlingen- Zahlen merkt man nicht sehr viel davon. Sind ja schon mehr als genug da. Derzeit dürften die Herlocksirenenklänge nicht mehr so wirksam sein. Abwarten… wird sich bald ändern, sobald grünes Licht gegeben ist. Einmal Refugee-Lover—- immer einer.

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