Die USA kehren nach Libyen zurück…

Vor mehr als einem Jahr zogen sich die USA aus Libyen zurück. Nun vollzieht US-Präsident Trump offenbar eine Kehrtwende – und will eine von Islamisten durchsetzte "Regierung" unterstützen.

Von Marco Maier

Von den ganzen Wahlversprechen Donald Trumps ist nicht mehr viel übrig. Auch er muss sich den politischen Realitäten in Washington stellen, sofern das ganze Wahlkampfgetöse ohnehin nicht einfach nur dazu diente, die Wähler zu blenden. Das betrifft auch Libyen, welches offenbar nicht schon genug unter der US-Einmischung gelitten hat.

Denn vor mehr als einem Jahr ließ Donald Trump das unter Barack Obama und Hillary Clinton ins Chaos gestürzte Land sich selbst überlassen, da die Vereinigten Staaten "kein Interesse" an dem Bürgerkrieg in Libyen hätten. Doch nach dem Treffen mit dem von den Vereinten Nationen gestützten Regierungschefs, Fayez al-Serraj, erklärte er sein "Versprechen, dem libyschen Volk dabei zu helfen, eine stabilere, vereinte und prosperierende Zukunft zu realisieren".

Trump mag wahrscheinlich tatsächlich denken, mit der Unterstützung der von den UN eingesetzten und gestützten "Regierung" dem Land etwas Gutes zu tun, doch dies dürfte in Wirklichkeit jedoch nicht der Fall sein. Denn die al-Serraj-Regierung ist nur dem Namen nach eine, da sie innerhalb des libyischen Volkes absolut keinen Rückhalt hat. Sie selbst sitzt in einer Marinebasis bei Tripolis, weil die Stadt selbst von diversen Milizen "regiert" wird. Milizen, die von der al-Serraj-Regierung als "Armee" bezahlt werden, sich jedoch gegenseitig bekriegen.

Die "Regierung" von Feldmarschall Khalifa Haftar in Tobruk selbst hat schon deutlich größere Landesteile unter Kontrolle. Dessen Libyische National-Armee ist auch größer, besser bewaffnet und besser ausgebildet als die Milizen al-Serrajs, die auch mit der Muslimbruderschaft in Verbindung stehen. Auch eine dritte "Regierung" in Al Baida hat mehr Macht und Kontrolle als al-Serrajs "Regierung", welche nun auch noch wieder US-Unterstützung erhalten soll.

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Vor allem auch deshalb, weil die "Regierung" al-Serrajs ja auch von Islamisten durchsetzt ist, die ja eigentlich als Feinde der Vereinigten Staaten gelten, kann man über die Entscheidung Trumps nur den Kopf schütteln. Und was noch schlimmer ist: Washington wird wieder einmal umfangreiche Waffenlieferungen an gefährliche (islamistische) Milizen senden, was sich beispielsweise auch in Syrien als nicht gerade glorreiche Idee erwiesen hat.

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25 Kommentare

  1. Endlich mal konsequenter Einsatz von “ „, da wo sie hingehören. Solche „Regierungen“ dienen nur dazu, die von den USA erstellten „Verträge“ und „Gesetze“ zu unterschreiben, um das Land zu plündern. Mit den Unterschriften der „Regierung“ will man sich selbst beweisen, dass man demokratisch vorgeht, doch jeder Blinde erkennt die Lüge in dem Konzept. Lediglich aus Angst vor Konsequenzen, auch tödlichen, schweigen die Menschen. Wie soll ein „Präsident“ Thumb auch weniger dekadent sein als das System, in dem er zuhause ist? Wie soll ein Fisch weniger stinken können als das Wasser, in dem er schwimmt.

  2. Denn die al-Serraj-Regierung ist nur dem Namen nach eine, da sie innerhalb des libyischen Volkes absolut keinen Rückhalt hat. 

    Wir denken immer nach europäischen Maßstäben. Die Lybier haben aber kein Staatsgefühl (haben auch nie eines entwickelt) sondern denken ausschließlich in Stammes- und Clan-Loyalitäten.

    Den stabilen 'Staat '-unter der Knute Bruder Gaddafis- der ja auch jede Menge Feinde unter den Clansmen hatte – hat man bewusst zerstört (s. Chaos Theorie .des 'goodfathers der j…n Neo-Cons, Leo Straus,  zum Wohle Israels) 

    Das Chaos zu ordnen, dürfte wohl unheimlich schwer werden, jedenfalls sehr viel schwieriger und langwieriger, als Bruder Gaddafi brutalst (indem ihm die franz. Söldner von Al Kheida oder IS eine Eisenstange in den Anus rammten) zu ermorden. 

    Insoweit macht das Eingreifen Trumps in Lybien vielleicht Sinn – allerdings mit unsicherem Ausgang, wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass US-rael sich ein Stück vom Kuchen abschneiden will.

    Für uns, das darf ich anmerken, wäre ein stabiler lybischer Staat von immenser Bedeutung, weil Lybien neben Marokko und Tunesien eines der Einfallstore für Millionen und Abermillionen Negerlumpenproletariat ist, desperate Glücksritter, die in Europa und vor allen Dingen Alemoneystan ihr Glück versuchen wollen. 

    1. Wir denken immer nach europäischen Maßstäben. Die Lybier haben aber kein Staatsgefühl (haben auch nie eines entwickelt) sondern denken ausschließlich in Stammes- und Clan-Loyalitäten.

      Nein, das sind Tiere, nicht wahr. *kopfschüttel*

      Lange hats ja gedauert, das muss ich zugeben, aber so peu à peu gräbt sich deine hinter Megatexten gut verborgene Identität in den Vordergrundx. Bin gespannt, was noch alles kommt.

    2. Die Torheit der Europäer, am Killen Gaddafis miteinverstanden zu sein, das heißt sich zu beteiligen, schlägt zurück wie ein boomerang.

      Vorbei ist vorbei; nichts kann den alten Zustand wieder herstellen. Alles was nun folgt ist Makkulatur.

      Mit tut auch keiner Leid. Weder das Menschenmaterial in Libyen noch die unter Vasallen sich begeisterden Deppen in Europa.

      Halb Europa muß erst im Dreck versinken, bevor es aufwacht.

  3. Das kann ja heiter werden, wenn sich die USA wieder in Lybien engagiert. Nun ist es der italienischen Regierung gelungen, mit einer Teilregierung einen Deal zu schließen in Bezug auf die Durchreise der Glücksritter aus Zentralafrika und schon wird wieder alles in Frage gestellt, denn wenn sie es schaffen durch ihre Anwesenheit die drei unterschiedlichen lybischen Seiten gegen sich aufzubringen ist alles für die Katz und die große Vorsitzende muß dann ganze Schiffsladungen an die Weser und Elbe geleiten, denn wo sollen sie denn sonst hin, wo sie doch nicht ausgesprochen, keiner haben will.

    1. Das Programm mit 40 Milliarden Migranten für Europa steht. Das wird nicht geändert nur weil Italien, Polen oder Ungarn das nicht wollen. Und ob in DE ne AfD im Parlament ein bisschen National kokettiert oder in China ein Sack Reis umfällt…..

      Um die Aufzuhalten braucht es entweder eine Weltwirtschaftskrise, so das sie quasi Wirtschaftlich umkommen. Oder aber einen Bürgerkrieg, wo sie dann selektiv und wortwörtlich erlegt werden. Ansonsten werden sie Huxleis Welt Realität werden lassen.                       Und sie dann zu _öten dürft ungleich schwerer werden.

       

    2. Die Italiener hätten besser zur rechten Zeit Farbe bekannt indem sie dem langjährigen verläßlichen Geschäftspartner Gadaffi nicht wegen einer Instruktion aus Übersse die Freunschaft aufzukündigen, fallen ließen und ihren eigenen über Jahrzehnte angestammten Platz in Libyen unsinnigerweise den Cowboyhüten frei machten. Schleimbeutel!

      Alle Beteiligten mögen aus dem Inferno nicht mehr heil rauskommen.

      1. Keine Sorge, kommen sie nicht. Wenn Russland mit der Türkei, Iran und China geschickt taktiert ist die EU die nächsten 50 damit beschäftigt interne kollateralschäden zu reparieren. Die Briten sind nicht umsonst durch die Hintertür verschwunden. ? Ab 2020 gehts in Europa fröhlich über Tische und Bänke. Eurasiens Zukunft liegt im Osten und wird von dort aus auch geregelt. DE im Verbund mit Frankreich haben den Zentraleuropäischen Völkern zur Gänze bewiesen das sie in jeder hinsicht unfähig, gar kontraproduktiv sind. Diese beiden Länder werden auch am längstens brauchen um ihre Innenpolitischer Probleme zu überwinden.

  4. Halte es für konsequenter, ehrlicher und glaubwürdiger, diese Aufgabe gegenüber dem Westen alternativen Kräften zu übertragen.  Die USA und die EU haben diesen Schlamassel mit Korruption,  Demagogie und fragwürdigem Eigeninteresse dort angerichtet, die sind weder willens noch fähig, dort eine Besserung herbei zu führen.

  5. Korrektur, 40 Millionen für die Europäischen Länder, davon 11 Millionen für DE, Sorry.

    Und wems nicht passt der geht entweder in ein EU Umerziehungslager, begeht Suizit oder geht in den Widerstand.

  6. jhs

    ……davon 11 Millionen für Deutschland ……

     

    Guckst du auch : http://www.unzensuriert.at: ( 07.12.2017)

    1.Merkel rüffelt Libyer, weil sie NGO-Schlepperschiffe behindern – Merkel Lobbyistin der NGO-Schlepperindustrie  hat in einem Gespräch ihren libyschen Amtskollegen aufgefordert, Schiffe von NGO beim ( angeblichen ) "Retten von Leben auf See" nicht zu behindern. Ein Affront gegen ein Land, das lediglich seine territorialen Hoheitsrechte wahrnimmt .

     

    Guckst du auch mehr zum Thema: 

    2.  120 Meter Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" kooperiert mit NGG-Schiffen als Migranten-Taxi

    Wozu Kriegsschiffe als Migranten-Taxi ?

    3.Deutsche NGO "Sea Watch" entwickelt Software,um Migrantentransport effektiver zu gestalten

    4.Deutsche Soldaten "retten" (sogenannte) Flüchtlinge aus dem Mittelmeer – wie viel Terror wird dabei nach Europa geschleust ?????

    Tatkräftige Unterstützung der Schlepper durch " Operation Sophia"

    5.Libyen beweist : NGO-unternehmen zahlen Schlepper-mafia bis zu 450 Dollar pro bedürftigen "Bootsflüchtling"

    6.Fake-News: NGO-Schlepperaktivitäten werden in MEDIEN ausschließlich als "Rettung" präsentiert ( 22.08.2017)

  7. Fakt ist, weder BRÜSSEL noch das MERKELREGIME wollen die Massenmigration stoppen ! 

    Deswegen auch keinen Schutz der EU-Außengrenzen und keinen Schutz unserer Innengrenzen !!!!

    1. Die senilen Geisteskranken sitzen – vielleicht auch- mit Sicherheit in Brüssel und Berlin, wenn es denn so einfach wäre.

      Aber da sie nicht alle  blöde sind, liegt eine Absicht dahinter und die kümmert sich einen Dreck um die Bevölkerung, jedenfalls den Teil, der sich der Manipulation widersetzt.

      WARUM werden die s.G. nicht wie früher an den Pranger gestellt? Heute ist das doch einfach zu schaffen. Es passiert nicht. zig Millionen wählen die, die für den Wahnsinn verantwortlich sind.

      Soweit geht die Manipulation scon.

      DEXIT!
      MEXIT!

      1. WARUM werden die s.G. nicht wie früher an den Pranger gestellt?

        Ganz einfach: Weil die s.G. vorher „die Pranger“ (also die Presse) gekauft haben. Man lernt mit seinen Aufgaben. Die Presse gilt als „vierte Gewalt“ – die stärkste Gewalt im Lande.

    2. Gerald

      Trump regiert nicht. Er ist lediglich eine Marionette. Die USA und andere Länder

      wie auch die BRD werden von Leuten im Hintergrund regiert.

      Bitte noch einmal das Zitat von Horst Seehofer beachten.

      Diejenigen die gewählt sind haben nichts zu entscheiden.

      Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt.

      1. Ist klar, Malocher. Das Konzept findet man heute in jeder Lebensmittelkette. Geschäftsführer (Marktleiter) ist nicht der, der am meisten kann, sondern wer am meisten will. Kriegt kaum mehr als das „Fußvolk“, arbeitet aber doppelt so viel. Kaum eine Chance, je oben an zu kommen. Denn seine Alleinfunktion ist die eines Bauernopfers. Wenn was schief geht, was (natürlich nur mündlich) von oben angeordnet war, wird der Geschäftsführer gefeuert, und ein neuer „williger Depp“ rückt nach. Und genau so ist es in der Politik auch, und in jeder großen Gesellschaft. Die Machthaber sind die Gesellschafter (Geldhaber), nicht die Geschäftsführer. Die Spur von Dieselgate führt nicht nach Wolfsburg. Sie führt nach BERLIN (Gabriel).

    3. Macht man sich mit dem Wesen der alten DDR schlau, und überträgt das auf die ganze Welt, bekommt man in etwa einen Überblick über die globale Realität.

      Die DDR war sogar noch einen Tuc kalkulierbarer. Bei Erich kannte man die „Kraft im Hintergrund“ (Oberster Sowjet). Aktuell kennt man sie nicht, kann nur schlussfolgern und spekulieren.

  8. "Vor allem auch deshalb, weil die "Regierung" al-Serrajs ja auch von Islamisten durchsetzt ist, die ja eigentlich als Feinde der Vereinigten Staaten gelten, kann man über die Entscheidung Trumps nur den Kopf schütteln."

    Keineswegs! Mit dieser Maßnahme hält Washington die Instabilität und den Bürgerkrieg mit am köcheln.

  9. Beginnt nun die zweite Stufe der Knechtung Libyens durch die NAVO?

     

    Das Ganze wirkt mal wieder höchst verdächtig: Zuerst bewaffnet die NAVO allerlei Milizen in Libyen und verhilft diesen mit einem infernalischen Bombenregen zur Macht und nun beklagt sie sich, daß in Libyen Unordnung und Gesetzlosigkeit herrschen; wogegen freilich die neue libysche Regierung die NAVO um Beistand bittet; was dann sehr an den Schweinebuchplan der VSA, sich Kuba wieder anzueignen, erinnert; und dieses Spielchen versuchte auch der marxistische Tyrannenknilch Stalin im Jahre 1939 mit den Finnen, doch schlugen ihm diese aufs Haupt und so half es ihm nichts, daß er eine Marionettenregierung in einer eroberten Grenzstadt eingesetzt hat. In Libyen freilich könnte das Bubenstück gelingen, denn solche Eisenfresser wie die Vietnamesen sind die Libyer dann doch nicht und die verschiedenen Milizen, Städte und Stämme lassen sich leicht gegeneinander ausspielen, während sich die NAVO mittelbar oder unmittelbar die Ölgebiete unter den Nagel reißt, deren Ausbeutet ein gutes Geschäft ist.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

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