Bei einem Treffen von Regierungsvertretern Chinas und iranischen Zentralbankvertretern in Teheran war die Entdollarisierung das Hauptthema der Gespräche.

Von Marco Maier

Insbesondere der Iran will sich möglichst komplett vom US-Dollar im internationalen Handel lösen. Deshalb besprach man bei dem Treffen in Teheran, an dem der führende Politikberater der chinesischen Regierung, Chen Yuan, und Vertreter der iranischen Zentralbank teilnahmen, auch die Etablierung eines Yuan-Rial-Handelsregimes im bilateralen Handel zwischen beiden Staaten.

"Die bilaterale monetäre Rial-Yuan-Abkommen kann eine signifikante Rolle beim Wachstum des Handelsvolumens zwischen beiden Ländern spielen", so der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Valiollah Seif. Deshalb habe man eine Reihe von Übereinkommen mit der chinesischen Zentralbank geschlossen. Ziel ist es, künftig in den jeweiligen Landeswährungen zu handeln und den US-Dollar zu verbannen.

Chen selbst betonte, dass der Iran und China ihre Bankverbindungen entwickeln sollten und verwies dabei auf die Ungerechtigkeit des existierenden Finanzsystems, welches von einigen wenigen entwickelten Ländern dominiert werde. Seiner Ansicht nach sei es better für die anderen Staaten, wenn dieses unfaire System eliminiert würde. "Wir könnten die Erfahrungen der europäischen Länder bei der Etablierung des Euro als Gemeinschaftswährung zwischen vielen Ländern nutzen, welche nicht exklusiv von einem Land kontrolliert wird.

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Auf jeden Fall hat auch China ein großes Interesse daran, den Gebrauch des US-Dollars immer weiter einzuschränken – genauso wie auch beispielsweise RUssland, Venezuela und andere Länder, die sich dem Dollar-Regime nicht mehr länger unterwerfen wollen. Dabei spielen eben insbesondere China, Russland und der Iran eine Vorreiterrolle.

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3 KOMMENTARE

  1. Da kann Trump noch so oft nach China gehen, das nützt alles nichts. Auch die angeblichen Milliardengeschäfte haben keine Wirkung. Die Chinesen und ihre starken Verbündeten ziehen einfach ihr Ding durch, und das läuft gegen den Dollar. Tja, die Chinesen und ihre Verbündeten haben halt andere Interessen als die USrael-Oberclique und serviler Anhang.

  2. Was mir nicht ganz klar ist ist warum China den Erdöl-Unsinn noch mitmacht.

    Es könnte seine Energie auch kostenlos aus der Molekülbewegung der Luft beziehen. Die Technik dafür ist denkbar einfach.

    Prof. Evert beschreibt diese auf seiner Webseite detailiert  – und die Webseite steht schon seit 20 Jahren im Web!

    Das Erdölzeitalter ist insofern schon seit 20 Jahren vorbei. Mir ist schleiherhaft, warum die Bevölkerung immer noch im Tiefschlaf beharrt.

    Leute, was ist los mit Euch? Versteht Ihr nicht?

    Die Bevölkerung ist wie ein Gaul, der vor der Tränke steht und verdurstet, weil er das Wasser nicht wahrnehmen kann. Nur noch surreal.

  3. Die nordamerikanischen Finanzheuschrecken sind eben Drachenfutter

     

    Es wurde ja schon oftmals bemerkt, daß China seinen Yuan als Mühlstein dem VS-amerikanischen Dollar um den Hals gesenkt hat, als es diesen an jenen gebunden hat. Denn damit ist jeder Versuch der VSA zum Scheitern verurteilt durch die Abwertung ihres Dollars ihrer Industrie im Wettbewerb gegen China auf die Beine zu helfen. China hat deswegen zwar mit einer recht hohen Geldentwertung zu kämpfen, aber dies ist ein durchaus nicht zu hoher Preis, wenn es dafür seinen Hauptrivalen wirtschaftlich matt setzen kann. Und während nun Länder wie Brasilien, Argentinien, die Türkei oder Rußland schwer zu kämpfen haben, weil die nordamerikanischen Finanzheuschrecken ihr Geld abziehen, verleidet die chinesische Zentralbank es den Finanzheuschrecken ihr Gelder in China anzulegen. Freilich, noch lockt der chinesische Drache die nordamerikanischen Finanzheuschrecken damit, daß der Yuan irgendwann einmal frei handelbar werden wird, aber so wirbt eben die Schlange um den Vogel. Ich wünsche guten Appetit.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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