12-Stunden-Arbeitstag – auch eine Chance

In Österreich wird bald ein 12-Stunden-Arbeitstag möglich sein, bei einer gleichbleibenden Wochenarbeitszeit. Das bietet auch Chancen.

Von Marco Maier

Gerade bei der SPÖ und den Gewerkschaften stößt die Übereinkunft von ÖVP und FPÖ in Sachen Tagesarbeitszeit auf massive Kritik, obwohl es bereits in einzelnen Branchen entsprechende sozialpartnerschaftlich ausverhandelte Regelungen gibt. Und zudem: Obwohl es durchaus im Sinne von vielen Arbeitnehmern sein kann. Das können manche der Gewerkschafter offenbar nicht verstehen.

Denn: Wer z.B. regulär eine 38-Stunden-Woche hat, kann in nur drei Tagen 36 davon abarbeiten und dann beispielsweise einmal monatlich einen zusätzlichen Arbeitstag pro Woche einlegen. Das bietet mehr Freizeit und – für jene die sich mit einem Nebenjob etwas hinzuverdienen wollen auch Chancen. Zum Beispiel in der Gastronomie, wo am Wochenende immer Arbeit anfällt. Das heißt: Es gibt natürlich auch viele Möglichkeiten mehr für die Arbeitnehmer.

Im Endeffekt bieten sich hier auch für einzelne Unternehmen flexible Lösungsmöglichkeiten, die zuvor so nicht machbar gewesen wären – weil sich vor allem die Gewerkschaft gegen alle möglichen Veränderungen sträubt, selbst wenn diese durchaus zum Vorteil vieler Arbeitnehmer ausfallen. Aber das interessiert die strukturkonservativen Kräfte nicht.

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31 Kommentare

  1. Das nächste neoliberale, trojanische Pferd, das durchs Dorf gejagt wird.

    Flexibilisierung der Arbeitszeit – Euphemismus für Entrechtung des Arbeiters. Mit solchen neoliberalen Verbrechen kam schon Guido Westerwelle (FDP) um die Ecke, den -Gott sei Dank- der Teufel geholt hat.

    Und um diese Arbeitszeit durchzuhalten wirft der Arbeiter dann Betablocker ein, nicht wahr?

    Ich kann diese verlogenen Phrasen nicht mehr hören!

    —————————————————-

    Was braucht die Gesellschaft tatsächlich?

    Angesichts einer Produktivitätssteigerung von 1970 bis 2017 auf 300 %, also einer Verdreifachung ist ein Acht-Stunden-Tag völlig überflüssig geworden.

    Die Wertschöpfungs-Output ermöglicht also rein rechnerisch eine Verringerung der Arbeitszeit auf ein Drittel.

    Das sind rund 2,67 Stunden pro Tag bei vollem Lohnausgleich!

    Alles andere ist Volksverdummung!

    1. @Richard….

      ………Volle Zustimmung, jede Stunde Arbeit für die Kapos des Arbeitslagers BRD sind zuviel.

      Kein Mensch müsste heute auf Grund der Technischen Möglichkeiten 8Stunden und länger arbeiten. Aber das ist von den Wirtschaftgeiern und den Politkriminellen nicht gewollt.

      Man sollte keine Zeit haben, um Nachzudenken, was an diesem System grundsätzlich schief läuft. Nur ein erpressbarer, ausgemerkelter Wirtschaftssklave, lässt sich erpressen, gängeln und zu Grunde wirtschaften………….also weiter geht,s im Hamsterrad!

    2. "Das bietet mehr Freizeit für jene die sich mit einem Nebenjob etwas hinzuverdienen wollen…"

      Genau darum geht es!
      Nur das der Autor diese Stolperfalle nicht als solche erkannt hat.

  2. Ach endlich brauchen die Konzerne keine ÜBERSTUNDENZUSCHLÄGE mehr bezahlen-ach wie toll für den Sklaven Arbeitnehmer.

    Und gut das immer nur der Arbeitnehmer besteuert wird _ Konzerne zahlen nahezu NULL € Steuern und für die Maschinen gibts noch Förderungen………

    1. @ Autriak     Bingo !

      Lieber Marco, woher hast du denn die gleichbleibenden 38 Stunden ? Ganz im Gegenteil bauen sie da die "Möglichkeit" (ein Witz in sich) der 60 Stundenwoche ein.

      Ich habs schon vor einem 3/4 Jahr allen Kurz-Jüngern die Arbeitnehmer sind gesagt, dass sie damit ihren neuen Sklavendompteur wählen. Das Kurz gleich wie Macron sofort einmal die Arbeitsregelungen köpft war vollkommen klar, denn als Ziehkind aus der die Politik völlig korrumpierenden Industrieecke (Kurz mit Schüssel als Ziehvater) setzt er sofort deren Wünsche um.

      Wartet nur ab, denn das war erst der Anfang der neoliberalen kapitalistischen globalisierten Schweinerein, für die Kurz als Paradebeispiel steht.

      p.s.: omg und ich hab auch schon vor Längerem gesagt, dass Strache zu dämlich und zu machtgeil ist, dass er hier auch nur im Ansatz den Braten riecht, der ihm sicher die Hälfte seiner Wähler kosten wird.

      Am besten find ich dann die doofen Gesichter, wenn ich meine darüber jubelnden Unternehmer-Kollegen frage "und hast du schon mal nachgedacht, an wenn wir dann unsere Waren verkaufen, wenn unsere Kunden / Abnehmer nurmehr aus Sklaven mit Mindestlohn bestehen ? Wenn dann unsere Kunden kein Geld mehr haben, verkaufen wir uns die Waren dann gegenseitig ?"  Es glauben die ganzen Kleinunternehmer nämlich tatsächlich, dass DAS auch ihnen zu Gute käme………ok es ist Weihnachten und viele glauben ja auch noch ans Christkind  🙁 🙁 🙁

      1. sorry eines wollte ich noch dazu erwähnen, denn das Ganze ist ja eigentlich nur die Vorbereitung für das was auf uns wie der "größte weltweit jemals gesehene Tsunami" zurauscht und zwar die Industriealisierung 4.0.

        Von den "Mächtigen und deren Presstituierten nett als "Digitalisierung" umschreiben, was in Wirklichkeit nur der Aufbau der Infrastruktur für die kommende völlige Automatisation aller Produktionsabläufe ist.

        hihihi…ja ja lieber Basti-Fantasti-Kurz; das haben sie dir sicher noch nicht gesagt was dann passiert, wenn 50, 60, 70 % der Arbeitsplätze weg sind und Millionen deines Souveräns auf der Strasse stehen. Schüssel und Co werden sich in ihren Burgen verschanzen und dir wird das Volk den A…. anzünden !

      2. nö, ich glaube das nicht ! … und wir fabrizieren nicht mal ein Produkt, sind ein reines Dienstleistungsunternehmen, welches unsere Mitarbeiter nicht engagieren würden, da sie solche Arbeiten ja selbst können.

        Bei uns gilt tariflich der 7,8 Std.-Tag, und mehr als 8 Std. ginge auch auf Dauer beim besten Willen nicht, es sei denn man will seine MA verheizen. … und das sollen die dann bis 70 machen ? – never !!!

  3. 2 Tage a' 24std.   48 std. Die Woche.

    Also 10 mehr als 38 std die Woche.Ein unendliches Wachstum………

    Manchmal könnte man Denken die Knazlerin hatte recht mit Wir schaffen das.

    1. Sollte es stimmen das 7 milliarden Menschen existieren,ist es nach reiflicher Überlegung immer noch zuviel,was an schrott & müll produziert ist.

      Was ich eigenlicht meine ist halt 7 milliarden Erdbewohner mal 4 std. am tag.An nur einem Tag  28 milliarden Arbeits std. Da ist ne Menge potenzial nach oben.

  4. Nach Möglichkeit dann noch einen Zweit-Job, weil der erste nicht zum Leben reicht.

    Das sind alles nur Maßnahmen, um die die Ausbeutung zu forcieren und ein frühes Ableben zu ermöglichen.

    Nicht ohne Grund gibt es starke Zunahmen der ernsthaften psychischen Erkrankungen und des Herz-Kreislaufsystems.

    Es fehlen einfach ausreichende und qualifizierte Erholungsphasen von Körper und Geist. Wenn dann noch Bewegungsarmut und ungesunde Ernährung hinzukommen, dann braucht man sich keine Gedanken um seine Rente zu machen.

    Letztendlich ist es auch nur wieder ein Symptom der menschenverachtenden Politk des Merkelregimes und der ihm angeschlossenen Vasallen-Parteien.

    Bezeichnend ist, dass bei allen betroffenen Politikfelder die Sozis die entsprechenden Ministerien besetzt haben, also Deutschlands älteste und bekannteste Arbeiter-Verräter-Organisation.

     

  5. Die Konsequenz dieses langen und gesellschaftlich unorchestrierten 12 Stundenarbeitstag ist die, daß ein soziales Treffen immer schwerer zu organisieren wird, da die Menschen zu verschiedenen Zeiten frei haben und länger arbeiten!

    Dies wiederum bedeuted weniger Möglichkeit, gemeinsam Probleme der Gesellschaft zu besprechen bzw. Widerstand gegen weitere Regierungsvorlagen aufzubauen!

    Banken und Konzerne lassen grüßen!

    Diese Regelung kann nur innerhalb einer individuellen Vereinbarung des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers funktionieren, will man nicht branchenweit über das Interesse der Atbeitnehmer entscheiden und somit in die individuelle Lebensgestaltung eingreifen, was der Staat eh schon tut!

     

    1. Es geht nicht nur um finanzielle Ausbeutung!

      Es geht um die Demontage sozialer Kontakte! Und damit zielt man auf eine Gesellschaft, deren Grundlage wenigstens zum Teil noch die Gemeinsamkeit als Grundlage hatte!

      Die Vereinsamung des Einzelnen wird zunehmen, damit auch die Suizide und die Fähigkeit,sich zu organsieren!

      1. @Analytiker

        So ist es.

        Die Zerstörung der Familie und weiterer sozialer Kontakte und Rituale sind in diesem System der extrem langen Arbeitszeiten, der ständigen Erreichbarkeit und Verfügbarkeit inklusive.

        Dadurch wird der Mensch noch schutzloser.

  6. …ja , die ziehen das durch. 12 Stunden / Tag… und die Rente ab 70 oder 75 ? Wissen die noch nicht genau, aber es kommt. Ich finde die Wessis so naiv bis zur Dumheit. Auf der Arbeit sehe ich nur Sklaven, die froh sind eine Sklavenstelle zu haben. Die machen alles ohne zu überlegen, ohne nachzudenken . Deutschland ist ein Arbeitslager AG !!! Das Volk letzte 3 Generationen hat nur Hirnwäsche bekommen.  Schulsystem verblödet die Menschen. Und die? Die machen ein Rennen um beste Noten im Verblödungssystem zuhaben. Seit Generationen ! Ich frage mich, wo sind die Denker, Patrioten in dem Land ? Kann mir jemand sagen, über welchen Nationalhelden von der deutsche Geschichte erzählen die Eltern d. eigenen Kinder ???? Das Volk ist hier ein Problem,  dann die Regierung. Ihr seid schon moslemisiert, nur Euch ist das noch nicht ganz klar !!!!

    Gute Empfehlung: arabisch lernen !!!!!

  7. Wer flexibler ist, für den mag solche Arbeitszeiten o.k. sein….. damit meine ich die kinderlosen Single.   Alle anderen mit Kindern haben nicht mehr diese hohe Flexibilität…. 
    Und aus freiwillig wird meist zwang und irgendwann ist man bei einer 5 Tagewoche mit 12 Stunden am Tag….. wenn man jung ist kann man noch 12 Stunden am Tag arbeiten, wenn  man über 50 ist, ist das nicht mehr so einfach…..  
    Und die Arbeitgeber nutzten eine solche Öffnung der Gesetzte in Regel zum negativen für die Arbeitnehmer aus….. 

     

  8. Sie haben im Osten Lärm gemacht und im Westen zugeschlagen!

    Die Migrantentrommel geschlagen und das Volk damit abgelenkt.

    Den 12 Stundentag habe ich in keinem Parteiprogramm vor der Wahl gefunden!

  9. Klingt sehr vernünftig. So bekommt man dann auch was gerichtet.Und wenn ich nur 4 Mal die Woche in den Laden dackle muß ich auch nur 4 mal den Weg=Sprit machen. Also 25 % Wegekosten gespart ! Mit dem Geld kannste dann eine Zusatzrente bilden. Und der ganze Freitag frei für die Nachbarschaftshilfe. Das kann also locker eine Verdopplung des Nettoeinkommens bedeuten.

  10. Das ist im Grunde genommen alles ein auf Vermutungen basierendes vorweg negativ Geschrei. Bei den Koalitionsgesprächen werden angestrebte Vorhaben formuliert die erst nach einer Regierungsbildung konkret und zum Vollzug ausgearbeitet und zur Beurteilung vorgelegt werden. Dann kann man sich das konkret anschauen (auch die Gewerkschaften!) und erst beurteilen ob es vorteilhaft ist oder nicht, alles andere ist im Trüben fischen! In Österreich haben 60% der Arbeitnehmer die FPÖ gewählt da ist man natürlich sehr daran interessiert ihr in dieser Sache was anzuhängen! Der Artikel zeigt eben lediglich auf, daß die Sache auch für beide Seiten von Vorteil sein kann!  Wer glaubt, daß alles was die Gewerkschaften an Reglementierungen einbringen für die Arbeitnehmer von Vorteil ist unterliegt einem gewaltigen Irrtum. Umfassende Reglementierung aller Lebensbereiche der Menschen ist auch Teil der Machtpolitik und kann auch Entmündigung bedeuten.   

    1. Seit Wochen gibt es in Deutschland, in den MSM, dazu Kampagnen mit sogenannten Experten. Dabei übernehmen die Journalisten ungefiltert die Meinungen dieser Experten.

      Solche Aktionen laufen nicht ohne Grund, besonders wenn sie dann auch noch in einem sehr einheitlichen Stil gehalten sind.

       

       

       

    2. Ein Unternehmer muß zum Beispiel Leiharbeiter beschäftigen wenn plötzlich ein größerer Arbeitsbedarf ist! Ob das so günstig ist, ist auch fraglich!

  11. Ein kleines Wirtschaftsgedankenverbrechen

     

    „For if leisure and security were enjoyed by all alike, the great mass of human beings who are normally stupefied by poverty would become literate and would learn to think for themselves; and when once they had done this, they would sooner or later realize that the privileged minority had no function, and they would sweep it away. In the long run, a hierarchical society was only possible on a basis of poverty and ignorance.“ Schreibt der satirische Schuft Georg Odergut in seinem Schelmenroman Anno 1984 und läßt deshalb die Regierungen seiner drei Überstaaten – Eurasien, Ozeanien und Ostasien – den Großteil ihrer Industrieproduktion in Kriegen vergeuden, um ihre Völker entsprechend darben lassen zu können. Und in der Tat fragt es sich, ob der Mangel ein künstlicher oder ein natürlicher ist, da die technischen Neuerungen der letzten zwei, drei Jahrhunderte für nie gekannten Überfluß sorgen könnten und es auch an den nötigen Rohstoffen und der erforderlichen Energie nicht fehlt.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    1. echt, was'n Witz : die Deutschen sollen 12 Std. arbeiten, damit noch mehr Schmarotzer auf der faulen Haut liegen können. Also erstens kann das auf Dauer kein Mensch leisten ohne krank zu werden, und zweitens werden da selbst die Deutschen rot sehen !

      Ich denke : Die Mischpoke treibt es absichtlich auf die Spitze. Sie sagten ja "Wir brauchen eine große Krise" !

          1. natürlich! es reicht nämlich nicht, sie einmal um 06:00 am morgen und gegen mitternacht ein zweites mal zu sehen, um die hier verbrachte zeit zusammenrechnen zu können – deswegen bin ich, geisteskranker, 24/7/365 nirgendwo anders, als hier. 

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