Verzeichneten die Länder der heutigen Eurozone noch vor der Euro-Einführung halbwegs passable Wachstumsraten, so wird jeder Zyklus nun schwächer. Die EZB versagt mit ihrer Geldpolitik vollkommen.

Von Marco Maier

Noch in den späten 1990ern, vor dem Finanzcrash der "Dot-Com-Blase", wuchs die Wirtschaft der heutigen Eurozonen-Länder (EU19) real – also nach Abzug der Inflation – im Schnitt um 0,76 Prozent pro Jahr. Beim nächsten Zyklus bis zur Finanzkrise 2007/2008 waren es nur noch 0,65 Prozent – und seit 2013 gibt es nur noch 0,46 Prozent pro Jahr. Dies verdeutlicht auch die folgende Grafik von "Alhambra Investments", die sich auf die Eurozone bezieht (wenngleich auf der Grafik von "Europa" die Rede ist).

Doch selbst hier haben wir eine massive Verzerrung der Daten, zumal Deutschland hier der Haupt-Wachstumsmotor ist (und inzwischen auch Österreich wieder auf einen stabilen Wachstumskurs umschwenkte). Im Großen und Ganzen jedoch sieht es nämlich in Sachen Wirtschaftswachstum in den meisten Euroländern doch recht mau aus.

Vor allem wird anhand der nachfolgenden Grafik deutlich, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone dermaßen deutlich unter den Möglichkeiten blieb, so dass inzwischen sogar eine Lücke von rund 24 Prozent beim wirtschaftlichen Volumen entstand – im Vergleich zum "baseline growth", also dem unter normalen Umständen üblichen Wachstum.

Es zeigt sich damit ebenso, dass die ganze Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) völlig "für die Katz" ist, zumal sie ohnehin nur die Blasen an den Finanzmärkten befeuert, während die Realwirtschaft davon (wie man auch deutlich sieht) faktisch nicht profitiert.

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5 KOMMENTARE

  1. Die EU ist ein faschistuides Projekt zur Durchsetzung der Finanz- und Konzerninteressen .

    Die werden auch erfolgreich durchgesetzt . Nicht einmal verheimlicht wurde die neue Definition des Menschen als Humankapital . Diese Entwicklung läuft .

  2. Wirtschaftswachstum ist ungleich Wohlstand

    Die Propagandalüge mit der die Bevölkerung im TV regelmäßig von sogenannten "Experten", "Wirtschaftsweisen" und "Ökonomen" hinter die Fichte geführt wird, ist das suggerieren, der Wohlstand der Bevölkerung insgesamt korreliere mit dem Konjunkturwachstum.

    Doch nichts ist falscher als das.

    Tatsächlich ist Wirtschaftswachtum bzgl. des allgemeinen Wohlstandes in einer Volkswirtschaft ab dem Augenblick irrelevant, wenn die Verteilung der Erträge der Arbeitstätigkeit auf die Bevölkerung unterbrochen wird. Und dies wird durch den Neoliberalismus gezielt durchgeführt. Oskar Lafontaine sprach da vor Jahren schon von einer "Abkopplung der Löhne von den Erträgen".

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    Braucht die Deutsche Volkswirtschaft Wirtschaftswachstum?

    Im VWL-Unterricht an unseren Gymnasien wird den Schülern die Lüge eingetrichtert, Deutschland bräuche pro Jahr 1 % Konjunkturwachstum, um den Wegfall der Arbeitsplätze durch Automation zu kompensieren.

    Glatte Volksverdummung!

    Deutschland braucht kein Wirtschaftswachstum, sondern nur eine Verteilung der Erträge aus Automation auf die durch diese arbeitslos gemachten Arbeiter.

    Desweiteren ist der Ruf nach Wirtschaftswachstum nur ein hoffnungsloser Versuch, mit Realwirtschaft gegen die Zinseszinsen anzukommen, was deshalb sinnlos ist, da die Zinseszinsformel eine Variante der e-Funktion ist und die schlägt, wie Mathematiker wissen bekanntlich alles. Dagegen ist Realwirtschaft chancenlos.

    Da hilft nur Schuldenschnitt gegenüber den Bankstern und Abschaffung des Zinssystems.

    Aber das sollen die Schüler an den Gymnasien nicht merken.

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    Wieviel Konjunktur (Produktion) braucht Deutschland?

    Nicht mehr, als wir bereits haben.

    Denn das BIP Deutschlands beträgt pro Kopf heute schon über 4000 € /Monat. Mehr braucht man zum Leben nicht.

    Das Problem ist nur, dass dies den Deutschen von Banken, ihren Konzernen, Unternehmern und parasitären Migranten gestohlen wird.

    Fazit: Deutschland braucht kein Wirtschaftswachstum, Deutschland braucht eine Beendigung des Betrugssystems.

     

  3. Ja eben, mit der Realwirtschaft hat das absolut nichts zu tun.

    Um es aber nicht so aussehen zu lassen, dass nur eine Klasse im Moment zu den Gewinnern zählt, wird gelogen das sich die Balken biegen. Beschäftigungszahlen super, Wirtschaft super, alles super. Nur merkt das auf der Strasse leider niemand…   

    Ich kenne keinen einzigen Wirtschaftstreibenden mehr, der sich seines Daseins als redliche(r) Geschäftsfrau oder Mann freut. Die Formel lautet: Der doppelte Einsatz für den halben Income.

    Die Quintessenz des Ankaufsprogrammes der EZB lautet – Kaufe reelle Werte in Form von Staatsanleihen. (Reell weil das Volk dafür haftet bzw. es sich um Infrastruktur des Volkes handelt), und gebe dafür wertloses Fiat Money bzw. Giralgeld, also eine große Null, mit der dann die betroffenen Staaten meist nicht einmal mehr die Zinsen der Zinsen ihrer Staatsschulden zurück bezahlen können. Diese Werte werden dann wiederrum von der EZB an diejenigen weiter "verschachert" (Hedgefonds,, Banken) die hinter diesem ganzen Betrugssystem (IWF, Weltbank, Zentralbanken) stehen. Das ist die Umverteilung von fleißig nach reich bei der am Ende des Tages immer nur Einer die Zeche bezahlt. Solange bis nichts mehr da ist zum Plündern!

    Dann muss man nur mehr die von den Eliten so bezeichneten "unnützen Esser" loswerden.

    Und das funktioniert nur, weil die Tatsache auf der das Alles basiert nicht in die Köpfe der Leute will nämlich, dass es ohne ein zahlendes Volk keine Regierungen, keine Parteien, keine Behörden geben würde, kurzum: kein Staatsapperat, denn die staatlichen Organe erschaffen durch ihre verwaltende Tätigkeit keinerlei reelle Werte, sondern sind auf die Finanzierung von UNS angewiesen.

    Wir sind die Einzigen, die reelle Werte erschaffen, deshalb sind wir auch die Einzigen an die sich all diese Parasiten des internationalen Finanzkapitals und der Konzerne andocken können.

    Daher glaube ich: Eher früher als später wird man sich der Entscheidung nicht entziehen können "Mit erhobenen Hauptes dafür einzustehen, aufzustehen und dem System seine Energie zu entziehen, oder auf seinen Knien als Sklave weiter dahin zu vegitieren"!

     

  4. Wirtschaftswachstum ?

    Nur merkwürdig, das beim EU Volk davon nichts ankommt. 

    Seit fast 10 Jahren hören wir auch in Deutschland nichts anderes, aber auch hier geht es für's Volk eher abwärts statt aufwärts !!!

    Nur wenige Bürger profitieren auch von dem Wirtschaftswachstum denn es angeblich geben soll. 

     

  5. Die sofortige Abschaffung des Spielgeldeuros ist unabdingbar

     

    Das vermaledeite Spielgeld Euro entzweit die europäischen Völker mittlerweile schlimmer als es die Glaubensspaltung im XVI. Jahrhundert getan hat. Dinge, die vorher niemanden kümmerten, wie die Überschüsse oder Fehlbeträge in den Handelsbilanzen, die Staatsschulden oder das Renteneintrittsalter, wurden nun zu Zankäpfeln zwischen den europäischen Völkern und der Spaß könnte nun erst so richtig anfangen: Im deutschen Rumpfstaat sind nämlich mit der Alternative FÜR Deutschland die Spielgeldeurofeinde aufgestanden und die Pfarrerstochter vermag sich daher nicht mehr mit ihren Scheinbewahrern als das kleinere Übel zu inszenieren. Bisher hat sie immer dem Toben der bankrotten Delinquenten nachgegeben und artig Ja gesagt, wenn der deutsche Rumpfstaat für deren Schuldenmacherei und Mißwirtschaft aufkommen sollte. Tut sie dies nun weiterhin, so werden sie die Wahlerfolge der Alternative wohl vervielfachen. Verlangt sie echte Anstrengungen und Einsparungen, so begehren die Delinquenten auf.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der des Euro zerstört werden muß!

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