„Wir sind nicht dumm“ – US-Nuklearkommandeur würde Trumps Befehle nicht zwingend ausführen

Der Top-Nuklearkommandeur, Air Force General John Hyten, würde einem Befehl Präsident Donald Trumps zum Abschuss von Atomwaffen nicht Folge leisten, wenn dies seiner Ansicht nach illegal sei.

Von Marco Maier

Vor wenigen Monaten erst sagte der Kommandeur der Pazifikflotte der US Navy, Admiral Scott Swift, er würde dem Befehl eines Atomwaffeneinsatzes gegen China durch Präsident Trump Folge leisten. Immerhin gilt China als jenes Land, welches in absehbarer Zeit theoretisch eine ernsthafte militärische Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen könnte.

Nun kündigte jedoch der Kommandeur des U.S. Strategic Command (STRATCOM), Air Force General John Hyten, bei einer Ansprache am Halifax International Security Forum in Nova Scotia (Kanada) an, einen Atomschlag nicht durchführen zu wollen, wenn dies seiner Ansicht nach ungesetzlich sei. "Ich denke, einige Leute denken, wir seien dumm", sagte er auf eine Frage zu einem solchen Atomangriffsszenario. "Wir sind keine dummen Leute. Wir denken über diese Dinge viel nach. Wenn man eine solche Verantwortung trägt, wie kann man darüber nicht nachdenken?"

Hyten erklärte den Prozess, der auf einen solchen Befehl folgen würde. Als Leiter von STRATCOM ist er die Aufsichtsperson für das US-Nukleararsenal. "Ich berate den Präsidenten, er wird mir sagen was zu tun ist", so Hyten. "Und wenn es illegal ist, raten sie was passieren wird. Ich werde sagen, 'Mr. President, das ist illegal'. Und raten sie, was er dann tun wird. Er wird fragen, 'Was wäre denn legal?'. Und wir werden dann mit Optionen ankommen, mit einer Mischung von Möglichkeiten um was auch immer die Situation ist zu antworten, und das ist, wie es funktioniert. Es ist nicht so kompliziert."

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Hyten betonte, dass er seit Jahrzehnten jährlich im Gesetz des bewaffneten Konfliktes trainiert werde, was auch speziellen Faktoren Rechnung trage, die Legalität zu bestimmen. Eben auch Dinge wie Verhältnismäßigkeit, unnötiges Leiden, Proportionalität und dergleichen. "Wenn man einen ungesetzlichen Befehl ausführt, geht man in den Knast. Man kann für den Rest seines Lebens ins Gefängnis kommen", so Hyten auch zur Begründung, warum er einen solchen Befehl Präsident Trumps unter Umständen nicht ausführen würde.

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14 Kommentare

  1. Es versteht sich von selbst, daß solche schwerwiegende Einsätze abgestimmt werden. Was aber ist, wenn nur noch wenig Zeit verbleibt und es um Leben und Tod geht. Diese Frage wird niemand beantworten können, denn dann entwickeln sich Kräfte in der menschlichen Psyche, die man erst im Nachhinein beurteilen kann, wenn überhaupt.

    1. @Achim,

      "Was aber ist, wenn nur noch wenig Zeit verbleibt und es um Leben und Tod geht.",

      oder wenn es in künstlich angeheizten Phasen zu Irritationen und technischen Ausfällen/Fehlverhalten kommt?

  2. General John Hyten nimmt sich hier sehr wichtig. Er sollte eigentlich wissen, dass das US-Establishment schnell kurzen Prozess macht, wenn eine beauftragte Person nicht die Wünsche des Establishments erfüllt. Mord und Vernichtung ist in diesen Kreisen auftraggebende Alltagsarbeit. Es gibt jederzeit Ersatz für solche Aufgaben. Keine Bange, es hat genug Irre, die das für viel Versprechungen ausführen. Und der Ersatz ist schon längst bestimmt. Das wissen nämlich die Auftraggeber schon lange, dass sie sich allenfalls nicht auf die beauftragte Person verlassen können, dafür hat es x-mal und rasch eingesetzte Nachfolger.

    1. Ja kann passieren. Der Donald handelt immer und erst dannach Denkt er über seine Handlungen nach und Analysiert die Situation. Ist schon interessant und bezeichnend für den Kapitalismus das man mit so einer Methodik Milliardär werden kann.

      Der Dümmste gewinnt wenn er nur auch der aggressivste ist. ???

  3. Uns soll klar gemacht( verdummt) werden, dass China die gößte "Gefahr" aller Menschen darstellt.

    Wir sterben feiwillig, um China, Russland und Europa in die Knie zu zwingen. Wer braucht schon Europa, Russland und China? Hängt alles an einem Faden, macht Konkurenz und kann weg.

     

  4. Wenn die VS-Amerikaner mal wieder dabei sind einen Krieg zu verlieren, wollen sie die Atombombe werfen

     

    Ist das Schlachtenglück einem Volk einmal länger abhold und findet diesen dann ein anderes Mittel, um seinen Feinden zu trotzen, dann wird es dieses immer wieder heranziehen, wenn es wieder einmal eine kriegerische Pechsträhne haben sollte. Bei den alten Römern war dies die Anlage von Verschanzungen, die diesen gegen Hannibal geholfen haben. Bei den VS-Amerikanern dagegen ist es die Atombombe, welche den ihnen die verlustreiche Landung in Japan erspart hat (man beachte hierzu die Vorkämpfe um die Inseln Okinawa und Iwojima). Seitdem verlangen die VSA immer wieder in kriegerischen Sackgassen nach dieser: In Korea beim Kriegseintritt der Chinesen, in Vietnam wegen dem Mißerfolg bei der Freischärler-Bekämpfung und jüngst erst wollte der Busch Junior die mohammedanischen Glaubenseiferer mit Atomwaffen bekämpfen. Wer also mit den VSA Krieg führen sollte, der tut gut daran, sich hinreichend mit Atomwaffen zu versehen, damit die VS-Amerikaner nicht erneut zur Atombombe greifen…

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  5. "Terrorismus ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terrorismus der Reichen", prägnanter als Peter Ustinov kann man es kaum beschreiben.

    Das "Imperium der Kasse" installiert ausschließlich willfährige Erfüllungsgenossen -und falls tatsächlich mal nicht, wird derjenige wie die Sau durch das mediale Dorf des Imperiums getrieben oder direkt "entsorgt"-  für seine Interessen, da wird sich auch ein Mr. Hyten nicht frei von machen können. Und falls die "Reichen" einmal mehr der Ansicht sind, dass ein Krieg ihren Interessen dient, werden sie ihn auch inszenieren und da wird es ihnen wie immer völlig egal sein, wie viele gojim dafür ihr Leben lassen müssen.

  6. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass man im sog. Ernstfall keine Zeit für deratige theoretischen Abwägungen hat. Was will man auch groß die rechtliche Lage prüfen? Ein Atomschlag ist niemals zu rechtfertigen, es sei denn nuklearer Angriff auf das eigene Land steht bevor.

    Solange die USA immer noch die atomare Erstschlagstrategie verfolgen muß man dem General natürlich recht geben! Wie man inszwischen weiß haben die Russen nur 15 Min Vorwarnzeit vor US-Atomraketen, die USA jedoch 30 Minuten. Dieser Zeitvorteil für die USA ist eigentlich das größte Sicherheitsrisiko für die Welt, weil er zu einem atomaren Erstschlag verführen könnte – in der irrigen Ansicht amerikanischer Endzeitstrategen.

  7. Blahblahblah… nat. Nicht. Ebensowenig der vize oder der verteidigungsminister, noch die joint chiefs of staff. Das sytem besteht seit es icbms gibt und wurde exakt dafür eingeführt um einen Schwqchsinnigen Befehl zu verhindern. Erinnery sich eigentlich niemand mehr a Ike Eisenhower der besoffen vom Golfplatz kam und den nuklearangriff gegen Russland befahl? Hat keiner mehr auf dem Schirm? Aber gegen Trump hetzen? Ike verbrachte 10 Stunden eingeschlossen in einem Raum bis man ihn wiieder präsentieren konnte!!! Der US Präsi hat keine verfügungs gewalt für einen erstschlag. Nur wenn der Gegner seine icbms gegen die usa started DANN kann er den koffer öffnen. Blödsinniges shei…gelabere von Leuten die keinen Plan haben wovon sie reden aber Hauptsache irgendwas gegen Trump schreiben.

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