Wiederaufbau: Iraks Öleinnahmen reichen nicht aus

Ein jahrelanges Embargo vor und das Chaos nach dem von den USA durchgeführten Sturz von Saddam Hussein hinterließen einen ruinierten Irak. Die Öleinnahmen reichen für den Wiederaufbau nicht aus.

Von Marco Maier

Der Irak leidet seit Jahrzehnten unter ökonomischen Problemen. Zuerst gab es das von den USA und deren Vasallen verhängte Embargo gegen das Land, weil Saddam Hussein nicht mehr den Iran bekriegen wollte, dann kam der von den USA initiierte Sturz des Staatschefs mittels einer Invasion, was daraufin zu einem innenpolitischen Chaos – samt dem Aufstieg des "Islamischen Staates" – führte. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden im Norden machen es nicht einfacher.

Nun sind zwar die meisten Ölfelder wieder vom "Islamischen Staat" zurückerobert, doch der niedrige Ölpreis sorgt dafür, dass die Einnahmen aus den Verkäufen nicht genug sind, um den Staatshaushalt zu sanieren. Wie Premierminister Haider al-Abbadi betonte, reicht das Geld für eine ausreichende Entwicklung in Sachen Wiederaufbau des Landes nicht aus.

Ohne eine vernünftige und ausreichende Staatsfinanzierung jedoch drohen soziale Unruhen im Irak, der infolge der ganzen Entwicklungen der letzten Jahre quasi ohnehin schon in drei Teile – die schiitische Mehrheit, die sunnitischen Araber und die Kurden – zerfallen ist. Eine gespaltene Gesellschaft, die infolge der Intervention der Amerikaner komplett zu zerbrechen droht. Die niedrigen Einnahmen aus dem Ölgeschäft sorgen hierbei nur für eine Verschärfung der Lage.

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20 Kommentare

  1. Liegts am Ölpreis – oder an den Verträgen von BearingPoint?

    Kurz nach Ende des Krieges gelangten die Verträge an die Öffentlichkeit, die bereits vor dem Krieg von einer Firma namens "BearingPoint" für die Zeit nach dem Krieg ausgeheckt worden waren. Offenbar hatte ein Wisthleblower sie veröffentlicht.

    Die Firma BearingPoint ist eine j ü d ische Unternehmensberatung, die damals von Ari Fleischer geleitet wurde, der Teil der US-Regierung unter G.W.Bush war und der Republican J e w ish Coalition angehört, also offensichtlich aus dem Dunstkreis der AIPAC.

    Diese Verträge sahen vor, dass mit einem Federstrich ein Drittel der gesamten irakischen Ölblase in das Eigentum von Exxon Mobil über geht – einfach so. Exxon Mobil sollte die Gewinne aus diesem Öl auch noch steuerfrei ausführen dürfen.

    Die Verträge hatten den namen "Hydrocarbon-Gesetz" und wurden dem irakischen Parlament vorgelegt.

    Weitere Firmen, die davon profitieren sollten waren: BP, Shell, ChevronTexaco und ConocoPhilips.

    Diese Verträge sind wie alle Verträge der USA mit kolonialisierten Ländern so abgefasst, dass die einheimische Bevölkerung massivst über den Tisch gezogen wird und die Wallstreet-Konzerne die Rohstoffe zum größten Teil stehlen dürfen. Die Regierung vor Ort bekommt ein üppiges Schmiergeld, damit sie bei dem Raubzug kolaboriert.

    Die finanzielle Notlage des heutigen Iraks dürfte also auf diese Ausplünderungsverträge zurück gehen – mit dem viel zu hohem Ölpreis hat das nicht wirklich was zu tun.

    ——————————————

    Man muß sich dabei klar machen, dass J u d e n bei dem Öldiebstahl am irakischen Volk eine Schlüsselrolle spielen. Insofern hat der Haß der Moslems auf J u d e n, der vielfach indifferent als "Antisemitismus" bezeichnet wird, einen sehr realen Hintergrund.

    Wenn also Karl Lagerfeld vor wenigen Tagen den Haß der Moslems anprangert, so schwingt da eine erhebliche Doppelmoral mit.

    Moral ohne Integrität ist Unmoral.

    ———————————————————-

    Die Verträge und die Darstellungen der Rolle von BearingPoint sind aus dem Web fast komplett verschwunden. Offenbar hat die CIA im Web eine umfangreiche Löschaktion durchgeführt.

     

    1. @ Richard

      Danke für die detailliertn Infos

      WUSSTE ZWAR, DASS DER IRAKRIEG UM SEINE ÖLRESERVEN UND ZU WOHL UND SEGEN DES J…….STAATES GEFÜHRT WURDE, aber diese Details sind mir neu.

      BP/shell ist Rothschild (zuammen it den brit. Und NL Royals)  und Cheron/Texaco ist Standard Oil, also Rockefeller.

      In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass die Ölstaaten nur ein Bruchteil dessen zufliesst was die grossen Fördergesellschaften verdienen.

      Einmal, weil Ihne das technische Wissen fehlt um auch nur einen Tropfen Öl aus dem Wüstensand zu förden und andererseits, weil ihnen regelrechte Knebelverträge aufgezwungen werden.

      Kei Wunder, dass der zerstörte Irak den Wiederaufbau nicht selst schultern kann.

      Diesollen mal bei Rothschild/Rockefeller und Israel vorstellig werden zu deren Nutzen und Frommen der Irak platt gemacht wurde.

      1. Saddam Hussein hatte übrigens irakische Ingenieure ausbilden lassen, welche die Ölanlagen unterhielten. Die sind aber nach dem Krieg reihenweise umgebracht worden.

        Offenbar wollte man so den Irak intellektuell ins Mittelalter zurück werfen und von ausländischen Technikern abhängig machen.

        Heute arbeiten im Irak hauptsächlich Ingenieure aus Texas.

      2. Nur kurz geschildert – das irakische Kurdistan unter Präsident Barzani hat 2013 in der Türkei mit Erdogan einen Vertrag abgeschlossen über den Export von irakischem ( !!! ) ÖL in die Türkei.                                                                                                Über eine 2014 fertiggestellte Pipeline , gebaut von Genel Energy (Zentrale in London, CEO EX-BP-Chef Hayward, im Vorstand Nathaniel Rothschild) gelangt das Öl an die türkische Küste ( HafenCeyhan), wird von dort mit Tankschiffen nach Ashod ( Israel ) gebracht. Die Jerusalem Post schrieb im August 2015, dass zwischen Mai und Anfang August ca. 20 Mio. Barrel aus "Kurdistan" exportiert wurden.                                                                                                                                Ähnliches wie in der Autonomen Region Kurdistan spielt sich auch auf den Golan-Höhen ab. Hier fördert Genie Energy (man beachte GENEL und GENIE ), beraten von Dick Cheney, J.Rothschild und R.Murdoch als Finanziers, syrisches Öl.

    2. @ Richard ……… Zum Thema hier ein aufschlußreicher Link :

      file:///C:/Users/Helene/Documents/Politik/auschwitz-oder-das-schweigen-heideggers-roger-dommergue-1990-31-s-text.pdf

  2. Fordert die Nationen die sich am Überfall auf den Irak beteiligt haben zur Wiedergutmachung und Beteiligung am Wiederaufbau auf , Unentgeltlich

    1. @av.berg

      Die sind ja z.t. regelrecht dazu gezwungen worden.

      Nein, die neoCon Ostküsten Mischpoke, welche den Plünderungskrieg geplant und in Gang gesetzt hat, muss ran, ebenso die grossen Profiteure Rothschild, Rockefeller, Hallyburton u.a., die Abermilliarden gescheffelt haben.

      Wenn man den Raubkrieg gegen den Irak aus der Distanz betrachtet, kommt man wieder mal zu dem Ergebnis, dass einzig und allein die "auserwählte" Mischpoke sich am Irakkrieg dumm und dusselig verdient hat und noch weiterhin verdient. Übrigens, wie schon im am. Bürgerkrieg, WK l u. ll.

      Die weissen und schwarzen Goyim Soldaten mussten dafür ihren Kopf hinhalten und mit ihrem Blut bezahlen.

      Die Iraqis natürlich auch – und zwar nicht zu knapp.

      Aber das ist ja nichts Neues. So haben sies immer schon gemacht -seit mehr als 2000 Jahren.

  3. Frau Göring Eckardt hat bereits die Bereitschaft der zukünftigen Bundesregierung erklärt, dem Irak durch massive Geldbeträge unter die Arme zu greifen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte sie, dass sich Deutschland seiner historischen Verantwortung gegenüber dem Irak bewusst sei. Es sei deshalb ein Gebot der Stunde, die irakische Bevölkerung bei dem Auffbau ihres Landes zu unterstützen. Auf die Frage hin, woraus sie diese historische Verantwortung denn ableiten würde, schliesslich war Deutschland an der Zerstörung des Irak nicht beteiligt, entgegnete Frau Göring Eckardt, das dies keine Frage von Schuld oder Nichtschuld sei. Sie sehe Deutschland prinzipiell in der Pflicht, jedem Land oder Volk in einer Notsituation, die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Deutschen sollten doch froh sein, dass sie auf diesem Wege ihre Schuld aus dem zweiten Weltkrieg zumindest geringfügig abbauen könnte. Sie sähe darin eine einmalige Chance.

    1. " Historische Verantwortung gegenüber dem Irak.."   ?????     – Was hat die Frau geraucht, bevor sie einen solchen geistigen Durchfall an die Öffentlichkeit gab?                                                                                                                                           

      1. Es gibt halt Menschen, die müssten eigentlich gar nichts "rauchen", oder einnehmen. Die leben ohnehin in einer Blasen-Welt, von der sie wissen, das diese sofort platzt, wenn sie nicht mit steten Schuldvorwürfen, Verleumdungen sowie Druck, und Drohungen, sich die Bevölkerung gefügig machen. Aus dem größten Tollhaus-Stück, der Nachkriegszeit, nämlich der Flutung, machen die noch eine Sache des "Gewissens". Aber die Statistik lebt. Auch GRÜNE und SPDler, werden von den Folgen, nicht ewig verschont bleiben. Deshalb noch einmal die "Stampede" um jeden Preis eine Regierung zu bilden. Es ist das letzte mal. Danach werden in Deutschland, so oder so, weniger Frauen Politik machen, als sich um den Bart des Propheten kümmern zu müssen. Deutschland hat schwere Schlagseite und ist am kippen.

    2. Was kann man von einer doofen, für eine fremde Macht arbeitende, grünen Politikern auch anders erwarten, als dass sie sich im Schuldkult suhlt.

      Ihr sei der israelische Militärhistoriker, Uri Milstein, anempfohlen, der klipp und klar sagt: "Hitler hat den Krieg weder gewollt noch begonnen!"

      Entsprechende Infos findet man im Internet.

      Aussrdem solle man die strunzdoofe, bösartige Grüne darau hinweisen, dass es unabhängig von der historischen Wahrheit, keine Sippenhaft gibt, auch wenn ihre Auftraggeber das gern hätten und ständig propagieren.

      Schuld ist in unserem westl. Rechtssystem und nach unserem Rechtsempfinden immer INDIIVIDUELL!

      Aber m das zu begreifen, ist die Göring viel zu dumm (oder bösartig).

  4. Herr Maier, berichten Sie doch über das, was in der erdölreichsten Region im Norden Iraks geschieht. Es würde auch erklären, warum da ein neuer Staat entstehen kann . Desweiteren sollte ein brit. Energiekonzern mit bereits jahrelangem "Engagement" in  der Region genannt werden, ebenso wie seine Unterstützung des IS .

  5. Ist es nicht eindeutig :

    Der militärische Agressor und Zerstörer hat für den Wiederaufbau die Kosten zu tragen. Die UNO wäre die Organisation, internationales Recht durchzusetzen.

    1. Das Recht auf freie Rede ist ein unveräußerliches und unschätzbar wertvolles Menschenrecht.

      Jedes Gesetz, das dieses aufhebt ist ein Verbrechen gegen das wir bis zu seiner Aufhebung kämpfen sollten.

      ———————————————–

      Dennoch empfehle ich der Redaktion schweren Herzens das Posting von Batoris zu löschen.

      Dies deshalb, weil angesichts der aktuell verbrecherischen Gesetzeslage die Redakteure Gefahr laufen, aufgrund dieses dort angegebenen Links in Deutschland politische Verfolgung zu erleiden.

      Wir sollten erst den menschenrechts- wie verfassungswidrigen Paragraphen 130 StGB abschaffen und dann erst Gegendarstellungen veröffentlichen. Anders herum funktioniert es nicht.

  6. Das Zweistromland nach seiner Knechtung durch die VSA, eine Nachlese

     

    Die VSA gehen ja immer gerne damit hausieren, daß sie die Länder, die sie geknechtet haben, befreit hätten; und in der Tat wurde das Zweistromland von den VSA befreit und zwar von den materiellen Wohltaten des staatlichen Daseins, nämlich: „Sicherheit der Grenzen, ungestörter friedlicher Verkehr, Rechtsschutz, geordnete Verwaltung“ (wie der selige Theodor Mommsen einmal sagte); außerdem ist unter dem Bombenhagel der VSA und durch den Zusammenbruch der Staatsverwaltung die Infrastruktur zerstört worden, weshalb bis heute die Wasserversorgung nicht instand gesetzt worden ist. Politisch hat der Sturz der alten Regierung das Land dreigeteilt und so stehen sich nun die beiden Hauptsekten des Mohammedanismus und die Kurden höchst feindselig gegenüber und man darf mit dem Ausbruch eines blutigen Bürgerkrieges rechnen, da man die Öleinnahmen eben nicht teilen will und noch weniger die Macht; und dabei sollte das Land einst als Muster für die Umgestaltung des Morgenlandes durch die VSA dienen.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

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