Von Storch: Petry “leidet an völligem Realitätsverlust”

Frauke Petry kann es nicht lassen und mischt sich in interne AfD-Angelegenheiten ein. Beatrix von Storch konstatiert ihr "völligen Realitätsverlust".

Von Michael Steiner

Frauke Petry warf der AfD-Fraktionsvorsitzenden Beatrix von Storch vor, sich dem Thüringer Landesparteichef Björn Höcke "nicht mehr in den Weg stellen" zu wollen, falls dieser tatsächlich für einen Posten im Bundesvorstand bewerben solle. Dabei hatte dieser bereits Anfang des Jahres betont, sich auf Thüringen konzentrieren zu wollen, wo er die AfD bei den Landtagswahlen 2019 zur stärksten Kraft machen wolle.

Nun konterte von Storch in der "Bild" auf die Einmischung Petrys: "Der Fall Frauke Petry ist tragisch. Sie leidet an völligem Realitätsverlust". Es gebe in der AfD "niemanden, der ihre Äußerungen noch ernst nimmt". Denn parteiintern habe sie laut dem Springer-Blatt angekündigt, eine Kampfkandidatur gegen Höcke auf sich zu nehmen, sollte dieser für einen Posten im Bundesvorstand kandidieren.

Höcke selbst gilt in Teilen seiner eigenen Partei als umstritten, weil er streng rechtskonservative Positionen vertritt, sowie – für die Zentristen in der Partei – auch ein Geschichtsbild, welches ihm ein – von Petry & Co angestrengtes – Parteiausschlussverfahren einbrachte, welches jedoch inzwischen beendet wurde. Beim rechtskonservativen Flügel hingegen gilt er als Vorbildpolitiker, der klare Positionen vertritt.

Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Union, SPD & Grüne im Umfragefluss

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

20 Kommentare

  1. Hat diese Frau nicht ihren Austritt aus der AFD erklärt? Jetzt soll sie mal sehen wie sie weiter kommt und die Causa Höcke hat sie nicht mehr zu interessieren, das ist eine interne Angelegenheit der AFD und die werden schon wissen, wie sie damit umgehen. Da sich niemand mehr für sie interessiert versucht sie nun über Erklärungen zur AFD im Gespräch zu bleiben, das wird ihr aber nichts nützen, denn nach Ablauf ihres Abgeordnetenmandates verschwindet sie ehedem aus der politischen Landschaft und das ist richtig so.

    1. […] die Causa Höcke […]

      Was für ein verschwurbelter Ausdruck. Bäh!

      Das kann man auch in Deutsch formulieren. 🙂

      Ts, ts immer dieser in der Schule anerzogene Gebrauch von Latinismen…

      1. Welche "Causa Höcke"? Das ist kein Kriminalfall! Noch sind wir nicht soweit, daß einer der nicht linksinternationalistisch ist als "Krimineller" zu betrachten ist!

          1. Die Bezeichnung Causa wird vor allem bei  Rechtssachen verwendet daher ist sie auch bei Politikern gebräuchlich die die politischen Konkurrenten in die Nähe der Kriminalität rücken wollen. Darauf hat mein Kommentar abgestellt!

    2. Genau erkannt, Achim !

      Madame sieht ihre Felle wegschwimmen und macht auf Trittbrettfahrer. Die braucht mal eine eindeutige Absage bzw. einen Fahrscheinentzug.

      Die Mischpoke hat auf's falsche Pferd gesetzt, die ehemalige AfD-Frontfrau ist Schnee von gestern. Jetzt sitzt sie am Rand und keift wie ein Pinscher.

  2. Das demokratische nationalrechte Gesinnungsspektrum ist in der Demokratie ein völlig legitimes. Wenn man sich ständig von den internationalen Linksextremisten die politische Moral diktieren läßt befördert man eine Entwicklung hin zur unmoralischen und wie man weiß auch gewalttätigen, linksfaschistischen Einheitspartei!In Deutschland sind in den letzten Jahren gefährliche politische Veränderungen in diese Richtung vorsichgegangen und haben im Land bereits irreparable Schäden angerichtet! Es ist daher absolut notwendig sich dem linken Gesinnungsterror endlich entgegenzustellen und dafür einzutreten wieder normale demokratische Verhältnisse  herzustellen und sich nicht innerparteilich spalten zu lassen weil man sich dem Diktat der linken deutschen Einheitspartei unterwirft. Höcke sollte daher kandidieren und eine klare demokratische innerparteiliche Richtungsentscheidung getroffen werden. Es ist lächerlich anzunehmen, daß das Thema vom Tisch ist wenn man verhindert, daß er antritt! Wer parteiintern demokratisch zu unreif ist eine solche saubere Entscheidung zu akzeptieren  der sollte die AfD verlassen und sich irgendwo altparteilich organisieren!

  3. Tragisch – das ist wohl der passende Ausdruck.

    Sie hat so viel Talent und vergeudet es jetzt durch Querschüsse gegen die für Deutschland so wichtige AfD.

    Damit wird sie für das Wohl Deutschlands kontraproduktiv.

    ————————————————

    Stichwort Neuwahlen:

    Sollte es dazu kommen, wird Petry nicht mehr im neuen Bundestag sitzen, da sie so schnell mit ihrer neuen Partei keine 5% zusammen bekommt. Ihre Politkarriere dürfte damit aller Wahrscheinlichkeit nach zuende sein.

    —————————-

    Sie hat eine prima Ausbildung in Chemie. Sie sollte in dem Bereich einen Neuanfang versuchen. Es gibt da so viel zu entdecken. Z.B. neue Techniken zur Meerwasserentsalzung. Wobei ich vermute, dass man da Physik- und Chemie-Techniken zusammenbringen sollte.

    Da kann sie ihr zweifellos überdurchschnittliches Talent ausleben.

    1. Das geht doch nicht. Scheinbar hat sie sich längst der Mischpoke verraten und verkauft, jetzt heißt es für sie ranklotzen, ansonsten ist Ebbe in der Kasse. Ja, ich glaub auch, dass sie eine tragische Gestalt im Machtkasino wird.

    1. "felsenfest" – auf welchem Felsen steht denn diese so "totsichere" Erkenntnis?

      Haben Sie dafür einen unumstößlichen Beweis…

      …oder ist das eine restlos substanzlose Phantasie, bei der der Wunsch der Vater des Gedankens war?

  4. Wow, neuste Nachricht : ntv: 

    Altkanzler Schröder hatte eine Erleuchtung, er kritisiert die SPD -Flüchtlingspolitik scharf .

    Tja, leider zu spät !!!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.