Armeesprecher Generalmajor James B. Jarrard sprach erst von 4.000 US-Soldaten in Syrien, revidierte 30 Sekunden später jedoch die Anzahl auf 500. Was denn nun?

Von Marco Maier

Der Einsatz von Bodentruppen in Syrien ist auch in den Vereinigten Staaten weiterhin heftig umstritten. Doch wie viele von ihnen befinden sich tatsächlich (illegal) in dem vom Krieg zerrissenen Land? Offenbar ist man sich seitens des Pentagons nicht sicher, welche Anzahl man der Öffentlichkeit nennen soll, um laufende Geheimoperationen nicht zu gefährden.

So sagte der Armeesprecher Generalmajor James B. Jarrard bei einem Pressebriefing: "Ich denke, da sind gerade jetzt etwas mehr als 4.000 US-Soldaten in Syrien, welche die Bemühungen gegen Daesh unterstützen und die SDF unterstützen." Ein Reporter fragte: "Sie haben also 4.000 US-Soldaten ins Syrien, aber ich dachte dass öffentlich, zuvor die Anzahl bei 1.000 lag. So, das wären vier mal so viele – gut, es waren aktuell 500, aber Sie sagen 4.000 US-Soldaten are derzeit in Syrien?" Daraufhin der Sprecher: "Ich möchte mich entschuldigen, ich habe mich versprochen. Es sind in etwa 500 Soldaten in Syrien". Woraufhin die Presseleute in Gelächter ausbrachen.

Wird die Öffentlichkeit hier wieder einmal belogen? Immerhin befinden sich – nach einer "Richtigstellung" – auch deutlich mehr US-Soldaten in Afghanistan als es lange Zeit offiziell hieß. Ebenso wird über die US-Militärpräsenz in Afrika debattiert – ein verdeckter Krieg, der in der Öffentlichkeit kaum aufscheint. In Syrien dürfte man wohl mehrere Geheimoperationen durchführen, weshalb man mit den Zahlen für die Bürger vorsichtig ist.

Loading...

Unterstützen auch Sie uns mit einer Spende. Vielen Dank!

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

7 thoughts on “US-Soldaten in Syrien: 4.000 oder doch nur 500?”

  1. Syrien ein Zankapfel

     

    Mögen die Anhänger des neumodischen Eingottglaubens auch noch so steif und fest behaupten, daß es die Göttin der Zwietracht nicht geben würde, so hindert dies die Eris doch nicht ihre Zankäpfel unter die Menschenkinder zu werfen. Mit Syrien ist ihr dies mal wieder meisterhaft gelungen und man fragt sich bisweilen, warum sich die VS-Amerikaner, Saudis, Türken mit den Russen und Persern so verbissen um das arme kleine Land streiten. Eine Möglichkeit das Rätsel zu lösen, wäre das liebe Erdgas. Beide Seiten wollen nämlich durch Syrien vom persischen Golf eine Erdgasleitung nach Europa bauen. Ganz sicher kann man sich da aber nicht sein, weil die Saudis ihre Leitung theoretisch auch durch das Gebiet des Levanteengels bauen könnten – weiß doch mittlerweile ein jeder, daß die beiden Delinquenten miteinander gegen die Perser unter einer Decke stecken. Wir dürfen daher wohl noch eine gute Portion Glaubenshaß und Vorherrschaftsstreben mit dazu rechnen, um aus dem ganzen Unfug schlau zu werden…

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

    1. Gerne vergessen wird der Aspekt, dass Israel Kontrolle in der gesamten Region will und dieser Wille Plicht für die westliche Militärmaschinerie sein muß .

  2. Ob 500 oder 5000 Fakt ist, sie sind ohne jedes Mandat in diesem Land. Sie sind ganz dreckige Aggressoren. Was eigentlich wirft die USA der deutschen Wehrmacht vor? Sie ist keinen deut besser, geschweige anders. Sie besetzen das Land mit einer gewählten Regierung, die nichts anderes will, wie den Frieden im Land wieder herzustellen. Was die eigentliche Pflicht einer jeden Regierung gegenüber seinem Volk ist.

    Wer glaubt die USA wär dort um den IS-Terror zu bekämpfen der sollte seinen Nuckel endlich in den Mülleimer werfen. Vor 14 Tagen wurde ein IS-Waffenlager ausgehoben, voll mit NATO-Waffen modernster Bauart. 6 Tage dauerte der Abtransport. So sieht Terrorbekämpfung a la Nato aus. Verlogenes Saupack!

  3. 500 , 4000  ist doch fast das Selbe und klingt doch auch gleich  🙂 !!

    Tja, da hat der Herr Jarrard scheinbar unfreiwillig die Wahrheit gesagt, bei seinem "Versprecher".

    (Interssant ist nur, das wieder keiner von den Gutmenschen zu hören ist, der das hinterfragt und das völkerrechtswidrige Vorgehen und die Verbrechen, der USA, anprangert?! Wo sind sie nur wieder?)

    Selbst in den ÖR wird kein Geheimnis mehr draus gemacht und gesagt, das die Terrori … äääh "Rebellen", von der US-Armee und deren Generälen, am Boden/vor Ort, geführt werden.

    Unabhängig davon wird man nie die wahre Anzahl wissen, da Spezialeinheiten und vor allem die privaten (US)Söldner nie genannt/mitgezählt werden. 

    Das "Auslagern" von Mensch und Material, ist gerade bei den USA und deren Behörden/Geheimdiensten und Militär schon lange schwer in Mode, denn so begehen vermeintlich private Leute und Unternehmen, am Kongress vorbei, Straftaten, für die zudem kein Politiker zur Verantwortung gezogen wird (siehe z.B. Irak, oder Sn..wden der ja auch in einer "Firma" für die NSA arbeitete)

     

     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.