“Unnötig”: EZB will Einlagensicherung abschaffen

Wie die EZB in einem "Meinungspapier" mitteilte, sieht sie die Einlagensicherung bei den Banken als nicht mehr notwendig an. Kleinsparer und Kleinunternehmer sollen gefälligst für das Missmanagement der Banken bluten.

Von Marco Maier

Geht es nach der Europäischen Zentralbank (EZB), soll die Einlagensicherung, welche bislang Guthaben bis zu 100.000 Euro absichern soll, fallen. Die Sparer sollen damit im Falle einer Bankenpleite gefälligst faktisch vollumfänglich am Bail-in beteiligt sein und dafür finanziell bluten müssen.

So schreibt die EZB, dass die Einlagensicherung nicht mehr länger notwendig sei, stattdessen sollte diese durch "beschränkte Ausnahmen" ersetzt werden. Oder wie es im Bankerjargon heißt, soll "während einer Übergansperiode Depositoren Zugang zu einer angemessenen Summe ihrer gedeckten Einlagen" erhalten, um "die Lebenshaltungskosten für fünf Werktage auf Anfrage decken zu können".

Ziel ist es, so auch Kleinsparer möglichst umfangreich zur Kasse zu bitten, wenn deren Bank in finanzielle Turbulenzen gerät. So sollen einerseits die Auswirkungen von Bankenpleiten auf die restliche Finanzindustrie reduziert werden, andererseits sollen so auch die Steuerzahler nicht für das Missmanagement der Banker aufkommen müssen.

Es wird angesichts der EZB-Politik in der Eurozone auf jeden Fall noch sehr "interessant". Das was heute eine "Meinung" der Zentralbanker ist könnte morgen schon zu einer Tatsache avancieren. Und wenn dadurch nicht nur Kleinsparer sondern auch kleine Unternehmen finanziell vernichtet werden – wen interessiert das in den gut dotierten EZB-Chefetagen schon?

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14 Kommentare

  1. Wenigsten sagen sie es unverblümt!

    Obwohl ich glaube, daß auch das die Masse demütig schluckt, weil sie nicht begreift, was es bedeuted bzw. in ihrer Fantasielosigkeit nicht vorstellen kann, daß man so etwas tatsächlich tut, weil die Mehrzahl der Menschen dies auch nicht praktizieren würde!

    Und da liegt der Fehler der Denkweise des Normalbürgers!

    Wir haben es da oben nicht mit Normalbürgern zu tun, sondern mit Wesen, die sich der Hölle verschrieben haben und gerade dabei sind, eine Dependance derselben auf der Erde zu errichten!

    Die Menschen sind schon so über Jahrhunderte gedemütigt worden, daß das epigenetische Ergebnis eine willenlose Stockholmgeisel ist, die ihre aufoktroyierte Rechtlosigkeit als völlig normal ansieht und ihren Lebenssinn darin sucht, die Vorgaben ihrer Peiniger möglichst perfekt zu erfüllen!

    Die Bewerbungsmappe als eine potentielle Konzern und Bankengeisel kann nicht jobgerechter sein und versetzt die Personalchefs dort in ekstatisches Entzücken!

  2. Da könnte er auch sagen : "Eure Steuern sind schon anderweitig verplant, jetzt fehlt uns noch euer Buchgeld !" und "in fünf Tagen werdet ihr eure Beerdigung ja wohl organisieren können !"

    1. buchgeld? das ist bußgeld, bußgeld dafür, das wir existieren , als arbeiter, als dahinvegetierende , zu denen uns das kapital machen möchte

      1. Dieser EZB-Machttempel in Frankfurt, der ja wie alle Tempel dieser Art hoch hinaus ins Reich Gottes zeigt, bräuchte eigentlich nur noch einen adäquaten "Antrieb" um ihn seiner Bestimmung zuzuführen.

  3. Wenn dies durchkommt, dann koennen die Banken ruhig Pleite gehen. Bezahlt vom Kleinsparar. So werden die Schulden und Guthaben niveliert. Gegenmassnahme: Guthaben von den Banken ABZIEHEN!!! Sonst….

  4. Hielt ich für ne vernünftige Massnahme. Ist eh ne Illusion. Kein Mensch bei Verstand kann derlei Summen Garantieren zumal es nicht mehr wär als ein weiteres Aufblasen einer riesen Schuldenblase die alles unter sich erdrücken würde.

    Was die EZB da macht ist Einsicht in die Notwendigkeit zu zeigen. Die Alternative ist nämlich völliges Systemversagen.

  5. Warum auf die EZB warten? Einfach von heute auf Morgen zur Bank gehen, sämtliche Vorsorgen und Versicherungen kündigen und das Konto leeren.

    Dann ab zur Zulassungsstelle und das Auto abmelden.

    Anschließend zuhause bleiben und einfach nicht mehr arbeiten gehen + massive Steuerverweigerung.

    Wenn das nur einige 100.000 machen würden, wäre innerhalb von 48Stunden in Deutschland völliger Stillstand, das System würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und die Rautenregierung hätte ganz andere Probleme als Jamaika, Steuererhöhungen und Rentenreform.

    1. Genau, das wäre eine Lösung und DAS Druckmittel schlechthin – wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre !

      Es gibt diese einigen 100.000 nicht !

      Das kannste denen auch nicht beibringen und deshalb drehen wir uns hier im Kreis, wir sind unser eigenes Echo !

  6. Also ich bin es jetzt schon leid, den Banken quasi kostenlosen Kredit zu geben. Also wenn das kommt, hebe ich Alles ab und lagere es irgendwo anders ein. Und ich kann nur hoffen, das das Jeder hier genauso macht.

  7. Die sofortige Abschaffung des Spielgeldeuros ist unabdingbar

     

    Das vermaledeite Spielgeld Euro entzweit die europäischen Völker mittlerweile schlimmer als es die Glaubensspaltung im XVI. Jahrhundert getan hat. Dinge, die vorher niemanden kümmerten, wie die Überschüsse oder Fehlbeträge in den Handelsbilanzen, die Staatsschulden oder das Renteneintrittsalter, wurden nun zu Zankäpfeln zwischen den europäischen Völkern und der Spaß könnte nun erst so richtig anfangen: Im deutschen Rumpfstaat sind nämlich mit der Alternative FÜR Deutschland die Spielgeldeurofeinde aufgestanden und die Pfarrerstochter vermag sich daher nicht mehr mit ihren Scheinbewahrern als das kleinere Übel zu inszenieren. Bisher hat sie immer dem Toben der bankrotten Delinquenten nachgegeben und artig Ja gesagt, wenn der deutsche Rumpfstaat für deren Schuldenmacherei und Mißwirtschaft aufkommen sollte. Tut sie dies nun weiterhin, so werden sie die Wahlerfolge der Alternative wohl vervielfachen. Verlangt sie echte Anstrengungen und Einsparungen, so begehren die Delinquenten auf.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der des Euro zerstört werden muß!

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