Trump offen für Begegnung mit Nordkoreas Kim Jong Un

Trump sagt andererseits, dass es viel zu früh ist für solche Gespräche.

Von Jason Ditz / Antikrieg

In einem der ersten Interviews seiner öffentlichkeitswirksamen Pazifikreise, um über die Möglichkeit eines Krieges mit Nordkorea zu sprechen, sagte Präsident Trump, dass er "sicher offen sei" für ein Treffen mit Nordkoreas Kim Jong Un.

Trump fügte hinzu, dass, auch wenn er dazu bereit sei, "wir sehen werden, wohin der Weg führt, ich denke, dass es für solche Gespräche noch viel zu früh ist". Diese Äußerungen stehen in krassem Gegensatz zu Trumps anderen Stellungnahmen zu Nordkorea, sowohl im Vorfeld der Tournee als auch generell in den vergangenen Monaten.

Schließlich geht es bei dieser Tournee darum, zu erklären, dass für die Welt in Bezug auf Nordkorea "die Zeit knapp wird", und das lässt sich nicht wirklich leicht mit Trumps Behauptung vereinbaren, dass es für direkte Gespräche "viel zu früh" sei.

Obendrein hat Präsident Trump die Idee der Diplomatie mit Nordkorea lange Zeit als "Zeitverschwendung" verspottet, während die USA seit Monaten in aller Stille direkte Gespräche mit Nordkorea geführt haben.

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7 Kommentare

  1. Bewunderswert ist der Donald…. In seinem Alter so viele Spagate zu schaffen, ist schon eine Leistung. Wie lange es noch gut geht mit seiner Schaukel-Politik ist schwer abzuschätzen. Er wird sicherlich alles tun, um seine Hausfeinde in Schach zu halten.

  2. Trump scheint zu erkennen, dass ein Krieg mit Nordkorea -atomar als ach konventionell-ausscheidet. Es sind einfach zu viele Imponderabilien zu beachten, ist Kim alleinstehend oder stecken  möglicherweise China oder sogar auch noch Russland hinter ihm. Man könnte sich vorstellen, dass diese Länder gegen einen die USA ausblutenden konventionellen Krieg nichts hätten. Ein Atomkrieg kommt mE wegen der Nähe zu anderen Staaten ohnehin nicht in Betracht oder würde dann flächendeckend wirken. Bleben  Diplomatie oder Sanktionen übrig. Die Sanktionen wird Kim  durch seine Nähe zu China und Russland wegstecken. Diplomatie? Due Bevölkerung von Südkorea und Japan sollen  Die USA auch nicht gerade lieben, oft ist das asiatische Blut näherliegend als das verrohte Amerika. Was will Trump dann mit Kim besprechen?

    1. Ich denke dasselbe belamglose gewäsch was er auch sonst so von früh bis spät tweetert. Mehr hat er nicht zu sagen.

      Korea ist der anfang vom niedergang der USA. Ein wiedervereintes Korea bedeutet das die beiden Leistungsbilanz stärksten Länder der Erde (China und Korea) unabhängig und ohne US Einfluss sind.

      Der Donald ist bereits so verzweifelt in seinen Bemühungen das zu verhindern das er sogar Hilfe bei Putin sucht.? Er denkt wirklich er könnte die Historische Rivalität Chinas und Russlands nutzen um Amerika mit Hilfecdes Kreml ein für allemal zur Nummer 1 in der Welt zu machen.? Wie verzweifelt muss er sein. So kurz vor der Götterdämmerung.

      Kein Zweifel, die Saudis werden ihren Wohlstand opfern müssen. Ist nix persönliches. Amerika braucht alle Resourcen für das Spiel in Südostasien. Es wird existenziell, für die ehemals alleinige Supermacht. Der neu Platz in der Welt deutlich ungemütlicher.

    2. @ Otto

      Oh, da gibt es viel zu besprechen. Es gibt in Nordkorea z.B. billionenschwere Rohstoff-Vorhaben, u.a. seltene Erden, die für die Elektronik-Industrie überlebenswichtig sind.

      Trump wird – wie in solchen Sachen geübt – Druck aufsetzen, um dort abzuräumen. Da kann man aber jetzt schon vorhersagen, dass sich der koreanische Jungspunt vom alten Opa Trump nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Und was Trumps Hintermänner dazu meinen, interessiert Kim einen feuchten Dreck. Der weiss, wo er steht und geht keinen Jota zurück, an dem beisst sich der erpresserische Trump samt seinen Hintermännern die Zähne aus. Und für Russland und China, die sich im Ernstfall einschalten würden, ist dieses Streitkonzert eine beobachtenswerte Episode, an dem sie ihre Strategien treffsicher ajustieren können.

      Anders ausgedrückt, die USraelis haben im asiatischen Raum nichts mehr zu melden, da helfen auch nicht ihre Verbündeten, die die Amis sowieso nicht mögen.

  3. Die beiden Komiker würde ich gern 'mal auf einer Bühne sehen.                                                                                                        Es wird in letzter Zeit viel über die Rohstoffvorkommen ("seltene erden") gesprochen, die unter koreanischem Boden lagern. China hat bislang ein Monopol auf diese raren Metalle. Die Art von Handel, die vom "Demokratiebringer" USA bevorzugt wird (plündern), läßt sich mit China nicht umsetzen. Mit Korea wird Handel aufgrund des Embargos für die westliche Wertegemeinschaft unmöglich gemacht. Gelingt es China mit Kim handelseinig zu werden und Zugriff auf die für die IT-Industrie so notwendigen Bodenschätze zu bekommen, hat China eine große Trumpfkarte in der Hand.

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