Saudi-Coup: Kronprinz lässt 800 Milliarden Dollar konfiszieren

Mohammed Bin Salman entledigt sich seiner Gegner und sorgt gleichzeitig dafür, mit deren Vermögen die Staatskassen wieder aufzufüllen. Immerhin müssen seine ambitionierten Pläne auch irgendwie finanziert werden.

Von Marco Maier

Die Verhaftungswelle bei den saudi-arabischen Eliten, veranlasst durch Kronprinz Mohammed Bin Salman und gedeckt durch seinen Vater, König Salman, diente nicht nur dazu, seine Macht im wahhabitischen Königreich zu festigen, indem er sich seiner potentiellen Gegner entledigt, sondern wohl auch dazu, wieder frisches Geld in die infolge des niedrigen Ölpreises angeschlagenen Staatskassen zu spülen.

Immerhin gehören mit Prinz Alwaleed, Mohammed Al Amoudi, Saleh Kamel und Nasser Al Tayyar auch vier der reichsten und einflussreichsten Geschäftsleute des Landes zu den Opfern der Maßnahme zur Konsolidierung der Macht des künftigen Königs von Saudi-Arabien. Alleine sie zusammen haben ein Vermögen von rund 33 Milliarden Dollar angehäuft, welches nun in den Staatsbesitz überging.

Allerdings war dies noch lange nicht alles: Insgesamt wurden die Bankkonten von mehr als 1.200 Saudis eingefroren – und immer mehr sind davon betroffen. Laut dem "Wall Street Journal" sollen Bargeldreserven und Anlagen im Wert von rund 800 Milliarden Dollar beschlagnahmt werden. Die Logik dahinter ist klar: Ohne Geld haben die potentiellen und tatsächlichen Gegner Mohammed Bin Salmans eine geringere Chance, ihn vom Thron zu stürzen.

Vor allem jedoch kann der Kronprinz mit diesem Geld seine ambitionierten Pläne zum wirtschaftlichen Umbau des Landes deutlich intensiver vorantreiben, ohne dabei zu sehr in die finanziellen Anlagen seines Landes greifen zu müssen. Dennoch: Die nächsten Wochen und Monate werden – auch angesichts der zunehmend kriegerischen Rhetorik der Saudis gegenüber dem Iran – auf jeden Fall noch spannend.

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17 Kommentare

  1. Man könnte meinen: Der versteht sein Handwerk. Wenn er was macht, macht er's richtig !

    Selbstverständlich hat er dabei östl. Berater, nicht das jemand auf die Idee kommt Araber seien klug.

  2. So eine Verhaftungswelle und Säuberungsaktion wäre in Deutschland und ganz Europa auch dringend nötig  – aber leider fehlt uns dafür der richtige Prinz oder König/in ! 

     

    1. Auch wenn das einfach Raub ist, was der Mohammed Bin Salman macht, so trifft er doch eher die Reichen, während die BillionenEuroProduktion der EZB die Reichen stützt und den Armen das Leben verteuert .

      1. @ Asco vom Berg

        Da ich Royalist bin, hätte ich nichts dagegen, sofern er deutschen Geblüts wäre.

        Dann hätten wir garantiert nicht diese Zustände, wie wir sie heute haben.

        Aber die satanische Elite hat es ja geschafft, durch Verrat, List und Tücke den Blutadel durch den (j….n) `Geistesadel`zu ersetzen.

        1. "Royalist" und "Blutadel" ???

          Unser royaler Blutadel bestand aus Inzüchtlern, was'n Glück dass wir das hinter uns haben !

          neeneenee, die royale Nummer garantiert alles, aber keine geistige Entwicklung der Eliten.

          Richtig ist : wir hätten nicht diese Zustände ! … dafür aber andere !

  3. Na, ja, die krypto-j…..n Royal Saudis sind clever, die wissen genau wie man an anderer Leute Geld kommt.

    was mich echt wundert, ist die Tatsache, dass es in Saudi Arabiennoch nicht zu einem breiten Aufstand gegen die Usurpatoren aus Basra am Persischen Golf gekommen ist.

    Denn es dürfte in Arabien ein offenes Geiheimnis sein, WER unrechtmässig auf dem Hedschas Thron sitzt.

    Kann man mit Leichtigkeit recherchieren.

     

     

     

     

  4. Was sollte uns das jucken, welcher von diesen Arabern fortan die bei uns eingesackten Öl-Dollars und Dividenden aus Industriebeteiligungen hortet ???

    Das Geld der Araber ist unserem eigenen Wirtschaftskreislauf entzogen. Nur dieser Fakt ist relevant. Ob Salim, Alibaba oder Bimbo es nun hat, spielt für uns keine Rolle.

    Weg ist weg!

  5. Die saudischen Ölgötzen stürzen sich wohl selbst ins Verderben

     

    Das Vorgehen der saudischen Ölgötzen ist höchst verworren: Zwar leben diese selbst in Ausschweifung, Luxus, Wollust und Laster, aber ziehen doch überall die mohammedanischen Glaubenseiferer mit üppigen Gaben groß. Deren Sieg aber bedeutet notwendig den Sturz der Saudis, da deren Verfehlungen wohl bekannt sind und sich im Saudiland die beiden Hauptheiligtümer des Mohammedanismus befinden und es daher die Eiferer niemals nicht dulden werden, daß bigotte Heuchler dort herrschen. Eigentlich müßten also die Saudis religiöse Toleranz, Aufklärung und Vernunft predigen lassen. Denn es fiele ihnen leicht nach Art der VS-amerikanischen Reichen zu herrschen, die dem dortigen Volk ihre Handpuppen zur Wahl stellen und selbst im Verborgenen herrschen. Mit den Eiferern aber ist nicht gut Kirschen essen. Es wird zwar gemunkelt, daß die milden Gaben für die Eiferer von den Saudis als Schutzgeld bezahlt würden. Ein solches Tun wäre aber noch verworrener, da man so einen unversöhnlichen Feind stärkt.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  6. Nach der Methode des Kronprinzes könnte man weltweit noch einige andere Superreiche und Strippenzieher quasi über Nacht entmachten. Sowas muß blitzschnell gehen, nicht nur Konten einfrieren, sondern Vermögen konfiszieren, Börsenhandel für ein paar Tage aussetzen usw. Paralell dazu Razzien und Verhaftungen. Denn nur so bekämft man die Mafia…

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