Herbizid

Monsanto: Massive Probleme mit anderen Chemikalien

Nicht nur mit RoundUp hat Monsanto Probleme, nun geraten auch das Herbizid Dicamba und das Pestizid NemaStrike in die Schlagzeilen.

Von Marco Maier

Man muss sich die Frage stellen, ob Bayer mit dem Kauf von Monsanto tatsächlich einen Glücksgriff machte. Der wegen seiner Pestizide, den GMO-Saaten, sowie den Geschäfts- und Forschungspraktiken umstrittene Konzern sieht sich nicht nur mit wachsenden Einsatzverboten von RoundUp (Glyphosat) konfrontiert, auch das Ersatzherbizid Dicamba sorgt nun für negative Schlagzeilen.

So berichtet Reuters: "US-Farmer überschütteten die Staatsregierungen mit tausenden von Beschwerden wegen Ernteschäden die mit neuen Versionen von Unkrautvernichtungsmitteln verbunden werden". Demnach setze Monsanto auf Herbizide die eine Chemikalie namens Dicamba benutzen – sowie auf Saatgut, welches dagegen resistent ist. Ziel sei es, die Sojabohnenproduktion der Vereinigten Staaten (immerhin der weltweit zweitgrößte Exporteur) zu dominieren.

Inzwischen beschweren sich die Regulatoren der Bundesstaaten darüber, dass sie alleine in diesem Jahr so viele Beschwerden erhielten, welche inklusive Tests und Untersuchungen für vier Jahre Arbeit sorgen. "Wir haben nicht die Mitarbeiter um fähig zu sein, 400 Untersuchungen in einem Jahr durchzuführen, plus die ganze andere benötigte Arbeit zu machen", so der Direktor der Plant Industries-Abteilung des Agrarministeriums von Missouri, Paul Bailey. Bis zum 15. Oktober seien alleine in diesem Jahr in Zusammenhang mit Dicamba von den Bundesstaaten 2.708 Untersuchungen eingeleitet worden.

Nicht viel besser sieht es beim Pestizid NemaStrike aus, welches vor allem Würmer töten soll, welche die Ernteerträge bei Mais, Sojabohnen und Baumwolle reduzieren. Allerdings hat diese Chemikalie eine andere Nebenwirkung: schlimme Hautausschläge – und das bei immer mehr Fällen. Beschönigend heißt es seitens Monsanto: "Es gab wenige Fälle von Hautirritationen, inklusive Ausschläge, die mit dem Gebrauch und der Anwendung dieses Saatgut-Behandlungsmittels auftauchen".

Man fragt sich schon, was die Landwirte dazu treibt, die ganzen Pflanzen die schlussendlich auch für den menschlichen Verzehr gedacht sind, derart mit Chemikalien vollzusprühen. Braucht man wirklich derart großflächige Monokulturen, welche die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten und -schädlingen begünstigen?

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8 comments

  1. Hat Bayer Monsanto tatsächlich schon gekauft ? Monsanto steht für eine Welt, in der die Ausschaltung jeder Individualität durch totale Normung stattfindet , für Massenproduktion um jeden Preis und eben auch um den Preis, Menschen zu vergiften und hoch bedenkliche Nahrungsmittel auf den Makt zu bringen .

    Es ist die direkt Linie zur Poltik zu ziehen , die züchterische Vereinheitlichung und Normierung , Intergration, Kontrolle der Wissenschaft und der Veröffentlichten Meinung .    — ein Sterben der Vielfalt bei Tieren und bei Pflanzen und bei Kulturen .

  2. Sollen se Bayer auf 100 Milliarden verklagen und anschließend ökologisch anbauen. Ist für alle, einschl. das Ökosystem, am besten. Qualitativ hochwertige Nahrung gibt's nunmal nicht für 49Cent pro Kilo.

  3. Volker Spielmann

    Ackerbau und Viehzucht sind nicht das Bankgewerbe!

     

    Im Hinblick auf die Landwirtschaft sollte sich der Staat keinesfalls dieselbe Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit erlauben, wie er dies beispielsweise im Finanz- und Bankengewerbe getan hat! Denn einen Zusammenbruch des Weltfinanzmarktes übersteht der Staat ohne Mühen, doch ein Zusammenbruch des Agrarmarktes dagegen nicht; noch heute zeugt der Fall des Alten Reiches in Ägypten davon, was einer Gesellschaft widerfährt, die ihre Menschen nicht mehr ernähren kann. Es ist also unter allen Umständen darauf zu achten, dass die lebensnotwendigen Agrarprodukte möglichst im Land hergestellt werden, dass die Bauern einen Nettoverdienst von Facharbeitern haben und das hiesige Kulturland erhalten bleibt. Denn im Bezug auf Ackerbau- und Viehzucht sollte man sich nicht von den einfältigen Freihandels- und Marktdemagogen leiten lassen, denn hierin gibt es keine Gegenmittel mehr, wenn einmal die Versorgung zusammengebrochen ist.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  4. In dieser Hinsicht befinden wir uns in einem Teufelskreis. Auf der einen Seite verhindert die Schädlingsbekämpfung Mißernten und auf der anderen Seite vernichtet sie viele Arten, was widerrum Grundlage vieler anderer Lebewesen ist. Eigentlich ist die derzeitige Lage fast hoffnungslos, es sei denn, man geht rigoros des eigenen Lebenserhaltes wegen gegen Entwicklungen vor, die sich im Resultat langfristig ebenfalls gegen das Leben richten. Da größte Problem ist die Bevölkerungsexplosion und es müßte eigentlich selbst für den Laien verständlich sein, daß der Planet nur für eine bestimmte Anzahl von Individuen vorgesehen ist, vergleichbar mit einem Wohnzimmer, was vielleicht für 4 – 5 Personen angenehm erscheint, würden aber 20 darin wohnen müssen, wäre es unerträglich und bei 30 Personen mörderisch. Wenn wir es nicht schaffen unter ökologischen Gesichtspunkten unsere Umwelt und Ernährung sicherzustellen, auch wenn es mit mehr Schweiß und Verzicht verbunden ist, dann wird dieser Erdball kollabieren, aber nur dahin, daß sein Hauptfeind im biologischen Sinne sich selbst vernichtet um dann anschließend wieder von vorne zu beginnen. Das war schon oft so in der Entwicklung der Erde wo ganze Populationen aus unterschiedlichen Gründen ausgelöscht wurden und jedesmal folgte ein Neubeginn, es sei denn, die Erde trudelt aus ihrer Bahn und folgt dann einem ähnlichen Schicksal wie der Mars.

     

  5. Monsanto sollte die USA flächendeckend mit RoundUP "vorglühen" dan mit dauersalven von Dicamba mürbe gießen und zum Abschluß mit NemaStrike den Großstädten den Gnadenschuss verpassen. 

     

    Prost und Sieg! Heil Hitler!

  6. Ich empfehle mal die Sendung auf ARTE anzusehen über die Brennnessel die unterschätzte Pflanze https://www.youtube.com/watch?v=7uuXM7Chpec und sucht mal nach Südamerika was dort dieses Zeugs dort anrichtet vielleicht kommt da der ein oder andere in grübeln.

  7. Die Amis sind für viel Geld endlich diesen Klotz am Bein, der für Tod, Pest und Verwesung steht, los geworden!

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