Es ist allgemein bekannt, dass die US-Pensionskassen dramatisch unterkapitalisiert sind. In Kentucky bricht das Pyramidensystem gerade zusammen.

Von Marco Maier

Während der Gouverneur von Kentucky versucht, eine Reform bei den Pensionskassen der öffentlichen Haushalte (Bundesstaat, Counties und Kommunen) durchzudrücken, sorgt dies bei den öffentlich Bediensteten geradezu für einen "run" in Pension. Denn die Mitarbeiter der öffentlichen Haushalte wissen, dass mit der "Reform" auch massive Einschnitte – inklusive einer Anhebung des Pensioneintrittssalters – bei ihren Pensionen kommen werden. Mit ein Grund für die Misere sind diverse Extras die gewährt wurden, als die Kassen in den 1990ern noch gut gefüllt waren – bis dann die Finanzkrise 2008 kam.

Also beantragen die öffentlich Bediensteten Kentuckys nun in Scharen ihre Pensionierung – in der Hoffnung darauf, wenigstens noch ein größeres Stück dessen zu erhalten, was ihnen früher für die Altersversorgung versprochen wurde. Den bisherigen Zahlen zufolge haben in den letzten Monaten – je nach Sektor – um 24 bis 64 Prozent mehr Leute ihren Job gekündigt und die Pension beantragt als noch im selben Vorjahreszeitraum.

Doch je mehr Menschen nun ihre Pension (und zwar oftmals als Einmalzahlung) beantragen, umso schneller leeren sich die Kassen der Fonds. Doch ohne diese Finanzreserven (die ja auch zumindest noch etwas an Rendite abwerfen sollten) kommen nur noch die Beitragszahlungen der aktiv Bediensteten hinzu. Das heißt: Das System kollabiert auf breiter Front und könnte zu einem Schneeballsystem avancieren, welches auch auf andere Bundesstaaten übergreift. Dann wäre das finanzielle Chaos in den USA wohl "perfekt".

Mehr zum Thema unter anderem hier, hier, hier und hier.

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14 thoughts on “Kentucky: Das Pensionskassen-Pyramidensystem kollabiert”

    1. @ josef huber

      Die Nachrichten geben Ihnen recht. Fragt sich nur, was da nun wirklich wahr ist. Auf jeden Fall sind die US-Pensionskassen ausser Reichweite seiner Einzahler, und somit ausser Reichweite jeglicher möglicher Beeinflussung dieser. Die Einzahler sind machtlos und müssen zusehen, wie die Verwalter diese zweckgebundenen Gelder verschwinden lassen. Das ist massiver Finanzbetrug, der nicht erst heute in den USA stattfindet.

      "Fazit: Der Blick auf die Weltwirtschaft liefert folgende Erkenntnisse:

      1. Die Eurozone ist auf der Überholspur und pendelt sich bei einem unüblich hohen Wachstumstempo im Dunstkreis von 2,5% ein.

      2. Die USA laufen besser. Die exogene Hilfe durch eine anziehende Weltwirtschaft stabilisiert. Der Wachstumsclip für das Gesamtjahr wird um 2% herumliegen.

      3. China verzeichnet temporär Dynamikverluste von hohem Niveau aus. Die Situation ist unprekär.

      4. Russland kommt zunehmend in Fahrt. Der aktuelle Wachstumsclip impliziert annualisiert ein Tempo im Dunstkreis von 2,5%.

      5. Brasilien nimmt konjunkturell zunehmend Fahrt auf.

      Die Endogenität der wirtschaftlichen Expansion ist in den aufstrebenden Ländern (Seidenstraße) und der Eurozone (Einkommen) ausgeprägt. Sie ist markant unausgeprägt in den USA und dem UK.

      Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine positive Haltung bezüglich der Bewertung des USD favorisiert. Erst ein Überwinden der Widerstandszone bei 1.1730 – 50 negiert den positiven Bias des USD.

      Viel Erfolg!"

      USA und Eurozone: Starke Daten
      http://www.goldseiten.de/artikel/351965–USA-und-Eurozone~-Starke-Daten.html?seite=2

       

  1. Jaja, die Segnungen eines kapitalgedeckten Pensionssystems. Profitieren tun davon nur die, die mit dem Kapital schalten und walten dürfen. Die Beitragszahler bekommen davon kaum was, wenn sie denn überhaupt irgendwas bekommen.

    Aber die Trotteln in unseren Landen wollen diesem Versagermodell ja immer noch nachjappeln. Soll sich jeder fragen, warum das so ist. Totaler Gehirnschaden, oder Korruption?

  2. Das NEOLIBERALE JIDISCHES DRECKSSYSTEM……!! Und die damit verbundene GIER!!

    Und die vollKommen depperten WÄHLER die alles schlucken (Mehrheit ca.70%).

    Eigentlich müssten ja die depperten AMIS darüber glücklich sein,wenn sie abgezockt werden,und der eine oder andere zum Milliardär wird oder wurde.

    1. Gerupft wärn's, die Händl in d'Stoatn!
      Und ein déjà vu aus alten RTL-Tagen, zu einem schalen Witz über eine Firma bei der dieses solchermaßen "nackert" gemachte Geflügel landet, gibts gratis dazu:
      Kentucky schreit "Ficken"!
       

  3. Henker der Wahrheit – Doku allererster Sahne   http://www.kla.tv/11354
    Positive Veränderungen der Welt nahmen immer erst dort ihren Lauf, wo die Weltgemeinschaft ausreichend überzeugende Einsicht in die Ursachen ihrer Zerstörung erlangen konnte. Sehen Sie dazu den Film „Thrive“, der Ihnen einen Rundumblick gibt zu den Dingen, die Sie vielleicht nie wissen wollten, aber unbedingt wissen sollten.

  4. Die Rente der Bio Deutschen wird schon seit jahrzehnten für andere Zwecke verschwendet.

    Wer jetzt noch glaubt in 10 Jahren Rente zu bekommen ist wohl schwer auf dem Holzweg.

     

  5. Wie es wohl tatsächlich wirtschaftlich im die VSA steht?

     

    Den VSA wird seit geraumer Zeit – von mehr oder weniger ernstzunehmenden Gestalten – der wirtschaftliche Zusammenbruch vorausgesagt. Und auf den ersten Blick deuten die hohe Staatsverschuldung von 20 Billionen Dollar, der Niedergang der Industrie und der Zusammenbruch der Infrastruktur daraufhin. Andererseits sind die Vasallenstaaten der VSA – wie Japan oder der deutsche Rumpfstaat – industriell recht leistungsfähig und wenn man bedenkt, daß die VSA weitgehend bei sich selbst verschuldet sind oder deren Geheimdienst ZIB den weltweiten Drogenhandel unter seiner Fuchtel hat. So könnte es durchaus sein, daß auf die heutigen VSA zutrifft, was Friedrich der Große über England nach dem Siebenjährigen Krieg gesagt hat: „Die Engländer, die zu Wasser und zu Lande siegreich gewesen waren, hatten ihre Eroberungen eigentlich nur mit ungeheuren Kriegsanleihen erkauft, und der Staat war dadurch fast bankrott. Dagegen überstieg der Privatreichtum jeden Begriff.“ Daher gilt: Abwarten und Met trinken.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  6. Angesichts seines Ausscheidens als Finanzminister warnte Schäuble vor einigen Tagen in der „Financial Times Deutschland” sogar vor einer neuen Finanzkrise in der Eurozone. Er selbst sei „darüber auch sehr besorgt”. Zu seinem letzten Auftritt auf europäischem Finanzparkett reiste Schäuble vergangene Woche deshalb mit deutlichen Worten und Reformplänen im Gepäck.

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