Höcke: AfD muss harten Oppositionskurs fahren

Solange die etablierten Parteien eine bürgerfeindliche Politik betreiben würden, müsse die AfD einen harten Oppositionskurs fahren, so Björn Höcke. Er fordert zudem einen "solidarischen Patriotismus" als Gegenkonzept zum Neoliberalismus ein.

Von Michael Steiner

Geht es nach dem Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke, sei eine mittelfristige Übernahme von Regierungsverantwortung für die AfD nicht im Sinne der Deutschen. "Wir müssen die Opposition halten, solange die Altparteien eine Politik gegen die Interessen des deutschen Bürgers machen", so der rechtskonservative Politiker zur "Welt". "Wir wollen nicht aus Machtverliebtheit mitspielen. Wir wollen die Politik bestimmen".

Höcke vertraut der Politik der etablierten Parteien nicht und stellt sich damit gegen Überlegungen anderer AfD-Spitzenpolitiker, die eine partielle Kooperation mit Union und FDP bei einzelnen Themen infolge einer möglichen Minderheitsregierung von CDU und CSU nicht ausschließen. Doch die AfD dürfe sich nicht mit den "Parteien des politischen Establishments" gemein machen, die "geschlossen hinter den Ideologieprojekten der Multikulturalisierung und des Neoliberalismus, der Energiewende und der Euro-Rettung" stehen würden. Das heißt für ihn, die CDU beispielsweise müsse sich "ganz neu als konservative Partei erfinden" müssen, um überhaupt als Koalitionspartner infrage zu kommen.

Zudem lehnt er die Positionen des wirtschaftsliberalen Flügels der AfD ab. Für ihn ist es klar, dass die Partei "ein klares Profil des soldarischen Patriotismus" brauche. Die neoliberale Ideologie, die von allen Altparteien getragen wird und Staaten zu Wurmfortsätzen global agierender Konzerne gemacht hat, entzieht den Volkswirtschaften dringend benötigtes Investitionskapital." Deshalb fordert er auch Maßnahmen um das Kapital im Land zu halten – unter anderem auch zur Investition in die deutsche Infrastruktur anstelle der "Euro-Rettung".

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Als Beispiel für die von ihm behaupteten Missstände nannte Höcke die Rentenversicherung, die "zugunsten von privaten Versicherungen und Banken ausgehöhlt" worden sei. Immerhin wurde schon oft genug aufgezeigt, dass die ganzen sogenannten "Rentenreformen" vor allem auf den Lobbyismus der privaten Versicherungswirtschaft zurückzuführen sind, die sich so höhere Gewinne versprechen. "Der Weg in die private Vorsorge war und ist ein Irrweg", so Höcke. Hiergegen müsse der künftige AfD-Vorstand "binnen Jahresfrist" ein Rentenkonzept vorlegen, das auf der Umlagefinanzierung basiere.

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17 Kommentare

  1. Höcke  hat  völlig  recht  ! Nur die Afd könnte  Deutschland  noch  retten  ! Die Menschen  erkennen  dies aber leider  nur ungenügend  ! Sie glauben  lieber  dem Propaganda  Staatsrundfunk  ! Ist  ja auch  viel  bequemer  als mal  selbst zu denken  !

  2. Höcke hat völlig recht, er sollte sich allerdings mit seinen Geschichtsexkursionen etwas zurückhalten und sich auf  nationale Interessen konzentrieren, denn da ist Not an Mann und außerdem bringen ihm seine Bemerkungen zur Geschichte nur in Nöte, denn da warten die linken Gesellen doch regelrecht darauf um ihn dann madig zu machen und erhalten dann auch noch Unterstützung aus dem Volke, denn die sind mittlerweile so gehirngewaschen, daß aus dieser Sicht äußerste Zurückhaltung geboten ist, unabhängig davon ob seine Bemerkungen richtig oder falsch sind.

    1. Taktisch vielleicht unklug , ist es aber notwendig, das öffentliche Bewußtsein darür zu schärfen, dass es die Sieger sind, die die Geschichte schreiben und heute von einer ojektiven Geschichtsschreibung nicht die Rede sein kann .

  3. Auf gebildete Denker wie Höcke kann keine Partei verzichten und schon gar nicht eine die erst in Entwicklung und Kurskonsolidierung begriffen ist. Überdies wird er von den Feinden Deutschlands gerade zum Symbol des Widerstandes gegen den erpresserischen und ausbeuterischen Erinnerungskult hochstilisiert! Was die Nützlichkeit betrifft ist das gar nicht hoch genug einzuschätzen.

    1. Das mit der Nützlichkeit bezweifelt ja niemand. Aber nützlich kann man nur sein, wenn man sich trotz deftiger Aussagen nicht dabei selbst demontiert und deshalb ein ja zur klaren Kampfansage um die eigene Strategie nach außen zu tragen und dem Gegner die Finger in die Wunde zu legen, aber niemals die Flanke zu zeigen, wo man sich dann selbst Schaden zufügen kann. Wer lernfähig ist, macht Fehler in der Regel nur einmal, man könnte auch sagen, sie sind oftmals notwendig für die eigene Stärkung um dann umsomehr dem politischen Gegner sozusagen den Scheitel zu ziehen, worüber ein Großteil der Bevölkerung sogar dankbar wäre und sich seiner Partei in Konsequenz noch anschließen würde. 

  4. "Solidarischer Patriotismus" – tolle Wortschöpfung!

    Der Begriff "Solidarisch" ersetzt den verbrannten Begriff "sozial", da Letzterer von den Sozialisten nicht selten zu Praktiken der Einkommens-Ungerechtigkeit mißbraucht wurde, wie es die DDR im krassen Umfang exerzierte.

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    Das maximale Allgemeinwohl einer Gesellschaft wird durch ein System erreicht, welches Leistungsbelohnung mit Volkssolidarität verbindet.

    Der Leistungsstarke kann durch Leistung zu Vermögen kommen und der Leistungsschwache (Kranke, Rentner, Behinderte, Arbeitslose) wird mitgetragen, so das er auch ein angenehmes Leben leben kann. Durch die Produktionssteigerungen der Automation ist dieses System in der BRD sogar noch deutlich leichter umzusetzen. Der Leistungsschwache erhält Einkommen aus der Produktionsleistung der Fertigungsroboter.

    Im Neoliberalismus hingegen wird der Leistungsschwache in die Armut geschickt und der Leistungsstarke von Bankiers und Unternehmern um seine Leistung betrogen.

    Im Sozialismus wird der Leistungsstarke um seine Leistung betrogen und dafür Parteigänger bereichert. Leistungsbestrafung – darin liegt die moralische Verwerflichkeit des Sozialismus. Seine vorgeschobene Moral ist somit eine Lüge. Gleichmacherei ist also im Kern unmoralisch, da ungerecht.

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    Kurios – Sahra Wagenknecht kommt mittlerweile zu ähnlichen Ansichten

    Bemerkenswerterweise lehnte Wagenknecht in einem Interview auf eine Frage hin das bedingungslose Grundeinkommen mit der Begründung ab, dass dies zu Ungerechtigkeit führe, da man ja zur Alimentierung des Nichtarbeitenden mit Grundeinkommen den Arbeitenden enteignen müsse.

    Damit rückt sie von der Gleichmacherei des Sozialismus ab und bringt den Aspekt der Einkommensgerechtigkeit ins Spiel. Da scheint ein Umdenken statt zu finden. Das finde ich schon bemerkenswert. Aber ich vermute, dass ihre Parteikollegen ihr da nicht folgen werden, dafür sind die ideologisch zu verbohrt.

    Ich persönlich halte Wagenknechts Einwand gegen das bedingungslose Grundeinkommen jedoch für falsch, da man dieses aus der Produktion der Fertigungsroboter finanzieren kann und dafür den Leistungsträgern nichts wegnehmen muß. Die Leistungsträger hätten ein höheres Einkommen, sprich höheren Wohlstand aufgrund ihrer Wertschöpfung. Kapitalakkumulatoren hingegen wie Bankster, Vermieter und dergleichen gingen leer aus.

     

     

     

  5. Höckes Festlegung auf strikte Fundamentalopposition halte ich für diskussionswürdig. Eine themenbezogene und damit zeitweilige Tolerierung einer Minderheitsregierung, möglichst ohne Merkel, erscheint mir nicht als verräterischer Kompromiss. Hier hat – wie auch Höcke an anderer Stelle selbst sagte – der Nutzen für die Bevölkerung eindeutig Priorität vor anderen Erwägungen. In Anbetracht der sich  zuspitzenden Probleme für D und die EU ist eine korrigierende Einflussnahme der AfD dringend erforderlich. (falls da überhaupt noch etwas zu retten ist, eine echte Oppositionspartei muss das zumindest versuchen) Man braucht  sich ja nicht anpreisen wie Sauerbier, und kann seine klare Linie weiterhin halten.(ist auch nicht trivial)

  6. Unfassbar !

    Guckst du : Opposition24: 

    AfD-Politiker tot aufgefunden – Leser zweifeln an Selbstmord

    Einige Ungereimheiten lassen die Leser aufhorchen. So soll Noack laut einem mittlerweile wieder entfernten Bericht des Saalejournals an seinen Händen und Füßen gefesselt aufgefunden worden sein.

    War es Mord ???? 

    Und warum schweigen die Leitmedien ???

    1. Erinnert sich noch jemand an Petra Kelly und ihren Mann? Beide erschossen aufgefunden – Motiv angeblich unbekannt.

      Gladio oder Geheimdienst?

      Mit solchen Morden sollen offenbar Oppositionelle eingeschüchtert werden. Deshalb sind die Grünen wahrscheinlich heute US-Kolaborateure und Özdemir im Aspen-Institut. Die haben gekniffen. Am Anfang waren sie für Nato-Austritt, heute unterstützen sie die Angriffskriege der USA.

      Warn-Morde sollen Opositionelle "diziplinieren".

      Ein Patriot, der Deutschland in die Freiheit führen will muß offenbar den Idealismus besitzen, für sein Land in den Tod zu gehen. Mags der Himmel geben, dass Deutschland solche Patrioten hat!

      "Niemand hat größere Liebe denn die, dass er für seine Freunde in den Tod geht." J.C.

      1. Du meinst : heute unterstützen sie die Angriffskriege des gekaperten Amerikas !?

        Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was es daran so schwer zu verstehen gibt ! Was wären es doch für Stümper, wenn sie versuchten über das kleine Deutschland die Welt zu beherrschen. Nein, um die Welt zu beherrschen braucht man einen jungen, biegsamen Staat, der das Potenzial zur Weltmacht hat, und genau diese Vorraussetzungen barg das junge Amerika.

  7. Höcke verwendet für meinen Geschmack zu viele Begriffe aus dem Lateinischen. So lässt sich "solidarischer Patriotismus" ohne Probleme auch als "brüderliche Heimatliebe"  beschreiben. 

    Das Deutsche Volk hat sich zu lange von seiner eigenen Sprache entfremdet durch Latein, Französisch und Englisch. Wir müssen zu unseren Wurzeln zurückfinden – auch durch unsere Sprache und auch durch die Reden unseres heiß geliebten Führers Höcke. 

    1. Niemand braucht einen Führer und schon gar nicht einen heißgeliebten! Die deutschen brauchen konstruktive, gebildete und demokratische Politiker die die Interessen Deutschlands und seines Volkes vertreten. So einer ist Höcke, augenscheinlich!!!

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