CSU-Parteizentrale, Franz-Josef-Strauß-Haus. Bild: Flickr / blu-news.org CC BY-SA-2.0

Herrmann und Söder kämpfen um die Macht in der CSU. Doch diese wird bei der Landtagswahl mit massiven Verlusten konfrontiert werden. Auch sonst sorgt die Partei nicht gerade für positive Nachrichten.

Von Marco Maier

Wer wird Spitzenkandidat in Bayern, nachdem Horst Seehofer wohl einen Ministerposten in Berlin annehmen dürfte? Joachim Herrmann oder Markus Söder? Ein innerparteilicher Machtkampf, der die "staatstragende Partei Bayerns" in den kommenden Wochen und Monaten wohl noch massiv beschäftigten wird – und das, obwohl bereits in rund zehn Monaten ein neuer Landtag gewählt wird.

Dabei ist schon jetzt klar: Egal wer von den beiden sich schlussendlich durchsetzen wird, muss einen Koalitionspartner suchen, da die CSU ziemlich sicher die absolute Mandatsmehrheit im Freistaat einbüßen wird. Einerseits, weil die AfD für immer mehr Deutsche (und auch Bayern) zur authentischeren rechtskonservativen Kraft avanciert, andererseits sorgen die CSU-Politiker (wie "Glyphosatminister" Christian Schmidt) derzeit nicht gerade für positive Aufmerksamkeit.

Nimmt man die aktuellen Umfragen und den Trend her, dürfte die CSU, die nur in den 1950ern ein Tief hatte und seitdem quasi zur "Staatspartei" avancierte, bei der Landtagswahl ein neues Rekordtief erzielen. Egal wer nun die Führung übernimmt. Nur wird dies die politische Position der CSU auch in Berlin schwächen. Das dürfte klar sein. Aber: Wer braucht schon eine Umfallerpartei, die zwar verbal immer wieder gerne herumpoltert, doch dann realpolitisch genau das Gegenteil dessen tut, was sie zuvor einforderte.

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4 KOMMENTARE

  1. So ganz sicher kann er ja doch nicht mehr im Sattel sitzen, denn noch vor einem halben Jahr hat er mitgeteilt, daß er auch 2018 in vollem Umfang wieder antreten will. Die wollen ihn halt ein bißchen loswerden, so daß das Volk den Eindruck gewinnt, die Entscheidung wäre im Einvernehmen geschehen, derweil sind sie aufgrund seiner Berliner Politik heillos zerstritten und das wird ihnen bei der Wahl auch icht mehr viel helfen, denn der Zickzackkurs des Bayernfürsten hat das Staatsschiff so beschädigt, daß es erst mal auf Trockendock muß um wieder fahrtüchtig zu werden.

    • Die Gesinnungslosigkeit fällt allen Altpolitikern früher oder später auf den Kopf! Das Deutschland und das eigene Volk schwer geschädigt wird interessiert keinen von denen!

  2. Seehofer,Söder oder Herrmann – als wenn das nicht egal wäre . Sind doch eh alle aus dem gleichen Holz geschnitzt !!!

    Was da in Bayern abgeht, ist reines Machtkampf-Getöse. Wird aber nichts an der Politik ändern, schon gar nicht was die Flüchtlingspolitik betrifft. 

  3. @Herrn Maier
    Wenn es rechtskonservativ gibt (s. Ihr Artikel) gibt, muß es auch linkskonservativ geben – oder nicht ? Erklären Sie doch bitte mal die Unterschiede. 

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