Berichten zufolge übte das chinesische Militär bereits Angriffe auf den US-Außenposten Guam im Pazifik. Peking will Washington zeigen, dass man nicht wehrlos ist.

Von Marco Maier

Wie "Defense News" berichtet, übte die chinesische Volksbefreiungsarmee Bombenangriffe auf den US-Außenstützpunkt Guam. Offenbar wollte man den Amerikanern so zeigen, dass man sich nicht von ihrer andauernden Militärpräsenz vor der eigenen Haustüre einschüchtern lassen will. Wenn die Amerikaner direkt vor chinesischen Gewässern militärische Übungen durchführen kann, dann gilt der umgekehrte Fall eben auch.

Generalstabschef Joseph Dunford sagte gegenüber Reportern, dass China eine "Langzeitherausforderung in der Region" sei. "Wenn wir auf die Leistungsfähigkeit sehen, welche China entwickelt, müssen wir sichergehen, dass wir unsere Allianzversprechen im Pazifik erfüllen können". Abgesehen von Nordkorea sei China deshalb die größte Bedrohung für die US-Sicherheit, so der General weiter.

Dunford betonte hierzu weiter: "Es gibt einige die versuchen ein Narrativ zu schaffen, dass wir nicht im Pazifik sind um zu bleiben. Unsere Nachricht ist, dass wir eine pazifische Macht sind. Wir haben vor, im Pazifik zu bleiben. Unsere künftige wirtschaftliche Entwicklung ist untrennbar mit unserer Sicherheit und den politischen Beziehungen in der Region verbunden."

Während des Briefings sagten US-Militärvertreter, dass sie den Nordkorea-Konflikt als einen Kampf ansehen, "den wir gewinnen können". Allerdings würden sie sich bezüglich China "darüber sorgen, wie die Dinge laufen". Immerhin gibt es in Südostasien immer mehr Konfrontationen zwischen der chinesischen Volksbefreiungsarmee und den US-Streitkräften zu Wasser und in der Luft.

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Auch gab es alleine im letzten Jahr rund 900 Zwischenfälle, wonach chinesische Kampfflugzeuge in die japanische "Luftraumverteidigungs-Identifikationszone" (ADIZ) eindrangen. Wohlgemerkt: Das ist nicht der japanische Luftraum, sondern lediglich die erweiterte Zone, von der Tokio erwartet, dass sich Flugzeuge identifizieren.

Indessen betonten US-Regierungsvertreter, es sei "sehr gewöhnlich für die Luftfahrzeuge der Volksrepublik China US-Luftfahrzeuge abzufangen". Sie würden die US-Luftverteidigungszone testen, indem H-6K-Bomber in den Gebieten rund um Guam aufgerüstete Cruise Missiles abfeuern. "Die Volksrepublik China übt Attacken auf Guam", so die Behördenvertreter. Die Xian H-6K sind strategische Langstreckenbomber Chinas.

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5 thoughts on “China übte Angriff auf Guam”

  1. China hat in Südostasien einen ziemlichen Heimvorteil

     

    An sich ist China den VSA ja schon materiell wie moralisch deutlich überlegen, aber die VSA haben noch den Nachteil, daß sie sich überall auf der Welt in Streitereien mit anderen Mächten wie Persien und Rußland verstrickt haben. China dagegen konzentriert sich allein auf Südostasien und sollte es den VSA nicht gelingen Indien für ein Bündnis gegen China zu gewinnen, so sind sie verloren. Während nämlich China seinen Nachschub im Handumdrehen aus dem eigenen Land beziehen kann, müssen die VSA ihren Nachschub 8000 Kilometer über den Pazifik transportieren, wo sie den Angriffen der chinesischen Unterseeboote ausgesetzt sein werden. Moralisch wiegt besonders schwer, daß China für seine Küstengewässer durchaus einen Entscheidungskampf gegen die VSA zu führen gewillt ist, es in den VSA aber dem Volk nur sehr schwer zu vermitteln ist, warum man Krieg mit China wegen kleiner Felsinseln und Riffe führen soll. Man denke hier an das Debakel der VSA in Vietnam, welches sich kaum wehren konnte.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    1. Einem Bündnis zwischen den USA und Indien dürft Pakistan im weg stehen. Dort wiederum an Einfluss zu verlieren bedeutet in Afghanistan völlig die Kontrolle zu verlieren was wiederum den Iran stärkt.

      China ist gut aufgestellt. 

  2. Wer ist keine Herausforderung für die USA, mit Ausnahme der Vasallenstaaten die man durch Kriege in anschließende Abhängigkeit brachte. Während sich China über Jahrhunderte mit sich selbst beschäftigte und allenfalls bei Grenzfragen Munition verschoß, oder Beistand in einigen Fällen geleistet hat, haben die USA Kriege nach außen mit Mill. Toten mitzuverantworten und auch viele selbst inszeniert und wer nun China als Kriegstreiber oder Sicherheitsrisiko aus heutiger Sicht darstellt verzerrt die Fakten und will damit was erreichen, so oder so. Die Bemühungen eines Landes immer gleich unter Generalverdacht zu stellen, man sei auf Krawall gebürstet, ist ein Ammenmärchen und die Vergangenheit belegt eigentlich, daß die Agressoren ganz wo anders sitzen únabhängig davon, daß die Chinesen auch nicht gerade von Pappe sind und sich nicht mehr alles gefallen lassen, insbesondere dann, wenn es sich vor ihrer eigenen Haustür abspielt.

  3. Ist doch klar, dass die Chinesen den Ami aus ihrerem Einflußgebiet raus haben wollen. Der Ami würde die Chinesen in Honduras oder Panama auch nicht haben wollen. Die Erde wird gerade neu verteilt und da wird der Westen es noch schwer bereuen, den chinesischen Drachen seit 1985 hochgepäppelt zu haben. Seit 1985 fütterte der Westen die Chinesen mit modernsten Know-How, klar es war nur als Billiglohnland gedacht, aber der Chinese merkte ganz schnell, das er mit dem neuen Know-How auch sehr gut und sehr schnell allein zurecht kommt. So hat der Westen seinen eigenen Metzger hochgepäppelt. Selten dumm, kann man heute nur sagen. Ja die Geldgier! Wie sagte Marx? "Für ein paar Goldstücke mehr, verkaut Dir das Kapital auch den Strick mit dem Du es aufhängen kannst."

    1. Der Hörr Marx, predigte Wasser und trank Wein. Zu Lebzeiten weigerte er sich ein handwerkliche Tätigkeit auszuführen, auch andere Anstellungen waren unter seiner Würde. Er lies sich permanent vom Vater und anderen Mäzenen päppeln, und frönte einem durchaus überbetonten Lebensstil.

      Von wegen "Sozialist" ! Sein "Sozialismus" kannte nur eine Richtung, nämlich die von anderen zu ihm. Zum Dank, lies er sich dann sein "Kommunistisches Manifest" für die Massen einfallen. Eine ganz unsäglich abnorme Gestalt der Geschichte. Ju.de halt !

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