Ein B52 Bomber. Bild: Flickr / Aaron Gustafson CC BY-SA 2.0

Zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges setzen die USA ihre mit nuklearen Waffen bestückten Bomber wieder auf einen 24-Stunden-Bereitschaftsalarm. Auch der Einsatz von nuklearen Waffen in konventionellen Kriegen wird im Pentagon diskutiert. Stehen wir am Vorabend des Dritten Weltkriegs?

Von Marco Maier

Offenbar wächst die Kriegsgefahr derzeit rapide an. Eben erst novellierte US-Präsident Donald Trump eine 9/11-Notfall-Order von Präsident George W. Bush, mit der die US Air Force 1.000 pensionierte Kampfpiloten in den aktiven Dienst zurückbeordern darf, und nun folgt auch noch ein 24-Stunden-Bereitschaftsalarm für die Air Force, die ihre nuklear bestückten Bomber für den Einsatz vorbereiten muss.

Seit 1991, als der "Kalte Krieg" für beendet erklärt wurde, gab es das nicht mehr. Auf der 11.000 Fuß langen Start- und Landebahn der Barksdale Air Force Base findet man nun zum ersten Mal seit dieser Zeit wieder mehrere B-52-Bomber geparkt, die mit Nuklearwaffen bestückt sind. "Dies ist nur ein weiterer Schritt um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind", so der Generalstabschef der Air Force, General David Goldfein in einem Interview mit "Defense One", während seiner sechstägigen Tour zu Barksdale und anderen Basen der US Air Force, welche die "nukleare Mission" unterstützen. "Ich sehe es nicht als Planung für ein spezielles Vorkommnis, sondern eher mehr für die Realität der globalen Situation in der wir uns befinden und wie wir sicherstellen, dass wir künftig vorbereitet sind".

Doch die B-52-Bomber wieder in Alarmbereitschaft zu setzen ist nur eine von mehreren Maßnahmen der Air Force, um auf die geopolitischen Änderungen zu reagieren – hauptsächlich werden das nordkoreanische Atomwaffenprogramm, die wachsenden Spannungen mit dem Iran, sowie die zunehmende militärische Kraft von Russland und China genannt. General Goldfein sagte: "Die Welt ist ein gefährlicher Platz und wir bekamen Leute die offen über den Einsatz nuklearer Waffen sprechen". Ob er damit auch die US-Politik meinte, ist unklar. Immerhin forderte beispielsweise schon die republikanische Politikern Sarah Palin bereits präventive Nuklearschläge auf Russland.

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"Es ist nicht mehr länger eine bipolare Welt, wo es lediglich wir und die Sowjetunion sind. Wir bekamen andere Spieler da draußen die nukleare Fähigkeiten besitzen", so der General weiter zur US-Publikation. "Es war niemals wichtiger sicherzustellen, dass wir diese Mission richtig machen". Dabei betonte er auch, dass er die Debatte dazu anstieß, wie "ein konventioneller Konflikt mit einem nuklearen Element" aussehen würde.

Es zeigt sich also, dass der US-Militärapparat, der Militärisch-industrielle Komplex der Vereinigten Staaten, an den Einsatz von (taktischen) Atomwaffen in den ganzen von ihnen (mit-)verursachten Kriegen und Konflikten rund um den Globus denkt (als Hintergrundinfo ist vielleicht auch dieser Artikel hier interessant). Theoretisch müsste die ganze restliche Welt nun die USA tatsächlich als globale Bedrohung ansehen.

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14 KOMMENTARE

  1. "Die Welt ist ein gefährlicher Platz und wir bekamen Leute die offen über den Einsatz nuklearer Waffen sprechen".

    Ja US Amerikaner! 🙁

    Die Welt wurde durch die Anglosachsen gefährlich gemacht! Schon lange! Damit meine ich die oberste Liga dort!

    Allerdings frage ich mich, warum sie den 24 Stunden Alarm an die große Glocke hängen?

    Ist es eine Drohung, um ihre "Feindstaaten" einzuschüchtern?

    Oder isteine Werbetrommel für den 3. Weltkrieg, die niemand erreicht bis auf einige US Amerikaner???

  2. Die Welt ist nur deswegen ein gefährlicher Ort, weil die USA unbedingt Krieg wollen. Und daher koste es was es wolle, gleichzeitig die unterschiedlichsten Länder bedrohen (Iran, Nord Korea, Venezuela, Russland…). Irgendwo wird es dann schon knallen, scheint mir hier die US Denkungsweise.

  3. Die ganze restliche Welt muss die USA als von US-Bürgern bezahlte Privatarmee der Finanzelite schon seit geraumer Zeit als globale Bedrohung ansehen. Gerade jetzt wieder, da das Finanzsystem turnusmäßig an die Wand gefahren wurde, ist ein weiterer Weltkrieg erforderlich, um von den Schuldigen für den kommenden Crach abzulenken. Aus deren Sicht wäre es wegen der Motivation der Soldaten optimal, wenn Russland, Korea, Iran oder China sich provozieren ließen, was aber nicht so recht gelingen will. Also muss eine Gefahr herbeigeredet werden, um einen Präventivschlag zu rechtfertigen. Gnade uns Gott.

  4. "Dies ist nur ein weiterer Schritt um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind", so der Generalstabschef der Air Force, General David Goldfein in einem Interview 

    ——-

    Sagt Who?

    Ach so, der Herr David Goldfein! Der muss es ja wissen, gehört er doch zu den 'Auserwählten' Jahwes.

  5. David Lee Goldfien ist ein Ju…, der auf vielen Kriegsschauplätzen zu finden war und sich hat z.B. über Serbien, als Staffelführer, abschießen lassen, der Loser, von einer veralteten russ.Luft-Boden-Rakete.

    Goldfien ist 2.Stabschef nach Genaral Norton Allan Schwartz (ebenfals ein Ju…, wie der Name schon verrät)

    Tja, in allen Positionen sitzen die J…. , was problemlos nachweisbar wäre, aber das ist ja alles nur eine "Verschwörungstheorie"!

     

     

     

  6. Die Erwerbung der Atombombe ist unabdingbar und unverzichtbar

     

    Seitdem die VS-Amerikaner die japanischen Städte Hiroschima und Nagasaki mit Atomwaffen angegriffen haben, damit ihre feigen Soldaten nicht in Japan landen mußten (die Japaner hätten den VS-Amerikanern bei den Vorkämpfen um die umliegenden Inseln, namentlich Okinawa, nämlich derart aufs Haupt geschlagen, daß diese so ziemlich den Mut verloren haben), ist die Atombombe zu einem unverzichtbaren Kleinod eines jeden wahrhaft selbstständigen Staates geworden. Zumal sich die Zahl der Atommächte seither deutlich erhöht hat und auch diese dürften zur lieben Atombombe gegen eine Nichtatommacht greifen. Ohne Atomwaffen vermögen sich selbst die Welschen gegenüber Deutschland aufzublasen und sollte es mit dem EU-Moloch und dem Spielgeldeuro ein schlimmes Ende nehmen, so wäre dies ein ganz erheblicher Nachteil. Schuld hieran hat, wie bei so vielem die rheinische Frohnatur Konrad, welcher sich von den hirnverrückten Göttinger 18 hat ins Bockshorn jagen lassen, was sich nun bitter rächen könnte.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  7. Und wieder dieser BlahBlahBlah. 

    24 Stunden Bereitschaft fuer die Bomber hatten wir praktisch den gesamten kalten Krieg hindurch, ebenso wie DEFCON 2 fuer die Raketensilos… welcher niemals aufgehoben wurde.

    Wir kommen wieder in den Status des kalten Krieges zurueck, mit "Vorabend des dritten Weltkrieges" hat das noch lange nichts zu tun.

     

     

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