Yellowstone Nationalpark in Wyoming.

Tausende kleinere Erdbeben erschüttern das Gebiet des Supervulkans beim Yellowstone-Nationalpark in den USA. Vulkanologen erwarten eine verheerende Eruption binnen weniger Jahrzehnte.

Von Marco Maier

Seit Ende Juli gab es rund um den Supervulkan beim Yellowstone-Nationalpark in den USA bereits rund 2.500 kleinere Erdbeben, auch die Temperatur steigt deutlich an. Ein Zeichen dafür, dass Magma in die Hauptkammer der Caldera strömt. Zudem ist es die größte Anzahl an solchen Erschütterungen in so einem kurzen Zeitraum, seit man in dem Gebiet Aufzeichnungen macht.

Zwar sagen die Wissenschaftler des US Geological Survey (USGS), dass es "nichts gäbe, worüber man sich Sorgen machen müsse", doch wenn dieser Supervulkan hochgeht, dann bringt dieser den Tod von Hunderttausenden von Menschen mit sich. Laut der "New York Times" würde eine solche Eruption mehr als 1.000 Kubikkilometer an Gestein und Asche auswerfen (in etwa dem 2.500-fachen der Masse, die Mount St. Helens im Jahr 1980 ausstieß und etwa das Zehnfache dessen, was der Pinatubo 1991 in die Atmosphäre blies) und damit einen großen Teil der Landfläche Nordamerikas unter einer Ascheschicht begraben, sowie der Erde einen "Nuklearen Winter" bescheren.

Laut Vulkanologen, so die "New York Times" weiter, die frühere Eruptionen des Vulkans untersuchten, erfolgten diese nach einem nur Dekaden andauerndem Zufluss an frischem Magma – also genau dem, was derzeit passiert. Einige Wissenschaftler betonen nun, dass die nächste Eruption (sofern der Zufluss nicht aus welchen Gründen auch immer abrupt endet) bereits in wenigen Jahrzehnten erfolgen kann. Etwas, was jene Vulkanologen des USGS jedoch bei ihrer Entwarnung ignorierten.

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Während die USGS-Wissenschaftler nun die Gefahr herunterspielten, kam die NASA mit einem Plan an die Öffentlichkeit, der zwar tatsächlich eine Chance dafür bietet, den Magmazufluss (zumindest für eine Zeit lang) zu stoppen, gleichzeitig jedoch auch die Gefahr in sich birgt, die eigentlich ohnehin bereits zeitlich überfällige Eruption sogar noch vorzeitig auszulösen. Hierbei geht es darum, Unmengen an Wasser direkt in die Magmakammer des Vulkans zu pumpen und so diese quasi zu versiegeln.

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23 KOMMENTARE

  1. Ja, der Vogelsberg macht auch dauernd so komische Geräusche, auch verfärbt sich durch die Gase regelmäßig das Baumlaub und die Bergbewohner berichten ständig von schwankenden Böden beim nächtlichen Heimgang. Sehr suspekt, vor allem weil man es vor der Bevölkerung geheim hält. Die wollen unser aller Tod !

    • @Mona Lisa – Na dann guckst du erst mal hier… (Habs heute Nacht von meinen Ami-Friends – geht denen genauso wie uns aber noch viel schlimmer – gekriegt)
      Massive Hole Nearly The Size of South Carolina Opens Up In Antarctica
      https://www.youtube.com/watch?v=yWTd0ft7uEk
      Da muss was "Riesiges" in Gange sein…  "Fallen Engels"? Who knows…
      Wieviel "Wissen" z.B."Das Geheimnis der Bucegi Berge" hält man uns noch alles noch vor?!

          • … wie darf ich das verstehen ?

            Ich kann dir versichern, das es nur mein Englisch ist, welches gelitten hat. Vokabeln lernen war ziemlich öde und der Rest erlogen, insofern hab ich dort nix verpasst.

            Während andere sich erstmal den ganzen Blödsinn reinzogen (und ihn heute nicht mehr loswerden) setzte ich von Anfang an auf das rationelle Einmal-Studium.

            Es hat sich bewährt !

  2. Eine Magmakammer mit Wasser versiegeln? Der Kontakt von glühender Lava mit Wasser wäre hochexplosiv. Gesetzt den Fall, es gelänge, die Kammer mit erstarrter Lava abzuschließen, würde sich ein höherer Druck als vorher aufbauen, der dann zu einer Riesenexplosion führte. Bisher ging man davon aus, dass laufende kleinere Eruptionen eines Vulkans "den Druck aus dem Kessel" nehmen würden.

  3. Wie schon gesagt, das ist nicht der einzige – denn große Teile von der USA sitzen auf Vulkane die jederzeit hochgehen können. 

  4. Wie es wohl tatsächlich wirtschaftlich im die VSA steht?

     

    Den VSA wird seit geraumer Zeit – von mehr oder weniger ernstzunehmenden Gestalten – der wirtschaftliche Zusammenbruch vorausgesagt. Und auf den ersten Blick deuten die hohe Staatsverschuldung von 20 Billionen Dollar, der Niedergang der Industrie und der Zusammenbruch der Infrastruktur daraufhin. Andererseits sind die Vasallenstaaten der VSA – wie Japan oder der deutsche Rumpfstaat – industriell recht leistungsfähig und wenn man bedenkt, daß die VSA weitgehend bei sich selbst verschuldet sind oder deren Geheimdienst ZIB den weltweiten Drogenhandel unter seiner Fuchtel hat. So könnte es durchaus sein, daß auf die heutigen VSA zutrifft, was Friedrich der Große über England nach dem Siebenjährigen Krieg gesagt hat: „Die Engländer, die zu Wasser und zu Lande siegreich gewesen waren, hatten ihre Eroberungen eigentlich nur mit ungeheuren Kriegsanleihen erkauft, und der Staat war dadurch fast bankrott. Dagegen überstieg der Privatreichtum jeden Begriff.“ Daher gilt: Abwarten und Met trinken.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  5. Die Sau wird schon seit Jaaahren durch´s  Dorf getrieben! Wenn´s passiert, passiert es eben, Vulkane haben schon immer die Weltgeschichte beeinflußt und bis zu 90% des Lebens ausgelöscht, auf das dann wieder neues entstehen konnte.

    Aber vielleicht "helfen" die Amis, mit ihren ELF-Wellen (HAARP), ja selber dabei mit, sich zu vernichten?! Denn wie man weiß, lösen ELF-Wellen Erdbeben aus. Eine Beobachtung, welche Firmen, schon vor langer Zeit machten, die mit ELF-Wellen (im kleinen Stil) auf Rohstoffsuche gingen und dabei kleine Erdbeben auslösten.

     

     

  6. Die NASA will das Wassser nicht direkt in die Magmakammer pumpen, sondern in nahgelegene Kammern, die keine Magma enthalten, um die Magmakammer so abzukühlen. Problem nur: Die Magma würde mit großer Wahrscheinlichkeit in diese Kammern kommen. 1959 gab es nahe der Caldera ein Beben der Stärke 7,3 oder 7,5. Bei solchen Beben können sich natürlich leicht Risse zwischen dem Bohrloch und der Magmakammer bilden. Diese können sich aber auch durch viele kleine Beben bilden, etwa durch die 2.500 kleinen zuletzt. Dort muss man mit beidem rechnen, sehr starken Beben und auch mit sehr vielen kleinen.
    Sollte die Magma mit dem Wasser in Kontakt kommen, wäre die Reaktion hochexplosiv.
    Die Aktivitäten der letzten Jahre zeigen relativ deutlich, dass Yellowstone sich höchstwahrscheinlich in der Ausbruchsvorbereitung befindet. Neben der Möglichkeit, dass es trotzdem keinen baldigen Ausbruch gibt, gibt es aber auch die Möglichkeit, dass Yellowstone ausbricht, aber nicht in der Dimension eines Supervulkanausbruchs. Was kaum einer weiß: Bei Yellowstone gibt es deutlich mehr „normale“ Vulkanausbrüche als Supervulkanausbrüche, das ist bei anderen Supervulkanen auch so.
    Andere Vulkane wären allerdings längst explodiert, wenn sie solche Aktivitäten (Erdbeben, Bodendeformation etc.) über Jahrzehnte hinweg zeigen würden. Aber Yellowstone ist ein Supervulkan, bei dem geht es nicht ganz so schnell. Möglicherweise deutet das auf einen sehr großen Ausbruch hin.
    Aber um einen möglichen Supervulkanausbruch braucht man sich eigentlich gar keine Gedanken machen, man hätte dann überhaupt keine Chance, nicht umsonst wird vom Ende der Zivilisation in diesem Fall geredet. Die Asche würde in Millionen Maschinen, Rohre etc. eindringen und dabei unsichere Anlagen sogar zur Explosion bringen, etwa, wenn diese bei Verstopfung von Pumpen, Rohren etc. in Gefahr sind.
    Der vulkanische Winter würde neben Extremtemperaturen und Extrem- Niederschlägen auch Unwetter und Dürren (wegen völlig veränderter Wetterströmungen) bringen, die weit extremer sind als alles, was wir kennen. Auch hierauf ist „nichts“ vorbereitet. Ein Supervulkanausbruch ist exakt das, was bei unserem Gesamtsystem absolut nicht passieren darf, noch nie war man so schlecht darauf vorbereitet wie heute. Es gibt einfach heute extrem viel, wo man keine Chance hätte, dass es danach wieder funktioniert. Wie sollte man sich auf so etwas vorbereiten, wenn man jetzt wüsste, dass es passiert?

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