Das UNESCO-Hauptquartier in Paris. Bild: © UNESCO/Ignacio Marin

Palästina ist Vollmitglied der UNESCO. Aus Protest gegen "anti-israelische" Positionen, wie es heißt, treten die Vereinigten Staaten nun aus der Organisation aus.

Von Michael Steiner

Israel und die USA stören sich schon seit langer Zeit daran, dass Palästina – mit dem 31. Oktober 2011 – eine Vollmitgliedschaft in der UN-Kultur- und Bildungsorganisation UNESCO haben. Aus diesem Grund hat Washington bereits am selben Tag die Zahlungen an die Organisation eingestellt, womit sie auch ihr Stimmrecht dort verloren.

Nun erklärte das US-Außenministerium, dass man die UN-Organisation mit Wirkung zum 31. Dezember dieses Jahres verlassen werde, weil sie eine "grundlegende Reform" brauche und zunehmend auch anti-israelische Positionen vertrete. Dies stößt vor allem bei den regierenden Republikanern, in deren Kreisen viele evangelikale Christen sind, extrem sauer auf.

Mit ein Grund dafür dürfte auch die sommerliche Entscheidung gewesen sein, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären und nicht zum israelischen (bzw. jüdischen). Die Stadt im Westjordanland, rund 30 Kilometer südlich von Jerusalem, wurde zur Zeit der Kanaaniter vom Volk der Enakiter bewohnt, ist rund 5.000 Jahre als und wurde laut dem Alten Testament den Nachkommen Judas und Kaleb als Erbteil übergeben. In ihr befinden sich Stätten, die sowohl den Juden als auch den Muslimen als heilig gelten.

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14 KOMMENTARE

  1. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber meint ihr nicht auch, man könnte die USA mal so langsam umbenennen ? Ich finde es unerträglich, dass bei jeder israelischen Angelegenheit (also bei fast jeder) von den USA gesprochen wird. Der Stellvertreter-Name passt doch schon lange nicht mehr zur Realität und der realen Wahrnehmung der Völker.

     

      • der beinhaltet immer noch "US". Geographisch und historisch stimmt das ja, aber inhaltlich eben nicht mehr. "Israel 2.0" stimmt auch nicht und klingt auch doof. Mir fällt das passende noch nicht ein. Jedenfalls können die Staaten nicht mehr USA heißen, ganz unmöglich ist das.

          • "US" ist viel zu nah dran an "USA".

            Cosmopolits "GroßIsrael" trifft es schon besser.

            Ich suche gerade in der kulturellen und politischen Geschichte ein wichtiges Fragment. z.B. sowas wie "Salomonia", unter Salomon wurde Israel reich und mächtig. Oder "Salomons Amerika" mit Kürzel "SA" (!) "Zi.on" dürfte aber auch vorkommen …..

            denk, überleg, grübel …..

             

  2. Na endlich startet der Prozess, der die USA aus den grossen internationalen Organisationen verschwinden lässt. Dort haben sie nämlich schon lange nichts mehr verloren. Was sie bieten und immer  wieder geboten haben, sind monströse Lügendarbietungen, auf denen sie ihre strategischen Absichten jeweils abstützten, und das werden sie auch weiterhin so treiben. Wird Zeit, dass diese brutalen Lügenbolde abfahren, von mir aus in die Hölle. Sofern es diese gibt, wären sie dort doch genau am richtigen Ort.

  3. Der Nahostkonflikt ist vor allem eine Berichterstattungszumutung

     

    Der so genannte Nahostkonflikt, würde man Krieg sagen, so könnte man auch eine Pfütze einen See nennen, zeichnet sich vor allem durch eine groteske Übersteigerung der Berichterstattung aus. So werden die nichtigen Scharmützel und Fehden des Levanteengels mit seinen Nachbarn zum Strauß von Weltbedeutung hochgespielt und deshalb erfährt das höchst gelangweilte Publikum stets aufs Neue, wenn dort ein Auto getroffen wurde oder fünf Hanseln die Sperranlagen des Levanteengels durchbrochen haben. Daher kommt es, daß der sogenannte Nahostkonflikt zwar seit 1948 nicht halb so viele Todesopfer gefordert hat wie der jährliche Straßenverkehr eines Landes von mittlerer Größe, aber das Volk die Vorgänge dort dennoch als Bedrohung des Weltfriedens empfindet. Was einzig im Kalten Krieg eine gewisse Berechtigung hatte, als das marxistische Rußland die Araber unterstützte und die VSA dem Levanteengel halfen, weshalb die Gefahr bestand, daß beide Mächte dabei aneinander geraten könnten.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  4. Leute,  es ging  noch nie  ! um Ideologien oder Religion  ! Es geht  immer  nur um Macht und  Geld  ! Ihr seid  doch intelligent  , nutzt  diese ! 

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