Washington zerstört die Macht Amerikas

Die Überheblichkeit und Arroganz Washingtons zerstören die amerikanische Macht.

Von Paul Craig Roberts / Antikrieg

Die Leser hierzulande und auf der ganzen Welt wollen wissen, was sie von der Ankündigung halten sollen, dass China fortan Öleinkäufe und -verkäufe in chinesischer Gold-gedeckter Währung tätigen wird.

Ist das ein Angriff Russlands und Chinas auf den US-Dollar? Wird der Dollar schwächer werden und ausfallen, weil er als Währung, in der Öl gehandelt wird, verworfen wird? Diese und andere Fragen beschäftigen die Leser.

Hier meine Meinung:

Der Wert des US-Dollars hängt davon ab, ob Zentralbanken, Unternehmen und Privatpersonen damit zufrieden sind, ihr Kapital oder Vermögen in Dollar zu halten. Wenn ja, spielt es keine Rolle, welche Währung für den Handel mit Öl verwendet wird. Wenn nicht, ist es egal, ob das ganze Öl in Dollar gehandelt wird. Warum?

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Weil wenn sie ihre Dollars nicht halten wollen, werden sie die Dollars loswerden, sobald die Transaktion abgeschlossen ist und in andere Währungen oder auf Gold umsteigen. Was China tut, ist eine Währung zu schaffen, die vielleicht attraktiver sein könnte.

Es ist möglich, dass die Gold-gesicherte chinesische Währung ein Schritt gegen die US-Macht ist, aber ich sehe es anders. Ich sehe es als Schutz gegen die US-Macht. China und Russland distanzieren sich vom Dollarsystem, weil Washington in seinem Missbrauch der Rolle der Weltwährung den Dollar-Zahlungsmechanismus nutzt, um Sanktionen gegen andere Länder zu verhängen und ihnen mit dem Ausschluss aus dem Zahlungsverkehrssystem zu drohen.

Mit anderen Worten, anstatt ein faires System zu betreiben, nutzt Washington seine Rolle als Weltwährung, um andere Länder zu dominieren. Russland und China sind zu stark, um dominiert zu werden, und werfen somit das Dollarsystem ab. Wenn andere Länder folgen, wird der Dollar nicht mehr ein Instrument der US-Kontrolle über den Rest der Welt sein.

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Um es anders auszudrücken: Bretton Woods gab Washington die Verantwortung für das Weltfinanzsystem. Washington missbrauchte die ihm anvertraute Macht, indem es das Dollarsystem nutzte, um andere Länder zu destabilisieren, wie derzeit Venezuela. Washingtons Missbrauch der Rolle der Weltwährung, um amerikanische Finanz- und Geschäftsinteressen und Washingtons Macht über die Außen- und Innenpolitik anderer Länder voranzutreiben, hat Kräfte in Gang gesetzt, die die Rolle des Dollars als Weltreservewährung beseitigen werden.

Die Überheblichkeit und Arroganz Washingtons zerstören die amerikanische Macht.

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14 Kommentare

  1. Halte ich für eine Fehleinschätzung.

    Dies deshalb, weil der Handel von Öl schätzungsweise der primäre Faktor der Nachfrage von US-Dollar ist, der Faktor Devisenreserven hingegen scheint mir sekundär.

    Bricht also die Nachfrage nach Dollar aufgrund des Umstiegs des Ölhandels auf Rubel und Yuan ein, so fällt der Dollarkurs ins bodenlose, was für die USA mit ihrem riesigen Außenhandelsdefizit die Preise für ihre Importe drastisch steigen läßt.

    Im Endeffekt wird die USA sich ihre Importe und damit ihren Lebensstandart sowie ihr Militär nicht mehr leisten können. Das ist dann der Anfang vom Ende der USA als imperiale Macht.

    Aus diesem Grund überfällt sie auch Länder, die ihren Ölhandel umstellen wollen: Irak, Lybien, Syrien, Iran.

    Fällt der Ölhandel mit Dollar – fällt die USA.

    1. Ich sehe das genauso. Ein zusätzlicher Faktor der den Dollar noch am Leben erhält, ist die fixe Kopplung Yuan – Dollar. Wenn China hier am Rädchen dreht, dann geht dem Dollar ganz schnell die Luft aus. Die Fed hat ja jetzt angekündigt ihre Bilanz zu verkürzen und Anleihen zu verkaufen. Doch wer kauft Diese, wenn nicht die Chinesen oder die eigene Notenbank? Der einzige Ausweg den die USA noch haben ist möglichst viel spekulatives Geld anzulocken, z.B. durch höhere Zinsen, Steuerparadies. Aber auch das wird nicht mehr lange gut gehen.  

  2. Einfach zusammenbrechen wird die Vorherrschaft der VSA wohl nicht

     

    Manche meinen zwar, daß die VSA samt ihrem Hilfsvölkerbund NAVO auf ähnliche Weise in sich zusammenbrechen werden wie Anno 1991 das marxistische Rußland samt seinem Warschauer Hilfsvölkerbund in sich zusammengebrochen ist. Aber damit ist nicht zu rechnen: Für das marxistische Rußland waren seine weltpolitischen Umtriebe immer ein Zuschussgeschäft. Verbündete wie Kuba oder Vietnam verschlangen Unsummen an Wirtschaftshilfen, ebenso wie die zahllosen Stellvertreterkriege mit den VSA in Afrika. Dies ist bei den VSA nicht der Fall: Vasallenstaaten wie Japan oder der deutsche Rumpfstaat liefern diesen gewaltige Warenmengen und müssen dafür das wertlose Papiergeld der VSA annehmen, ähnlich verhält es sich mit den Ölländern. Ohne die politische und militärische Vormachtstellung der VSA in der Welt ist an eine Fortsetzung dieser Handelsströme aber nicht zu denken und so würde es den VSA bei einer freiwilligen Auflösung ihrer Vorherrschaft weitaus schlimmer ergehen als Rußland nach 1991…

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  3. Der "Wert" des Dollars liegt einzig und alleine am Petrodollar! Nur das ermöglicht den USA (den Ju..en), unendlich Geld drucken zu können, ohne Gegenwert. Bricht der Petrodollar ein, ist alles vorbei. Darum wurde auch jedes Land mit Krieg überzogen ("um die Demokratie zu bringen") welches sich gegen den Petrodollar stellen wollte. Das Öl hat die Golddeckung ersetzt, der Petrodollar (also Öl ausschließlich in Dollar zu handeln) wurde 4 Jahre danach eingeführt (1971 wurde die Golddeckun ersatzlos gestrichen) und so wurde die ständige Nachfrage nach dem US-Dollar gesichert. (Und diese "Nachfrage" wird mit weltweit ~800 US-Basen, mit dem US-Militär und mit Krieg, Fals Flag, usw. erzwungen.)

     

  4. Ist das ein Angriff Russlands und Chinas auf den US-Dollar?

     

    Der Angriff auf die Welt ist der Dollar! Damit wird nur etwas Gleichgewicht hergestellt. Der Dollar als Erpressungsinstrument muß verschwinden, auch die mutwillige zwanghafte Öl/Gaskoppelung ist ein Angriff auf die ganze Welt durch die usa!

  5. Das Einzige wo die Amis Konurenzlos am Besten sind, ist ihre Filmindustrie.

    Wenn die Amis der Gewalt abschwören würden, was ich leider nicht für Wahrscheinlich halte, dann wäre es ein gutes Land.

    Vielleicht geschehen irgendwann doch noch Wunder.

  6. Der ´Wert´ des Do..llars liegt einzig und alleine am Petr..odo.llar! Nur das ermöglicht den Staaten (den J..en), unendlich Geld drucken zu können, ohne Gegenwert. Bricht der Pe.trod..ollar ein, ist alles vorbei. Darum wurde auch jedes Land mit Kri..eg überzogen (´um die Demokratie zu bringen´) welches sich gegen den Pet..rodo..llar stellen wollte. Das Öl hat die Goldd..eckung ersetzt, der Pet..rod..ollar (also Öl ausschließlich in Do..llar zu handeln) wurde 4 Jahre danach eingeführt (1971 wurde die Goldd..eckung ersatzlos gestrichen) und so wurde die ständige Nachfrage nach dem Do..llar gesichert. (Und diese ´Nachfrage´ wird mit weltweit ~800 Mili..tärBa..sen, mit Krieg, Fa..ls F.. la..g, usw. erzwungen.)

    1. @ Der ´Wert´ des Do..llars liegt einzig und alleine am Petr..odo.llar!

      —–

      So isset!

      …."Hier nun ein interessantes Gedankenexperiment: Alle Welt glaubt, die USA bereiteten einen Krieg vor, um ihre Erdölversorgung zu sichern, aber wollen die USA nicht eigentlich in den Krieg ziehen, um das Petrodollar-System zu retten und aufrechtzuerhalten?

      Der Irak liefert ein beredtes Beispiel für diese These. Bis zum November 2000 hatte es kein OPEC-Mitgliedsland gewagt, die Bindung des Erdöls an den Dollar in Frage zu stellen, und solange der US-Dollar die stärkste Währung weltweit blieb, bestand auch kein Grund dazu. Aber Ende 2000 überzeugten Frankreich und einige wenige andere EU-Mitgliedsstaaten Saddam Hussein, die Dollar-Bindung aufzugeben und irakisches Erdöl aus dem Programm »Erdöl für Lebensmittel« statt in Dollar in Euro zu verkaufen. In der Zeit bis zum März 2003, dem Beginn der amerikanischen Invasion des Irak, zeigten sich auch einige andere Länder wie Russland, der Iran, Indonesien und sogar Venezuela daran interessiert, die Bindung an den Dollar bei ihren Erdölgeschäften aufzugeben. Im April 2002 war der iranische OPEC-Vertreter Javad Yarjani von Spanien aufgefordert worden, eine ausführliche Analyse dazu vorzulegen, wie dieOPEC irgendwann einmal ihr Erdölgeschäft in Euro und nicht in Dollar abwickeln könnte.

      Diese Entwicklungen, die vom Irak ausgegangen waren, bedrohten allmählich die Vorherrschaft des Dollars als Weltreserve- und Erdölwährung. Im März 2003 marschierten dann die USA in den Irak ein und beendeten damit das Programm »Erdöl gegen Lebensmittel« und die Konzepte und Maßnahmen, den Euro als Zahlungsmittel für Erdöl einzuführen."

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/marin-katsua/teheran-will-us-dollar-abservieren-berichten-zufolge-arbeiten-indien-und-der-iran-an-einer-vereinba.html

       

      Hier nun ein interessantes Gedankenexperiment: Alle Welt glaubt, die USA bereiteten einen Krieg vor, um ihre Erdölversorgung zu sichern, aber wollen die USA nicht eigentlich in den Krieg ziehen, um das Petrodollar-System zu retten und aufrechtzuerhalten?

      Der Irak liefert ein beredtes Beispiel für diese These. Bis zum November 2000 hatte es kein OPEC-Mitgliedsland gewagt, die Bindung des Erdöls an den Dollar in Frage zu stellen, und solange der US-Dollar die stärkste Währung weltweit blieb, bestand auch kein Grund dazu. Aber Ende 2000 überzeugten Frankreich und einige wenige andere EU-Mitgliedsstaaten Saddam Hussein, die Dollar-Bindung aufzugeben und irakisches Erdöl aus dem Programm »Erdöl für Lebensmittel« statt in Dollar in Euro zu verkaufen. In der Zeit bis zum März 2003, dem Beginn der amerikanischen Invasion des Irak, zeigten sich auch einige andere Länder wie Russland, der Iran, Indonesien und sogar Venezuela daran interessiert, die Bindung an den Dollar bei ihren Erdölgeschäften aufzugeben. Im April 2002 war der iranische OPEC-Vertreter Javad Yarjani von Spanien aufgefordert worden, eine ausführliche Analyse dazu vorzulegen, wie dieOPEC irgendwann einmal ihr Erdölgeschäft in Euro und nicht in Dollar abwickeln könnte.

      Diese Entwicklungen, die vom Irak ausgegangen waren, bedrohten allmählich die Vorherrschaft des Dollars als Weltreserve- und Erdölwährung. Im März 2003 marschierten dann die USA in den Irak ein und beendeten damit das Programm »Erdöl gegen Lebensmittel« und die Konzepte und Maßnahmen, den Euro als Zahlungsmittel für Erdöl einzuführen.

        1. @DvB – Mein Kommentar stand seit gestern unter "Moderation"! Bitte erklären Sie mir mal, was an meinem Kommentar nicht in Ordnung ist?

          Und die Tatsache das Herr Maier auf diese Zensur, hier, nie eine Anwort gibt, führt mich zu der Vermutung, das die Zensur von anderen betrieben wird. Und das wiederum bedeutet Cm ist ein U-B… !

           

           

  7. Von welchen Prinzipien lassen sich die Volksvertreterinnen und Volksvertreter leiten? Welche Prinzipien setzen sich die Bürgerinnen und Bürger? 

    Heimatpolitisch: Entmerkeln oder Multikriminalisieren?

    Völkerdiskurspolitisch: Wirtschaftskulturelles und leibhaftiges Völkermorden ohne Grenzen oder Afrika, Asien und Europa US-Finanzkapitalismus-freie Zonen?

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