Der pazifische Feuerring macht derzeit seinem Namen alle Ehre. Viele der rund 450 Vulkane brechen aus. Auch Erdbeben erschüttern die Region wieder öfter.

Von Marco Maier

Insgesamt rund 450 Vulkane befinden sich im pazifischen Feuerring. In den letzten Monaten wurden viele von ihnen wieder aktiv und sorgten mit (bevorstehenden) Eruptionen für Evakuierungen und Schäden. Auch in Sachen Erdbeben ist die Region derzeit aktiv. Viele Menschen fragen sich, ob dies nun ein Anzeichen für etwas Schlimmeres ist.

In südlichen Japan beispielsweise startete kürzlich der Vulkan Shinmoedake mit einer Eruption – zum ersten mal seit sechs Jahren. Eine Aschewolke stieg insgesamt 1.700 Meter in die Atmosphäre hoch und ließ auf die Gegend der Miyazaki-Präfektur Asche herunterregnen. Auf der fünfstufigen Gefahrenskala wurde die Ausbruchsgefahr nun von 2 auf 3 erhöht.

Auch auf der bei Touristen beliebten indonesischen Insel Bali geht es in Sachen Vulkan heiß her. Mehr als 140.000 Menschen flohen aus der Gegend, als der Mount Agung wieder aktiv wurde. Zum letzten mal brach er im Jahr 1963 aus, wobei mehr als 1.100 Menschen starben. Indonesien selbst besitzt rund ein Zehntel der weltweit aktiven Vulkane. Auch der Sinabung in Nord-Sumatra und der Dukono auf der Mauluku-Inselkette spucken derzeit Asche.

Im Inselstaat Vanuatu sorgt derzeit der Manaro-Vulkan für Angst und Schrecken. Alle rund 11.000 Bewohner der Insel Ambae mussten diese in Booten verlassen und auf den anderen Inseln des Archipels Zuflucht suchen. Derzeit leben sie in den Kirchen, Schulen und in Zelten auf den anderen Inseln. Doch auch wenn die Menschen wohl bald zurückkehren können: die Wasserversorgung der Insel und die Felder sind durch den sauren Ascheregen unbrauchbar gemacht worden.

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Es ist angesichts der enormen geologischen Aktivität im "Feuerring" davon auszugehen, dass auch andere Vulkane dort (wieder) aktiv werden und es zu weiteren Ausbrüchen kommt. Vor allem muss man bedenken: Seit dem Jahr 1850 fanden fast alle der 16 stärksten Ausbrüche dort in dieser Region statt. Auch mehr als 80 Prozent aller großen Erdbeben gab es dort am Feuerring.

Das stärkste jemals gemessene Erdbeben weltweit war zudem auch beim Feuerring: Es war jenes vom 22. Mai 1960 mit einer Stärke von 9,5 in Chile. Auch jenes mit 9,2 am 28. März 1964 in Alaska, jenes mit 9,1 am 26. Dezember 2004 auf Sumatra und das Beben mit 9,0 vor der Küste von Honshu, Japan, am 11. März 2011 waren solche Erschütterungen, die sich am Feuerring ereigneten. Die jüngsten Beben in Mexiko gehören auch dazu.

Bedenkt man, dass in der ganzen Region wohl mehr als eine Milliarde Menschen leben, kann man sich denken, welche existenzielle Gefahr dort herrscht. Egal ob nun die dichtbevölkerten Inseln Indonesiens und der Philippinen, Thailand, Taiwan, Südkorea, Japan, die amerikanische Westküste, Zentralamerika und große Teile der Karibik, oder aber auch die südamerikanische Ostküste von Kolumbien über Ecuador und Peru bis hin nach Chile und Süd-Argentinien – diese Länder und Gebiete sind von den Vulkanausbrüchen und Erdbeben direkt betroffen.

Doch wenn die Vulkane faktisch "in Serie" hochgehen, droht der Erde (wie bei einem Ausbruch einer der beiden Supervulkane beim Yellowstone Nationalpark in den USA und den Phlegräischen Feldern in Italien) ein "nuklearer Winter". Ironischerweise wären dann sämtliche "Klimaschutz"-Pseudomaßnahmen der letzten Jahrzehnte sogar kontraproduktiv gewesen. Denn dann müsste man nämlich mit allen vorhandenen technischen Mitteln versuchen, eine Klimaerwärmung zu erreichen.

Ob die bisherigen Vulkanausbrüche und starken Erdbeben im Feuering nur eine zufällige Laune der Erde darstellen, oder aber ob sie nur Vorboten von größeren Katastrophen sind, muss sich allerdings erst noch zeigen. Sollte Letzteres der Fall sein, müsste sich die Menschheit im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen.

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5 thoughts on “Vulkane und Erdbeben: Der „Feuerring“ brennt und bebt”

  1. Man weis doch wo Vulkane schon seit ewigen Zeiten unter der Erde brodeln und jederzeit hoch gehen können.

    Dementsprechend hätte man handeln müssen ! 

  2. Man muß der Tatsache ins Auge sehen,daß das politische Grüngeschwätz in den meisten Fällen anderen politischen Zielen dient als dem Schutz der Umwelt. Das meiste davon ist durch nichts erwiesen, es existieren keine notwendigen langjährigen Statistiken sofern man sich nicht ohnehin irgendwelche unhinterfragte Behauptungen aus den Fingern saugt. Der einzige Nutzen den man zubilligen kann ist, daß Bewußtsein geschaffen wird, das der unmittelbaren Umwelt dadurch zugute, daß auf Sauberkeit im öffentlichen Raum geachtet wird. Die kommunistische Grünpolitik verfolgt damit zersetzerische Ziele wie finanzielle Ausblutung (…….Hauptsache die Deutschen haben es nicht!) Schädigung der Industrie, Schädigung der Wirtschaft, Arbeitsplatzverluste, als Druckmittel zur Erreichung anderer zerstörerischer Ziele und als Tarnplattform.

  3.  

    Spürt ihr auch schon dieses Beben,

    sowas nennt man einfach Leben.

    Der Boden wackelt,die Asche fällt,

    der Grüne spielt dann noch den Held.

    Den Ascheregen hält er auf,

    und spannt dazu den Schirm nur auf.

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