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Immer mehr auslaufende Kredite und Anleihen können von Venezuela nicht mehr bezahlt werden. Eine Staatspleite steht bevor.

Von Marco Maier

Erst letztes Wochenende konnte Venezuela auslaufende Anleihen in Höhe von 237 Millionen Dollar nicht bedienen und beschuldigte „technische Pannen“ dafür verantwortlich zu sein. Allerdings dürfte es eher daran liegen, dass das südamerikanische Land schlichtwegs einfach kein Geld mehr hat. Denn während des letzten Monats sammelten sich schon bereits 349 Millionen Dollar an unbezahlten Schulden an, womit sich dies schon auf 586 Millionen Dollar summiert.

Doch am morgigen Freitag wird eine 842 Millionen Dollar schwere Bürgschaft für die staatliche Ölgesellschaft PDVSA fällig, auf die eine zweite Bürgschaft (am 2. November) fällig wird, die 1,121 Milliarden Dollar umfasst. Beide ohne eine 30-tägige Zahlungsfrist (was für solche Anleihen eigentlich untypisch ist). Das heißt: Insgesamt werden in kürzester Zeit 2 Milliarden Dollar fällig. Geld, welches das finanziell angeschlagene und von einer umfassenden politischen und wirtschaftlichen Krise geplagte Land nicht hat.

Bislang machte man es seitens Caracas auch schon mal so, dass man die Anleihen erst zum Ende der Zahlungsfrist bediente. Doch bei den Garantien für die PDVSA gibt es diese nicht. Nun wird es sich zeigen, ob Venezuela den Staatsbankrott anmelden muss oder nicht. Es ist nämlich kaum zu erwarten, dass Russland oder China noch rasch Notkredite an das Land vergeben.

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10 KOMMENTARE

  1. Destabilisierung durch Angriffe via Währungskurs-Manipulation

    In einem interessanten Interview mit der investigativen Journalistin Abby Martin schildert ein venezuelanischer Politiker, was hinter Venezuelas aktuellen Problemen steckt.

    Venezuela wird von extern mit Wirtschaftssabotage auf verschiedenen Kanälen angegriffen. Diese Angriffe kommen offensichtlich aus dem Kartell Weißes Haus-Wallstreet-venezuelanische Opposition.

    Hier das Interview von Abby Martin in Englisch:

    https://www.youtube.com/watch?v=rk1qlKu_RJo

    • Jedes selbstbestimmte Volk wird von den US-Hochfinanzfaschisten terrorisiert: mit massenmedialer Volksverhetzung, mit aufgedrängten Darlehen, mit Finanzmanipulationen, mit Boykotten, mit Auftragsrebellen und oft auch mit amtlichen Pentagon-Streitkräften.

      Irgendwo reißt die fesselnde Kette an einem schwachen Glied. Wohlverstanden und völkerfreundlich reagiert ist das die Erlösung der Menschheit; auch der US-Bürger, die mit Steuern und Inflation um die Früchte ihrer Arbeit betrogen werden.

      Darlehen sind nur Buchungen, die man nicht essen kann und in die man sich nicht kleiden kann. Nichts Wichtiges geht verloren, wenn sie platzen. Denn grundlegend wichtig sind gesunder Erdboden, sauberes Wasser, Rohstoffe und tüchtige Bürger. Davon hat Venezuela reichlich; es hat sogar viel Erdöl.

      Ami, go home!

      • Ami go home…. Hmmm, wäre nur das, das einzige Problem?

        Liebe Emma, darf ich hier eine leitende Literatur zum Thema empfehlen. Jürgen Roth; "Der stille Putsch". Die sg. geheime Elite, die die Zukunft unseres Planeten bestimmen und beherrschen will, spricht leider nicht nur Englisch. Diese Ganoven lassen sich sowohl in den USA, Schweiz, Holland, Frankreich, BRD als auch in Angola sehr gut gehen. Ein Teufels-Netzwerk, dessen Ziel ist es, die totale Diktatur zu errichten.

    • Was soll daran "paradox" sein, wenn der Ami(Ju..) dahinter steckt, das Land von innen und von außen, politisch und wirtschaftlich, angreifen/destabilisieren und zudem der Petrodollar sein übriges tut!?

       

       

    • Naja in gewisser weise aber auch beruhigend. Wenn nähmlich einzig der Reichtum an Bodenschätzen darüber befinden würd welche Nationen erfolgreich und wohlhabend sind, DE wär ziemlich am Arsch.😜

      Intelligente und begabte Völker müssen nunmal den Geographischen Nachteil mit Denkleistung kompensieren. Und wenn die mit Überfluss nicht gegenhalten kommen sie eben unter die Räder.

      Afrika bspw. hatte vor lauter Überfluss eine Industrielle Land und Viehwirtschaft nie nötig. Nun haben sie Hungersnöte und immer noch keine Industrie.

  2. Was ist schon Staatspleite .Pleite sind schon etliche europäische Staaten .

    Es ist nur eine Frage der Macht , der internationalen Finanzindustrie .

  3. Im Rahmen des Anleihenkaufprogramms APP ist die Bilanzsumme der EZB auf astronomische Höhen angeschwollen. Aktuell liegt die Bilanz bei 4,3 BILLIONEN Euro – das ist mehr als das BIP von Deutschland! Mario Draghi gab bewusst KEIN Ende des Kaufprogramms in Sicht. Die EZB könne auch "länger, falls nötig" Geld drucken, "bis die Inflation sich stabil angepasst hat". Das Anleihenkaufprogramm könnte also auch noch deutlich länger laufen. Wird Euroeuropa das nächste Venezuela ?

  4. Wird es den VSA gelingen das Ölfass Venezuela erneut zu knechten?

     

    Anno 2014 begannen die VSA – wie immer mit Hilfe ihrer saudischen Lakaien – den Ölpreis zu nach unten drücken und nun könnten sie mit Venezuela die erste Frucht ihres Ölstreiches ernten. Dem Land sind nämlich dadurch ein Großteil seiner Einnahmen weggebrochen und dessen wenig befähigte Regierung tat ein Übriges, um schwere volkswirtschaftliche Verwerfungen hervorzurufen. Diese bilden natürlich den vollkommenen Nährboden für politische Unzufriedenheit und so tritt nun in Venezuela eine starke liberale Opposition gegen die Regierung an. Mittlerweile scheuen sich die VSA nicht einmal mehr, offen für diese Partei zu ergreifen und der venezuelanischen Regierung Vergeltung für deren Unterdrückung anzudrohen. Wir dürfen daher mit einiger Sicherheit annehmen, daß ein Sturz der Regierung zur erneuten Knechtung des Ölfasses Venezuela durch die VSA führen würde. Was für Rußland und Persien ein schlechtes Vorzeichen wäre, da die VSA gegen diese beiden Länder ähnlich am Werke sind…

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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