Über 90 Prozent der Vorfälle werden als "unglaubwürdig" bestritten.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Während ein weiterer Monat zu Ende geht, ist ein weiterer amtlicher Pentagonreport über getötete Zivilisten im Irak und in Syrien freigegeben worden, und untertreibt wie üblich drastisch die zutreffende Todesrate einer zunehmend aggressiven Luftkampagne in dicht bevölkerten Städten.

Die meisten Todesfälle gab es in Raqqa, und Berichte vor Ort dokumentierten, dass Mitte August ungefähr 100 Zivilisten in nur 48 Stunden getötet wurden. Dies war das Ergebnis einer Bombardierung von Wohngebieten in Raqqa, etwas, das realistischerweise den gesamten Monats hindurch stattfand.

100 Zivilisten binnen 48 Stunden getötet, und Airwars dokumentierte darüber hinaus Hunderte von Zwischenfällen. Das Pentagon spielte das Ganze jedoch auf eine absurd niedrige Zahl von nur 50 Zivilisten herunter, die im gesamten Monat getötet wurden, ungeachtet der Dokumentation, gemäß der es mehrere einzelne Tage gab, an denen die US-Aktion jeweils einen höheren Tribut forderte.

Es ist immer noch nicht klar, woher das Pentagon die Nerven hat, offen über seine Todesquoten zu lügen, aber wir kennen die Methode. Das Pentagon sagte, daß sie von 185 Berichten über Vorfälle wussten, die Zivilopfer verursacht haben. Die 50 Toten kamen von den 14, die sie für glaubwürdig hielten, während die anderen 171 Vorfälle und die Hunderte von Todesfällen, die mit ihnen verbunden waren, als "unglaubwürdig" bezeichnet und verworfen wurden.

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Wie immer, scheint die Charakterisierung als "nicht glaubwürdig" völlig willkürlich zu sein, seitdem das Pentagon zugegeben hat, dass es keine formale Bemühung macht, bodycounts zu bestätigen, schon deshalb, weil es glaubt, dass solche Zahlen keinen militärischen Nutzen haben. Es hat sich jedoch als äußerst praktischer Nebeneffekt herausgestellt beim Belügen der amerikanischen Öffentlichkeit über die Menschen, die man getötet hat, und das Fehlen jeglicher nomineller Aufzeichnungen gibt ihnen zumindest eine gewisse Möglichkeit, Zahlen zu bestreiten.

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4 thoughts on “USA spielen wieder Todesfälle durch Luftangriffe im Irak und in Syrien herunter”

  1. Die US-Air-Force tötet nur IS-Dschihadisten. Russland nur Zivilisten. Das ist die übliche "Arbeitsteilung", die in den Mainstream-Medien beschrieben werden !

  2. Aussenpolitisch nicht mehr mit USRAEL, Frankreich und England zusammen arbeiten und wir haben weniger Terroristen und Deutschlandhasser im Land. . Die ungerechten und inszenierte Kriege des Westens wegen Ölpipelines, Gas, Bodenschätze und geostrategischen Interessen haben den islamischen Terror erzeugt. Das Volk hat jetzt gegen zweierlei Übel zu Krämpfen… Politik der Eliten und nun auch noch gegen den Terror. Bin Biodeutscher mit Blick auf die Realität. George W. Bush und seine Freunde lassen grüssen

  3. Ganz gleich, wer Unruhe auf die Erde bringt. Sind das Krampusse und keine Nikolos. Brauchen die das Leid anderer Lebewesen, um daran zu wachsen und noch mehr krampussisch zu werden. Warum muß das so sein?? Gehört ein klärendes Gespräch endlich her. Heißt es doch: Kriege bringen keinen Frieden, höchstens kurze Zeit. Verträge sind besser, sind effizient. Hat da jemand auch zu viele Märchen gelesen. Warum spricht man nicht miteinander? Will man das auch garnicht. Gefällt vielen so sehr gut. Krampusse lieben es so.Otwratitelnyi.

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