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US-Special Forces trainieren afrikanische Soldaten. Bild: Flickr / AFRICOM CC BY-NC 2.0
US-Special Forces trainieren afrikanische Soldaten. Bild: Flickr / AFRICOM CC BY-NC 2.0

Todesfälle von US-Soldaten in Niger reflektieren zunehmende Einsätze in Afrika

Die amerikanische Ausgangsbasis für Krieg expandiert quer durch Afrika.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Dass die Vereinigten Staaten von Amerika Spezialeinheiten in Niger stationiert hatten, war vor der Bekanntgabe, dass vier US-Soldaten in einem Hinterhalt nahe der malischen Grenze getötet wurden, kein wirkliches Geheimnis. Es war auch nicht gerade öffentlich bekannt.

Der Bericht im Jahr 2015, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Truppen "zu Ausbildungszwecken" nach Niger schickten, wurde kaum publik gemacht. Die ersten Hinweise darauf, dass dieser Einsatz auf die Teilnahme an Patrouillen ausgeweitet worden war, gingen mit den ersten Todesfällen einher.

Das ist ein klassisches Zeichen für eine "Mission Creep“ (das ist eine – mittel- bis längerfristig angelegte - militärische Operation, die unauffällig beginnt und dann schleichend ausgedehnt wird, d. Ü.), und es ist kaum das erste. Anfang dieses Jahres haben die USA in Somalia zum ersten Mal seit über 20 Jahren Todesfälle im Kampf gegen Somalia verzeichnet. Die US-Einsätze in Afrika, die im letzten Jahrzehnt still und leise durchgeführt wurden, werden nie wirklich enden, und wenn sie einmal dort sind, findet das US African Command (AFRICOM) immer wieder neue Dinge, die sie tun können.

So werden Soldaten, die den Waffentransfer erleichtern, zu Ausbildern, und Ausbilder werden zu eingebetteten Truppen, und letztlich streifen US-Sondereinheiten im Kampfeinsatz durch das Land.

Das war geradezu unvermeidlich, als AFRICOM gegründet wurde. So wie die Gründung von CENTCOM 1983 Jahrzehnte der US-Kriege im Mittleren Osten nach sich zog, so hat die Gründung von AFRICOM im Jahr 2007 den Nährboden für amerikanische Kriege in ganz Afrika bereitet.

7 comments

  1. Jetzt machen sie es in Afrika der Grand Nation nach, die schon seit Jahrzehnten heimlich still und leise in Afrika ihre Wirstschaftskriege führt und mit daran beteiligt ist, daß ganze Fluchtbewegungen nach Europa entstanden sind und mittlerweile macht ja schon der deutsche Kamerad in Mali mit, um nicht als Spielverderber zu gelten. Das ist die Fortsetzung der deutschen Länder wie unter Napoleon, die ihn bei seinen Eroberungszügen nicht unmaßgeblich unterstützt haben und dafür auch königlich entlohnt wurden.

  2. Volker Spielmann

    Ein Wort zur Stellung der VSA in der heutigen Welt

     

    Wie so oft, so sind auch hier die Stimmen geteilt: Manche weissagen den baldigen Sturz der VSA, andere dagegen glauben, daß sich diese im XXI. Jahrhundert als Vormacht in der Welt behaupten werden. Daher wollen wir einen Blick auf die wichtigen Dinge werfen: Militärisch beherrschen die VSA mit ihren Flotten unangefochten die sieben Weltmeere und müssen sich nur vor den Küsten der anderen Großmächte etwas in Acht nehmen. Ihre Luftwaffe ist technisch und zahlenmäßig den anderen wohl noch immer deutlich überlegen und ihre Landstreitmacht wurde zu einer Söldnerarmee nach englischem Muster umgeformt und dürfte daher eine der kampfstärksten Heere sein, die die VSA bisher besessen haben. Die große Schwachstelle der VSA scheint in ihrer zu schwachen Wirtschaftskraft zu bestehen, die allein diese Militärmacht wohl nicht unterhalten könnte. Der Abfall wichtiger Vasallen wie Japan oder Deutschland oder ein Wirtschaftsbündnis der anderen Mächte, könnte den VSA daher durchaus gefährlich werden.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    • Rudolf Weissmueller

      Umgedreht wird wohl eher ein Schuh daraus ! Genau die Japaner und Europa werden letztentlich den Amis ethalten bleiben . Die sind nämlich dermaßen Ami verseucht das sie nicht mehr in der Lage sind sich aus den Klauen dieser Mörderbande zu befreien . 

      Der Rest wird mit Hilfe der Chinesen und Russen nicht mehr vereinnahmbar sein .  Waffen und Söldnerarmeen helfen nur bedingt was wenn das Hirn fehlt .

      • Volker Spielmann

        @Rudolf Weissmueller

         

        Dieses muß man aber der VS-amerikanischen Führungsschicht durchaus zubilligen… https://www.youtube.com/watch?v=QeLu_yyz3tc

         

        • Rudolf Weissmueller

          G. Friedmann ! Ein geradezu hervorragentes Beispiel wie ernsthaft und gefährlich krank die Hirne der möchtegern Imperialisten USA sind .

          In nicht all zu ferner Zukunft wird man einen Weg finden den Wahnsinn der Amis in den Griff zu bekommen . Der Rest der Welt einschl. der Natopartner werden keine andere Wahl mehr haben . Die Amis müssen expandieren sonst geht ihnen das Licht aus . Es muß nur mit allen Mitteln versucht werden sie daran zu hintern als letzten Ausweg Atom einzusetzen .

          Dann haben die Europäer sehr schlechte Karten !

    • Es steht unf fällt mit dem Dollar und dessen Akzeptanz. Und die wird nicht besser. Europa, DE, ist vollauf mit dem erhalt der EU ausgelastet. Eine Erweiterung des Verteidigungshaushalts zur Entlastung des Imperiums ist zwar möglich, wird aber innenpolitisch nur schwer durchzusetzen sein. Zumal es keinerlei Spielraum für Steuererhöhungen gibt. 

      Realistisch betrachtet läuft die Vorherschaft der USA bereits seit 2008 schleichend aus. Die nächste quartalsmäßige Kapitalmarktkrise wird alles Final beschleunigen. Dannach wird sich die Welt wieder auf Gold zur Währungsabsicherung besinnen. Das wird einem geostrategischem Erdbeben gleichkommen und die USA werden einen neuen Platz in der Staatengemeinschaft finden, notgedrungen.

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