Rente mit 63 – Das Gezanke geht los

CDU-Politiker Jens Spahn brachte die Rente mit 63 wieder ins Gespräch. Nun wird darüber gestritten. Dabei müssten 45 Jahre Arbeit genug sein.

Von Marco Maier

Gegenüber der "Rheinischen Post" sagte CDU-Politiker Jens Spahn, der auch an den Jamaika-Verhandlungen teilnimmt, gestern: "Wir sollten diese Form der Frühverrentung auslaufen lassen und mit den eingesparten Milliarden lieber die Renten von Witwen oder Erwerbsgeminderten stärken." Damit stieß er jedoch offenbar in ein Wespennest.

Denn während er dafür beispielsweise vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), welches ohnehin als "Arbeitgeber-freundlich" gilt, dafür Lob erhielt, weil dies nur "Symbolpolitik der Großen Koalition" gewesen und die Einführung der Rente mit 67 im Jahr 2029 richtig sei, kommen vor allem von Arbeitnehmerseite kritische Worte.

Der Bundesvize des CDU-Arbeitnehmerflügels "Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft" (CDA), Christian Bäumler, bezeichnete ihn gegenüber dem "Handelsblatt" dabei gar als "rentenpolitischen Rambo". Es würde dem Zusammenhalt der Gesellschaft schaden, "wenn die Rente ab 45 Beitragsjahren gegen die Erwerbsminderungsrente und die Witwenrente ausgespielt wird." Aber auch von den Gewerkschaften kommt Kritik: "Wenn Herr Spahn keine Ahnung von einem Thema hat, empfehle ich ihm, einfach mal zu schweigen und sich schlau zu machen", sagte Knut Giesler, NRW-Chef der IG Metall, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Dabei sollte es doch eigentlich allen Beteiligten klar sein, dass das bisherige Rentensystem nicht funktionieren kann, wenn die Löhne und Gehälter nicht mit der Wirtschaftsleistung mitwachsen. Das heißt aber auch: Da sind aber auch die deutsche Wirtschaft und die Politik gefragt. Es kann ja nicht sein, dass trotz "Rekordbeschäftigung" den Arbeitnehmern immer weniger bleibt, während die Steuereinnahmen immer weiter auf Rekordhöhe wachsen und die Unternehmen immer wieder Rekordgewinne vermelden (während für bessere Löhne und Gehälter angeblich aus Wettbewerbsgründen kein Geld vorhanden sei).

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45 Jahre Arbeit sollten auf jeden Fall genug sein, um noch ein paar Jahre Ruhestand genießen zu können, ohne dann Pfandflaschen sammeln oder zur "Tafel" gehen zu müssen, um überhaupt noch irgendwie über die Runden zu kommen. Da liegt der Fehler im gesamten System. Die Diskussion über die Rente mit 63, 67 oder gar noch später geht hierbei an der Ursachenbekämpfung völlig vorbei.

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23 Kommentare

  1. Das kommt nicht von Spahn.

    Rentendiebstahl ist die Agenda der Finanzoligarchie, die man Spahn im "Young Leader Program" der Atlantikbrücke eingetrichtert hat.

    Und Spahn, der aktuell von den Nato-Medien als Nachfolger Merkels aufgeblasen wird will sich bei der Finanzoligarchie gleich profilieren, indem der eine neoliberale S… durchs Dorf jagt.

    Spahn – der deutsche Macron

    Der Rothschild-Mitarbeiter Macron zieht in Frankreich die gleiche Nummer durch. Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, Abbau des Sozialstaates.

    Daran wird recht deutlich erkennbar, dass diese Marionetten alle für die gleichen Kapital-Verbrecher der Wallstreet arbeiten.

    ———————————————

    Die so durch Betrug der Rentner eingesparten Gelder werden dann über weitere Steuererleichterungen für Konzerne und Zinszahlungen in die Taschen der Wallstreet-Bankster verschoben.

    ———————————————-

    Würde Deuschland seine Zinszahlungen an die Wallstreet einstellen und sein Bruttoinlandsprodukt für die Bevölkerung verwenden, könnte man das Renteneintrittsalter absenken und die Renten erhöhen. Armutsrenten wären dann ein vergangenes Relikt einer beendeten kapitalistischen Episode.

    Wir brauchen einen Systemwechsel!

    Gib Spahn keine Chance!

     

  2. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß das politische Establishment krampfhaft versucht eine breite öffentliche Diskussion über das alles überfrachtende Thema und Existenzproblem "Fremdinvasion" abzulenken und nicht aufkommen zu lassen. Deshalb wird eine Sau nach der andern durchs Dorf getrieben! Man tut einfach so als hätte sich nichts verändert seit der "Vorinvasiven" Zeit. In Wahrheit haben sich  a l l e  Grundlagen für alle angesprochenen Probleme durch die Fremdinvasion drastisch in negative Richtung verändert.

  3. Es gibt eine einzige Rente mit 63, die wirklich abgeschafft gehört, das ist die Zwangsverrentung von Arbeitslosen, die dann mit deutlichen Abzügen fristen müssen und oft weiterhin von Ämtern abhängig sind – Wohngeld oder Grundsicherung im Alter usw…

    Dieser Zustand war schon lange Praxis wurde aber erst durch die GroKo völlig legalisiert.

    Das meinte der Herr Anwärter auf das Kanzleramt aber nicht.

    Er meinte den Eingriff in die sozialen Gesetze, die es Arbeitnehmern ermöglicht, unter bestimmten Bedingungen, früher in Rente zu gehen.

    Damit weiß ab sofort jeder, dass die CDU/CSU weiterhin den Sozialabbau für die deutsche Bevölkerung betreiben wird.

    Die Gewerkschaften erheben leise ihre Stimme und dann werden sie doch einknicken, denn sie sind ein fester Bestandteil des Systems und und in der Führungsebene mit Funktionären der Mainstream-Parteien durchsetzt.

    Laut werden die Gewerkschaften nur als Organisatoren von Kundgebungen und Demonstrationen  gegen "Rechts". Gemeinschaftlich mit den LINKEN, den Staatskirchen, den Sozis und den Grünen krakelen sie dann, wie erst jüngst vor der ersten Sitzung des Bundestages – weil dort auch demokratisch gewählte der AfD Einzug hielten.

    Die Arbeitnehmer und alle sozial Schwachen haben in diesem herunter gewirtschafteten System keine Interessenvertreter!

    1. Unsere Gewerkschaften sind seit Aolf Hitler keine freien Gewerkschaften. Wenn damm mal so eine kleine freie Gewerkschaft wie die GDL auf den Putz haut, wird sie von den Mainstream Medien medial nieder gemacht.

  4. Es gibt in den etablierten Parteien derzeit keine Politiker die ernsthaft Politik für die Arbeiter und Angestellten machen würden.Deshalb werden sie ja abgewählt.Das wird auch so weitergehen wenn ihnen nur ein Spahn einfällt.Von Spahn habe ich noch nie etwas erwähnenswertes gehört ob das zum Gesundheitswesen oder wie nun Rententhema gehört.Kein Wunder-wurde er doch im Sinne der praktizierenden Unis erzogen.Von denen wird nichts kommen was für die sich im Hamsterrad befindlichen gut wäre.Wir wären noch schlimmer dran wenn es nicht in Osteuropa noch Leute wie den Viktor Orban gäbe.In Westeuropa ist gähnende geistige Leere.

      1. Richtig!

        Ein sehr guter Link. Jeder sollte sich diesen Artikel herunterladen, da er eine wunderbare Argumentationsunterstützung darstellt.

        Jeder Gläubige sollte aufwachen und konstatieren, dass diese Staatskirchen nicht seine Kirchen sein können.

  5. Das Gezanke geht los ?

    Das kann man doch nicht mehr ernst nehmen, alle 4 Jahre das gleiche Spielchen – da wird hier und da an ein paar Schräubchen gedreht wovon aber nie alle Rentner/innen profitieren.

    Fakt ist, in Deutschland sind die Renten viel zu niedrig ( ausser für Beamten) und von daher brauchen wir ein Rentensystem wie z.B. Österreich, Niederlande,Schweiz und die skandinavischen Länder eins haben – damit die  große Mehrheit der Bürger keine Angst mehr vor Altersarmut haben muss und von ihre Rente auch noch ein würdiges Leben führen können.

    Jede Rente unter 1000 € ist der Rede nicht wert !!!!

     

  6. Und bei all dem Gezanke, muss eh viel mehr an Frauen gedacht werden, denn es sind besonders die Frauen die im Rentenalter kaum Geld zum Überleben haben ! 

  7. Vielleicht geht es ja nur mir so. Aber immer, wenn ich einen von diesen rundumversorgten Politfritzen, die schon nach 8 Jahren Parlamentszugehörigkeit Anspruch auf eine fette Pension bis zum Lebensende ergattert haben, höre, wie er ein späteres Renteneintrittsalter bzw. Rentenkürzungen für alle anderen fordert, ballt sich automatisch meine Faust und diese möchte dann sofort in das Gesicht dieser A….löcher.,

  8.  

    Spahn, der Atlantik Brücken Vasall, ist in der Vergangenheit auch schon des öftern aufgefallen!

    Vom Kreißsaal, in den Hörsaal, dann in den Plenarsaal  –  Gearbeitet haben die wenigsten von denen. Unsere Arbeitsministerin, Frau Nahles, hat selber noch nie im Leben gearbeitet,  selbes trifft auf "Frau" Roth zu,  oder Frau Daniela Wagner, 10 Jahre hat sie "studiert", aber nie einen Abschluß gemacht,  oder ein Volker Beck, der angebliche "Jurist", auch ein Studienabbrecher und ohne Beruf,  Joschka Fischer, dessen höchste "Qualifikatoin" der Taxischein war  und Frau Göhring Eckardt, die keine Theologin ist, hat ebenfalls nicht mal einen Berufsabschluss, ist auch Studienabbrecherin und wird wohl bald Ministerin.  Aber wir hatten ja auch schon einen Verteidigungsminister, der Wehrdienstverweigerer war!  Tja, das sind unsere Eliten, bzw. die Marionetten der Elite, welche der Deutsche Michel auch noch "wählt".

    Für Menschen die 45 Jahre gearbeitet und Steuern für diesen „Staat“ bezahlt haben (bezahlen mussten), ist kein Geld da, ist nie Geld da!
    Wer aber mit gefälschter Identität und erfundenen Fluchtgrund eine halbe Weltreise macht und bis nach Deutschland kommt, der bekommt Vollversorgung, ohne Bedingungen und Gegenleistungen, von diesen (Berufs)Politikverbre..hern.

     

     

     

     

     

    1. Ist alles nicht zum Aushalten was hier  abläuft, aber ich glaube, das sind alles nur Erfüllungsgehilfen der  Landsmannschaft von Jahwe   , ohne eigene Meinung.

    2. Vor diesem Hintergrund fallen die AfD-Funktionäre regelrecht aus dem Rahmen.

      Die sind zum großen Teil Akademiker, teilweise mit Professorentitel. Das ist schon eine ganz andere Liga.

      Frauke Petry war sogar Erfinderin und bekam für ihre Erfindung das Bundesverdienstkreuz. Schade, dass ihre Integration in die AfD nicht geklappt hat. Sie hatte extrem viel Potential.

      1. @Richard – Ach Richard, Sie AfD-Propagandist!

        Ja, die Petry, die Establishment-Agentin, Ihre größte Hoffnung, war also einer Erfinderin!

        Ja, im erfinden von Geschichten und im täuschen, war/ist sie gut, wie man ja an Ihnen gesehen hat, wie sie dieser falschen Schlange auf den Leim gegangen sind und monatelang für die auch noch geworben hatten.

         

         

        1. Das ist eben ein leider weit verbreitetes Problem, nämlich daß man reine Propaganda nicht von objektiven Tatsachen unterscheidet! Das Bildungs- und Berufsniveau Petrys und sicherlich auch ihre Intelligenz ist eine Tatsache, ihre charakterliche Qualifikation steht auf einem anderen Blatt. Es kommen immer falsche Ergebnisse heraus wenn verschiedene Dinge unlogisch und unobjektiv miteinander vermischt werden. Das Gleiche gilt für die AfD. Die AfD ist im Bundestag jene Partei die über das durchschnittlich höchste

          Ausbildungs- und Bildungsniveau aller Parteien verfügt. Bei der AfD gibt es keinen einzigen Parteisoldaten alle haben bereits Berufe ausgeübt.

          1. … nun ja, wie man an deinem Vorredner unschwer erkennen kann, können sich charakterliches Niveau und Intelligenz aber auch auf einer Stufe befinden, deshalb fällt dann die Differenzierung bei anderen auch so schwer. Man kennt das nicht !

          2. @Hartz4Mona – Die möchtegern "mittelständische Unternehmerin", LACH, die außer GEZ zahlen und zur (Establishment)Wahl geht nichts kann und nichts macht.

             

             

          3. Du könntest auch mal 'ne andere Witzplatte auflegen.

            Oder uns mal außnahmsweise von deinem spannenden Leben berichten – falls vorhanden.

  9. Nochmals, jeder der im Rentenalter ist, muss eine gewisse Rente bekommen, von der jede/r  leben kann, Punkt ! 

    Diese Rente darf keinesfalls unter 1000 € sein, da auch im Rentenalter jegliche monatlichen Kosten bezahlt werden müssen und das ist mit 1000€ eh kaum machbar.

    Auch kann es nicht sein, das ältere Menschen aus ihren Wohnungen müssen, weil sie die Miete, Strom,etc. nicht mehr zahlen können und auch keine kleinere Wohnung finden und der Umzug schon enorme Kosten und Kraft kosten. 

    Auch da sollten ältere Menschen viel mehr Hilfe bekommen. 

     

    50 Milliarden jährlich für Merkels Gäste, aber kaum Geld für unsere alten Menschen !?

     

     

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