In der Nacht wurden die letzten Wahlkarten ausgezählt. Das Endergebnis der Nationalratswahl 2017 steht damit nun fest. Besonders interessant: Die FPÖ avanciert zur Top-Arbeiterpartei.

Von Marco Maier

Wie zu erwarten gab es mit den letzten ausgezählten Wahlkarten keine Änderungen mehr beim vorläufigen Endergebnis für die Nationalratswahl 2017: Die ÖVP führt vor SPÖ und FPÖ, gefolgt von NEOS und PILZ. Die Grünen sind draußen.

Die Wahlbeteiligung lag bei genau 80 Prozent. Von den 5.069.929 gültigen Stimmen entfallen 1.595.526 (31,47 Prozent) auf die ÖVP, die SPÖ erhielt 1.361.746 Stimmen (26,86 Prozent), während die FPÖ mit 1.316.442 Wählern auf 25,97 Prozent Stimmenanteil kam.

Die NEOS konnten 268.518 Wähler (5,30 Prozent) für sich gewinnen, die Liste Pilz immerhin 223.544 (4,41 Prozent). Die Grünen, die mit 3,80 Prozent hochkantig aus dem Nationalrat flogen, erhielten nur 192.638 Stimmen. Alle anderen Parteien, darunter GILT und KPÖ konnten jeweils weniger als ein Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Während die ÖVP (+7,5 Prozentpunkte), die FPÖ (+5,5), die Liste Pilz als Neueinsteiger (+4,4) und die NEOS (+0,3) zulegen konnten, hielt die SPÖ ihren Stimmenanteil (+/- 0,0). Große Verlierer waren ganz klar die Grünen (-8,6). Das nicht wieder angetretene "Team Stronach" ist ebenfalls nur noch Teil der österreichischen Politikgeschichte.

Loading...

Laut Wählerstromanalysen von "SORA" konnte die ÖVP vor allem frühere FPÖ-Wähler hinzugewinnen, während die Freiheitlichen Selbst insbesondere bei den Wählern von Team Stronach und BZÖ erfolgreich war. Zudem avanciert die FPÖ tatsächlich zur neuen Arbeiterpartei: Um ganze 26 Prozentpunkte ging der Anteil der FPÖ-Wähler in dieser Bevölkerungsgruppe hoch, so dass inzwischen knapp 60 Prozent der Arbeiter die Freiheitlichen Wählen.

Die SPÖ hingegen verlor weiterhin die Arbeiterschaft (-6 Prozentpunkte), so dass inzwischen nur noch weniger als 20 Prozent dieser Gruppe für die Roten stimmten. Dafür gab es bei den Pensionisten noch ein Plus (5 Prozentpunkte), womit fast 40 Prozent der Pensionisten dort ihr Kreuz machten. Die ÖVP konnte vor allem bei den Maturanten (+21 Prozent) Punkten und erzielt bei dieser Gruppe inzwischen mehr als 40 Prozent Stimmenanteil.

Unterstützen auch Sie die Medienvielfalt mit einer Spende! Vielen Dank!

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

6 thoughts on “Österreich: Endergebnis der Nationalratswahl 2017”

  1. Es ist zu hoffen, daß der Wahlsieg von Kurz und vor allem die rechtsnationalen und wertkonservativen Themen die er von der FPÖ (die auch von der AfD vertreten werden) übernommen hat und den Wahlsieg ermöglichten, ein innerparteiliches Rumoren in der linkssubversiv abgetrifteten Union auslösen wird! Die 60% die die FPÖ aus der Arbeitnehmerschaft eingefahren hat sind ein Fingerzeig für die deutsche Arbeitnehmerschaft, die nach Strich und Faden ebenso wie die österreichische , von der linken Politik unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, ausgeplündert wird.

  2. Eine Frage drängt sich angesichts dieses Wahlergebnisses schon auf, nämlich wie ist der derzeitige kommunistische Bundespräsident Österreichs zu seiner Stimmenmehrheit gekommen? Die rechtsgerichteten Parteien haben nahezu eine 2/3 Mehrheit! Das viele geglaubt haben er wäre "grün" kann nunmehr auch nicht mehr als Erklärung dienen, die Grünen sind sogar aus dem Parlament geflogen! A l s o  w o h e r  ???

      1. Die Briefwahlstimmen bei der jetzigen Nationalratswahl weisen einen  völlig anderen Trend, nämlich zu Ungunsten vor allem der FPÖ, im Vergleich zu  den Urnenwahlstimmen auf. Logischerweise müßte sich der Trend jedoch je mehr abgegebener Briefwahlstimmen  v e r f e s t i g e n. Trotz absoluten Rekord an Briefwahlstimmen war der Trend jedoch  g e g e n l ä u f i g  !!! Ganz besonders in Wien, wo die FPÖ ihren 2.Platz durch die Briefwahlstimmen an die SPÖ verloren hat. Ein demoskopisches Wunder hat sich ereignet. Das wirft alle Schlußfolgerungen bei Meinungsumfragen völlig über den Haufen!

        1. Eines ist auch noch anzumerken, wo sind die Experten der Demoskopie die sich öffentlich mit diesem Phänomen beschäftigen? In Österreich sind Experten dieserart so geschätzt, daß sie ab und an sogar mit Ministerposten und Dauerbeschäftigung beim Rotfunk belohnt werden.

  3. In der Ostmark siegte leider die Fälschung über das Original

     

    Unsere deutsche Ostmark zeigt sich mal wieder als echte Miniaturausgabe des deutschen Rumpfstaates: Während nämlich hierzulande viele Leute der Gaukelei der bayrischen Scheinbewahrer und der liberalen Gelblinge auf den Leim gegangen sind und deshalb nicht die AFD gewählt haben, so konnten in unserer Ostmark die dortigen Scheinbewahrer unter ihrem neuen Anführer Bastian die österreichische Freiheitspartei auszubooten. Denn hätten die 31 von Hundert, die die österreichischen Scheinbewahrer gewählt haben, stattdessen die FPÖ gewählt, so hätte diese eine Regierung bilden und ihren Wert beweisen können. So aber gibt es allenfalls einige kosmetische Maßnahmen, während die mohammedanische Masseneinwanderung munter weitergeht und die deutsche Urbevölkerung Österreichs schon in Bälde zur Minderheit im eigenen Land gemacht werden dürfte. Schön aber, daß sich wenigstens die grünen Kinderfreunde in der Ostmark selbst in den Orkus befördert haben. Etwas Gutes wird die FPÖ aber trotzdem tun können.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.