Eine nordkoreanische Hwasong-9 (Scud-ER)

Einem Bericht zufolge bereitet das nordkoreanische Militär den Abschuss mehrerer Kurzstreckenraketen vor. Diese sollen nächste Woche getestet werden.

Von Marco Maier

Gerade zu jener Zeit, wenn die Kommunistische Partei Chinas am 18. Oktober den alle fünf Jahre stattfindenden Parteikongress beginnt, soll Nordkorea laut einem Bericht der in Seoul beheimateten "Asia Business Daily" Nordkorea mehrere Kurzstreckenraketen testen. Demnach haben die Militärs Südkoreas und der Vereinigten Staaten den Transport von rund 30 Scud-Raketen von Hwangju im Süden der Hauptstadt Pjöngjang zu einer Raketen-Wartungseinrichtung in der Stadt Nampo an der Westküste beobachtet.

Es sei unüblich, dass Nordkorea eine derart große Anzahl an Scud-Raketen herumtransportiert, so der Bericht. Man erwartet, dass das Militär Nordkoreas die Scud-Raketen auf "Scud-ER" (Hwasong-9) aufrüstet und diese dann – wie bereits am 5. September 2016 schon einmal geschehen – abgeschossen werden. Damals fand der erste von Südkorea und den USA festgestellte Test dieser Raketen statt. Die aufgerüsteten Scud-ER sind deutlich zielgenauer und können unbewegliche Bodenziele mit einer Genauigkeit eines Radius von 300 Milimeter treffen. Da sie jedoch ein GPS-System verwenden, könnten die USA (die das GPS kontrollieren) dies auch manipulieren – wenn sie wollten.

Allgemein wird angenommen, der größere Raketentest Nordkoreas sei eine Protestmaßnahme gegen die gemeinsamen Militärübungen Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika in direkter Nachbarschaft zu dem kommunistischen Land. Genauso wird erwartet, dass Washington daraufhin erneut mit einer Verschärfung von Sanktionen reagieren wird, da man dies dort als "Provokation" betrachten dürfte.

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Allerdings zeigt dies auch die verquere Gedankenwelt der Amerikaner: Immerhin führen sie direkt in der Nachbarschaft Nordkoreas und tausende Kilometer vom eigenen Land entfernt Militärübungen durch, die von Pjöngjang selbstverständlich als Bedrohung angesehen werden, da die Amerikaner in Sachen Regime-Change-Operationen und Militärinvasionen in anderen Ländern eine lange Geschichte vorweisen können.

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15 KOMMENTARE

  1. "Nordkorea bereitet Abschuss mehrerer Kurzstreckenraketen vor.."

    Ist das ernst gemeint oder nur ein Scherz ?

    Nord-Korea steht Tag und Nacht in Alarmbereitschaft, und das tut er seit längerem!

  2. Bei so vielen Bösen Taten und Absichten ist es doch wirklich gerechtfertigt, diesen nordkoreanischen Unholden Einhalt zu gebieten. So werden seit 65 Jahren Tatsachen erfolgreich verdreht um dann zupacken zu können. Wer das immer noch nicht durchschaut hat, trotz aller Schwierigkeiten, dem scheint jede objektive Betrachtung abhanden gekommen zu sein und das hat nun wahrlich nichts mi Blauäugigkeit zu tun, sondern mit Gerechtigkeitssinn, und dieser Begriff ist ja wie man allseits weiß auf den Kopf gestellt worden.

    • "Gerechtigkeitssinn" muss man sich leisten können, also so, wie ihn sich die Gutmenschen auf Kosten "anderer Gutmenschen" leisten.

      Will sagen, hier auf diesem Globus gehts schon immer nicht um Gerechtigkeit, sondern ums Überleben.

      Über Gerechtigkeit kann sich der Mensch unterhalten, sobald alle Menschen den gleichen Begriff davon haben, aber bis dahin, wird um's Überleben gekämpft … also für immer !

       

       

    • "Immerhin führen sie (die USA!!!) direkt in der Nachbarschaft Nordkoreas und tausende Kilometer vom eigenen Land entfernt Militärübungen durch, die von Pjöngjang selbstverständlich als Bedrohung angesehen werden, da die Amerikaner in Sachen Regime-Change-Operationen und Militärinvasionen in anderen Ländern eine lange Geschichte vorweisen können."

      Die aufgerüsteten Scud-ER verwenden ein GPS-System, das die USA (die das GPS kontrollieren) manipulieren könnten – wenn sie wollten!!!!

      Man nennt so etwas allgemein „Flase flag“ (unter falscher Flacke) Aktionen und die Kreigs.USA/CIA suchen bekanntlich nach einem Grund für ihre ewige Kriegslust!

  3. Im Grunde genommen geht es ja nicht um Nordkorea. Das eigentliche Ziel heisst China. Das ist jetzt natürlich kein Geheimwissen von meiner Seite aus. Den meisten Lesern hier sind die wahren Absichtigen der Amerikaner völlig klar. Aus geostrategischer Sicht ist es für die Amerikaner sehr wichtg, so viel Militär wie möglich in dieser Region zu konzentrieren. Darum hält man diesen Konflikt seit Jahrzehnten immer schön am kochen. Natürlich wäre es für die Amerikaner wie ein Sechser im Lotto, könnte man die eigenen Truppen auf nordkoreanischem Gebiet direkt parken, praktisch von der Haustür der Chinesen. Ob das China gefällt, darf stark bezweifelt werden. Deshalb bin ich der Meinung, das Nordkorea zumimdest inoffiziel, immer noch die volle Rückendeckung aus Pekimg geniesst. Daduch lässt es sich auch erklären, wieso Kimmy trotz der massiven Drohungen der Amerikaner, immer noch völlig unbeindruckt sein Ding durchzieht. Er weiss einfach, das ihm nicht viel passieren kann.

    So schätze ich diese Situation ein.

  4. Höchst lächerlich ist es von den VSA zu versuchen den Nordteil Koreas zur Weltbedrohung aufzublasen

     

    Mag man den VSA zugestehen, daß sie sich im Vier- und im Sechsjährigen Krieg wegen unserem alten deutschen Reich naß gemacht und sich im Kalten Krieg vor den Russen gefürchtet haben und ihnen auch erlauben, heute vor China Angst zu haben, so ist deren Betragen gegenüber den kleineren Ländern wahrhaft lächerlich. Die Herrscher Illyriens und Mesopotamiens erklärten die VSA schon zur Weltbedrohung, um ihre Kriege gegen diese propagandistisch zu rechtfertigen. Dies versuchen sie nun auch mit dem Nordteil Koreas, einem Land mit 22 Millionen Einwohnern. Dieses vermag zwar 1,2 Millionen Mann ins Feld zu stellen und verfügt über 4000 Panzer und 20,000 Geschütze, aber viel ausrichten kann es damit nicht. Denn die Waffen sind deutlich veraltet und daher könnten mit dieser zahlenmäßigen Übermacht allenfalls Anfangserfolge im Südteil Koreas erzielt werden. Mehr aber auch nicht. Ein neue Alexander der Große wird sich also nicht im Norden Koreas erheben und den VSA die Weltherrschaft entreißen.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

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