Israelische Panzer greifen syrischen Armee-Posten wegen fehlgegangener Mörsergranate an

Das israelische Militär behauptet, dass Mörserfeuer eine 'Verletzung der Souveränität' darstellt.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Zwei Tage, nachdem israelische Kampfflugzeuge Angriffe gegen syrische Luftverteidigungsanlagen durchgeführt hatten, haben israelische Panzer einen syrischen Militärposten im Süden des Landes angegriffen und zerstört, wobei sie auf eine irrgeleitete Mörsergranate verwiesen, die in den von Israel besetzten Golanhöhen gelandet sei.

Es ist nicht klar, wer den Mörser abgefeuert hat, und getroffen wurde nichts. Die israelische Armee argumentierte jedoch, dass es eine "Verletzung" der israelischen Souveränität in den besetzten Gebieten sei, und dass sie der syrischen Regierung die Schuld daran gibt, egal wer die Granate abgefeuert hat.

Israel hat eine Politik der alleinigen Verantwortlichkeit einer Fraktion favorisiert, egal wer Granaten oder Raketen abfeuert, da ihnen das erlaubt, solche Vorfälle als Vorwand zu benutzen, um größere Angriffe auf ausländisches Territorium durchzuführen, nominell als "Vergeltung".

Es gibt noch keinen Bericht über die Opfer der Zerstörung des syrischen Postens, während Israel sagt, dass es im israelischen Hoheitsgebiet infolge des Vorfalls keine Opfer und keine Sachschäden gab.

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5 Kommentare

  1. Diese Taktik wird den USraelis auf die Länge schlecht, sehr schlecht bekommen.

    Die Russen, Chinesen und Iraner sowieso sehen jetzt überdeutlich, wo die westliche Gegenfront steht und wen sie verteidigt. Es gibt keine Ausflüchte mehr.

  2. Israel schiesst grundsätzlich nur zurück . Es ist ein Sprachritual, das zum Dogma wurde.

    Um ein Dogma zu etablieren, braucht es die Mittel dazu . Absolute Macht und Kontrolle der veröffentlichten Meinung.

  3. Bei der Umgestaltung des Morgenlandes kommen die VSA eigentlich ganz gut voran

     

    Zeit ist für die VSA ein verhältnismäßiges Gut. Man könnte zwar sagen, daß deren Pläne zur Umgestaltung des Morgenlandes etliche Jahre hinterher hängen, aber dennoch sind die Fortschritte der VSA beträchtlich. Mesopotamien ist zerschlagen und nähert sich der Aufteilung in einen persischen, saudischen und kurdischen Teil, Libyen ist zerschmettert, der Jemen in Schutt und Asche gelegt und Syrien schwer angeschlagen. Die VSA haben also einiges im Ringen mit den Russen, Persern und bisweilen auch ihren türkischen Vasallen erreicht. Den Schlußstein bildet freilich die Niederwerfung Persiens, denn dieses macht den VSA und ihrem kleinen Levanteengel, für den sich die VSA wohl an diese Herkulesaufgabe gewagt haben, am meisten zu schaffen. Gelingt es den VSA aber nicht, Persien niederzuwerfen und zu zerschlagen, so könnten die Perser die Früchte der VS-amerikanischen Mühen ernten und sich wieder zur Vormacht im Morgenland aufschwingen. Die Drohungen der VSA sind also durchaus ernst zu nehmen…

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  4. Hab das Gefühl die Israelis können sich alles erlauben.Wie lange eigentlich noch?Was machen die auf den Golan-Höhen?Wenn das zum Standard wird-wir schießen immer nach Syrien,egal wer das Geschoß abgefeuert hat.na dann gute Nacht.So kann man sich natürlich alles im eigenen Interesse zurechtbiegen.Das sollte Assad mal probieren-wir schießen immer nach Israel,egal wer gefeuert hat…Der Aufschrei im Westen wäre gewaltig.Warum dürfen die Israelis machen was sie wollen?Mit welchem Recht?

    1. Das ist das Gesetz des Stärkeren. Tu was du tun kannst.

      Das ändert sich nur wenn der Hegemon sich ändert. Und das wiederum Bedarf einer Weltwirtschaftskrise. 

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