Was kommt auf die Eurozone zu? Aufgrund der jüngsten Wortmeldungen von EZB-Chef Mario Draghi kann man sich auf Änderungen in Sachen Anleihenkäufe und Zinsen einstellen.

Von Marco Maier

In der letzten Zeit kamen EZB-Chef Mario Draghi andere Töne, was die Geldpolitik in der Eurozone betrifft. Beim heutigen Treffen der EZB-Banker dürfte der einstige Goldman-Sachs-Banker deshalb auch einige Änderungen bekanntgeben. Unter anderem auch bei den heftigst umstrittenen (und offensichtlich sinnlosen) Anleihenkäufen der Europäischen Zentralbank.

Demnach ist zu erwarten, dass die bis Ende dess Jahres noch sechzig Milliarden Euro monatlich betragenden Käufe von Staats- und Unternehmensanleihen nicht wie geplant für die ersten sechs Monate des Jahres 2018 um ein Drittel auf vierzig Milliarden Euro sinken, um dann ab Juli (bis März 2019) auf 20 Milliarden Euro monatlich zu fallen. Stattdessen wird es wohl für neun Monate 30 Milliarden Euro und danach bis März 2019 für die Finanzmärkte monatlich 15 Milliarden Euro aus den EZB-Druckereien geben. Anstatt 420 Milliarden Euro für 2018/2019 sind es dann insgesamt nur 360 Milliarden Euro – sofern das Programm dann nicht verlängert wird.

Zudem wird der Basiszinssatz (siehe Grafik von "Barkleys" oben) wohl nicht schon mit Juni 2018 um einen und dann mit Januar 2019 um einen weiteren Basispunkt (0,1 Prozentpunkte) steigen, sondern wohl zur Jahreswende 2019 gleich um zwei, während das Zinsniveau bis dahin auf dem derzeit niedrigen Niveau verharren soll. Damit will man wohl verhindern, dass die Kapitalmärkte vorzeitig kollabieren, da viele Gläubiger höhere Zinssätze immer noch nicht verkraften können.

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Das heißt: Draghi setzt offenbar auf eine leichte Drosselung der Geldzufuhr in die Kapitalmärkte und sorgt hingegen mit dem noch länger auf dem niedrigen Niveau verbleibenden Zinssatz dafür, dass die Refinanzierungskosten weiterhin auf dem bisherigen Niveau bleiben, so dass die Banken und Spekulanten länger im Finanzcasino herumspekulieren können. Dennoch wird die EZB bis 2019 insgesamt wohl 2,5 Billionen Euro in die Finanzmärkte gepumpt haben.

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9 thoughts on “EZB-Sitzung: Was wird Draghi verkünden?”

  1. Was für Anstrengungen unternommen werden, eine nichtslebensfähige Gemeinschaftswährung am Leben zu halten, ist interessant zu beobachten!

    Jeder weiß doch, dass der Euro in dieser Form keine Chance hat, soll er auch nicht, wenn es nach unseren lieben Freunden von drüben (USA) geht! Sie haben schwache Länder wie Griechenland in den Euro hineinmanipuliert, wohl wissend, dass das eine gute Zerfallsstrategie war.

    Daneben raten sie regelmässig europäische Länder mit ihren sogenannten Ratingagenturen ab, damit diese auf den Kapitalmärkten zusätzliche Schwierigkeiten bekommen, sich Geld zu besorgen.

    Den südeuropäischen Ländern kann man nur raten, aus dem Euro auszusteigen, bevor sie zu Drittweltländern erklärt werden.

  2. Dieses EUROsions-Gebilde hatte bisher nur mit Deutschland, als einen der Haupt-ausfallbürgen, eine Überlebenschance, einer Währungskonstelation welches von der EZB in einer art Kapital-Käseglocke von den eigentlichen Kapital- und Anleihenmärkten abgeschottet wurde. Mit den aufgetretenen finanziellen Belastungen des Target II, der Beihilfe zur Insolvenzverschleppung Griechenlands, dem Brexit, der Finanzierung des Ostukrainekonflikts, der Migrantenfinanzierung, der Wahnsinnsfinanzpolitik einer EZB mit ihrem QE Programm ect. dürfte es mit der wohlwollenden Einstufung dieses Ausfallbürger Deutschland durch die Ratingagenturen bald vorbei sein, so daß es trotz einer 'Schwarzen Null', zu finanziellen Verwerfungen kommen wird, die diese EUROsions-Zone nicht überstehen wird. So kann davon ausgegangen werden, daß nur ein  Zusammenbruch dieses Finanzsystems diese 'EU' zu einem Umdenken bewegen kann, denn allen vergangenen Mahnungen zum trotz will die EZB mit ihrer Nullzinspolitik und ihrer illegalen Staatenfinanzierung in verminderten Form so weiter machen wie bisher, was wohl in der Richtung einer Uneinsichtigkeit zu suchen ist, von einer 'EU' die nichts aus der Vergangenheit gelernt hat.

  3.  

      Wie hießt der Reiche Typ, bei den Simpsons, gleich nochmal, Mr. Burns?

         An den erinnert mich diese miese Goldman Sachs Marionette immer.

     

     

  4. „Ich fick wo, wen und wann ich will!“ – Hunderte Fälle von sexuellem Missbrauch in der EU-Zentrale ! ! !
    http://www.anonymousnews.ru/2017/10/26/hunderte-opfer-eu-institutionen-versinken-im-sex-sumpf-ich-ficke-wo-wen-und-wann-ich-will/

    Ein Sex-Skandal in ungeheurem Ausmass erschüttert Brüssel. Im Mittelpunkt stehen die Institutionen der Europäischen Union, aktive Abgeordnete und hochrangige Funktionäre. Unter dem Hastag #metooEU outen sich immer mehr Opfer, die vergewaltigt, sexuell genötigt oder vom korrumpierten EU-Machtapparat missbraucht wurden. Allein beim Portal Politico haben sich bisher 87 Frauen und 5 Männer gemeldet, denen unter anderem lukrative EU-Arbeitsverträge gegen Sex angeboten wurden.

    Sodom & Gomorra in Babylon auf Kosten aller Steuerzahler von ganz Europa. Und die Dummvölker schauen diesem jahrzehntelangen Treiben nur zu und bleiben stumm!
    Warum sagen wir nicht endlich die Wahrheit? Wahrheit sagen und diese Hochverräter zum Teufel jagen!

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