Jede Krise hat auch ihre Gewinner. Goldman Sachs und Rockefellers JPMorgan haben die "Jagdsaison" auf europäische Banken eröffnet. Ihre Kunden sollen von der nächsten Bankenkrise profitieren – und damit sie selbst auch.

Von Marco Maier

Die globalen Kapitalmärkte sind ohnehin schon zu einem Hochrisiko-Casino degeneriert, bei denen die Akteure nicht nur ihr eigenes Geld aufs Spiel setzen, sondern auch das aller anderen Menschen und dazu noch die Integrität des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems. Wer hier mit Ethik und Moral arbeitet, wird untergehen. Das zeigen auch die Lehren, welche die Finanzindustrie aus den jüngsten Crashs gezogen haben: nämlich gar keine.

Denn gerade jetzt, wenn die Börsen Dank des billigen Zentralbankgeldes und der anhaltenden Spekulationsgelüste wieder einmal neue Rekorde brechen und sich neue Blasen bilden die auch irgendwann einmal platzen müssen, basteln die US-Großbanken Goldman Sachs und JPMorgan wieder einmal an neuen "synthetischen Produkten", die bei enormem Risiko auch exorbitante Gewinne versprechen.

Das Motto wieder einmal: Nehme die beschissensten Anlagen die du bekommen kannst und verkaufe sie als Paket an die leichtgläubigen, nach hoher Rendite gierenden Idioten, kassiere ordentlich Gebühren von ihnen ab und erhalte noch einen ordentlichen Profit, wenn das ganze System dann zwangsläufig in sich zusammenbricht.

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Wie "Bloomberg" nun berichtet, geht es bei den Banken eben genauso weiter. "Weniger als eine Dekade nach der letzten großen Bankenkrise bieten Goldman Sachs und JPMorgan den Investoren einen neuen Weg an um auf die nächste zu wetten". So bieten sie den "Investoren" (also besser: "Spekulanten") an, auf oder gegen Hochrisiko-Bank-Bonds – vorzugsweise in Europa, wie zum Beispiel die spanische Banco Popular – zu wetten, welche möglicherweise von den Finanzmarktregulatoren "ausgelöscht" werden.

Der ganze Markt für solche hochtoxischen Finanzpakete wird derzeit mit rund 150 Milliarden Dollar beziffert. Zwar versprechen die angeschlagenen Banken für ihre Bonds hohe Zinssätze (im Schnitt 4,8 Prozent, etwa das Zehnfache dessen, was stabile Banken zahlen), was sie natürlich gerade in Zeiten extrem niedriger Zinsen attraktiv macht – doch das Risiko von Totalverlusten ist extrem hoch. Doch Dank hochkomplexer Absicherungsmaßnahmen können die Käufer solcher "synthetischer Produkte" das Risiko auf andere abwälzen und im Falle einer neuen Bankenkrise trotzdem noch enorme Gewinne einfahren.

Interessant hierbei ist die Tatsache, dass sowohl Goldman Sachs als auch JPMorgan die "Jagdsaison" auf andere Banken – vorzugsweise in Europa – erneut eröffnet haben. Wenn nun beispielsweise die Banco Popular, die Banco Santander, die Deutsche Bank und die HSBC ins Visier der US-Großbanken geraten, was dürfen gerade die Europäer nun erwarten? Bezeichnend ist, dass die europäische Wirtschafts- und Finanzpresse dazu recht schweigsam ist.

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30 KOMMENTARE

  1. Wieso wird hier eigentlich immer wieder der Unsinn verbreitet, JP Morgan hätte irgendwas mit Rockefeller zu tun?

     

    Rockefeller hält lächerliche 0,05% der Anteile.

  2. wer hinter den banken steckt, weiß doch mittlerweile jeder. die machen geld, ob kriese oder nicht! die gehen über leichen und befördern kriege in allen regionen der welt!

  3.  

     

     

     

    Diesen jüdischen Finanzverbrechern und Megabetrügern muss das Handwerk gelegt werden, ansonsten werden will alle untergehen.

    Auf Betrug und Manipulation spekuliert das ganze  FED-System , das ganze Land soll als Bezahlung für die eingegangenen Euro-Wett-Schulden letztlich der Wall-Street übereignet werden.

    Marc Beise nennt "die EZB einen Geisterfahrer auf der Finanz-Autobahn". Beise führt aus, dass es monetärer Selbstmord ist, Inflationsgeld herzustellen, um die Goldman-Sachs-Finanzmärkte zu befriedigen. Beise schreibt: 

    "Die EZB drückt damit immer mehr neues Zentralbankgeld in die Finanzmärkte, die ohnehin im Geld schwimmen. … Die nationalen Notenbanken sollen für 80 Prozent eventueller Verluste haften. Es handelt sich um eine riskante Wette, wie es sie so in Europa noch nicht gegeben hat. … Dafür nimmt er in Kauf, dass die riesigen Geldmengen neue Blasen hervorrufen und dies in einem Finanzcrash münden könnte – und das alles, obwohl umstritten ist, ob eine Deflation überhaupt zu befürchten ist. … Die EZB ist auf der Finanz-Autobahn unterwegs wie ein Autofahrer, der einsam seine Spur hält und sich von Hunderten angeblicher Falschfahrern nicht beirren lässt." [Süddeutsche Zeitung, 23.01.2015, S. 4]

    Vermutlich wollen die Menschenfeinde

    Der CEO v. Goldman/Sucks, Lloyd Blankfein:

    'Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet'

    nach der Industrie auch das Banken- und Finanzwesen in Europa zerstören.

  4. Wer immer diese Finanz-Hyänen in sein Land lässt, ist verloren!

    Wolfgang Schäuble wörtlich: 

    "Zum letzten Mal war das Land 1948 schuldenfrei, also nach Krieg und Diktatur." [Süddeutsche Zeitung, 14.10.2013, S. 4]

    Und er schämt sich noch nicht einmal bei diesen Worten.

    Wo immer Staatschefs die Geld-Souveränität wieder herstellen, also nicht das von ihrer Notenbank selbst hergestellte Geld dem Rothschild-Zentralbanken -System geben und mit Wucheraufschlag zurückleihen müssen, blüht jedes Land auf.

    Ungarn ist dafür das beste Beispiel. Ministerpräsident Viktor Orbán unterstellte die ungarische Notenbank wieder der Regierung und erließ Gesetze, die es ausländischen Hyäne-Banken nicht mehr ermöglichen, sein Volk zu ruinieren: 

    "Die gesamte ungarische Industrieproduktion ist 2014 vermutlich um sieben Prozent gewachsen. Damit ist Ungarn Spitzenreiter in Ostmittel- und Südosteuropa, das 'alte Europa' schafft solche Raten erst recht nicht. … Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat 2014 um schätzungsweise drei Prozent zugelegt. … Mit einem Federstrich wurden die Landnutzungsrechte ausländischer Bauern und Forstbetriebe in Ungarn eingeschränkt. Die neuen Sondersteuern auf große Supermärkte treffen vor allem die nichtungarischen Ketten. … Auch in der Energie- und Telekommunikationswirtschaft geraten die Ausländer besonders unter Druck. Im Finanzgewerbe unternimmt die Führung gar nicht erst den Versuch, ihre nationale Stoßrichtung zu verhehlen. Ganz offen hält es Wirtschaftsminister Mihály Varga für 'wünschenswert, dass sich die Mehrheit des ungarischen Bankwesens in lokaler Hand befindet'. Der Staat kauft Geldhäuser auf, etwa die Budapest Bank von GE Capital oder die MKB-Bank von der BayernLB. Und er vergrault die verbliebenen Ausländer derart, dass sie vor lauter finanziellen und administrativen Belastungen Verluste schreiben und nur noch mit Mühe ihren Geschäften nachgehen können." [FAZ, 14.01.2015, S. 15]

  5. Irrtum.

    J.P.Morgan und GoldmanSachs wollen nicht HSBC und Santander stürzen.

    Denn wie die ETH Zürich in einer Studie herausfand gehören diese Großbanken alle zu einem über Aktientausch verbundenem Kartell. Das sind nicht einzelne Banken, sondern verschiedene Köpfe ein und desselben Finanz-Drachens, der nach Weltherrschaft strebt. Dass die sich selbst stürzen wollen ist also realitätsfern.

    Wen wollen diese Banken schädigen? Wer soll die Zeche zahlen?

    Das ist doch offensichtlich – der europäische Bürger.

    Und bei welchem ist am meißten zu holen?

    Richtig – beim Deutschen.

    Wie funktioniert der Raubzug?

    So wie bei Griechenland und bei der HypoRealEstate. Man bringt dem Anschein nach europäische Banken in Not, dann erklärt Schäuble der Bevölkerung, diese Banken seien "systemimmanent" und dürften nicht pleite gehen und "rettet" dann diese Banken mit Deutschen Steuergeldern.

    Das Ganze ist im Grunde die Verschiebung Deutscher Steuergelder zur Wallstreet.

    Auf Schäuble kann sich die Wallstreet fest verlassen!

    • Die meinen das richtig, richtig ernst damit, Deutschland von der Landkarte verschwinden zu lassen, dafür werden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Aber ich denke, bis die Deutschen das merken, ist es längst zu spät. Der Weckruf hätte nach meinem pers. seismographischen Empfinden für bevorstehende Katastrophen, schon vor spätestens 20 Jahren Gehör finden müssen.

  6. Von den Vorteilen und Gefahren der Rückgewinnung des Münzrechtes für uns Deutsche

     

    „Das Geld macht also wie ein Maß alle Dinge kommensurabel und stellt dadurch eine Gleichheit unter ihnen her. Denn ohne Austausch wäre keine Gemeinschaft und ohne Gleichheit kein Austausch und ohne Kommensurabilität keine Gleichheit.“ Soweit Aristoteles zur Aufgabe des lieben Geldes und daher stellt die Rückgewinnung des Münzrechtes ein unverzichtbare Voraussetzung zu jeder wahrhaften Wiederherstellung unseres deutschen Staates dar. Zudem würde es die Handhabung unserer Staatsfinanzen im Sinne Friedrichs des Großen erlauben: „Infolgedessen leben wir nicht auf Vorschuß, sondern legen jedes Jahr zurück. Unsere Zahlungen werden nicht auf Grund liederlicher Rechnungen oder mit Papier, sondern in guter Münze geleistet“. Volkswirtschaftlich fiele die Zinslast weitgehend weg. Das Problemchen besteht in den derzeitigen Eigentümern, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen werden, um unser Münzrecht behalten zu können. Haben sie doch die letzten beiden Kriege gegen uns deswegen führen lassen!

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  7. Dank EUREM Schäuble und EURER Merkel geht das Spiel munter weiter!!(Gabriel-CHULZ)

    Und EUER Volk will das so!!!!!!!!!

    Und natürlich der charakterlose Seehofer!!!!

     

    • Die Heimat der drei Affen ist nicht nur Deutschland, sondern auch Austria ! Euer neuer Führer wird Kurz heißen ab Montag, also wie Merkel und Macron ein Volksvernichter !

    • Hallo Ösi, jetzt verrat mir mal, was Du damit bezweckst ?

      Irgendwas musste dir doch dabei denken, oder agierst du unbewusst ?

  8. Was habt Ihr gegen die Wetten? Jeder von Euch hat schon mal gewettet. (Lotto gespielt) Wenn Einer gewinnt, dann verliert der Andere. Problem sind die Politiker, die dann die Staatsgelder an die Bank, die verloren hat, ueberweisen. So gibt es keine Banken, die verlieren. Wenn man nicht verliern kann, warum sollte man nicht zocken? Man kann nur gewinnen!!!

    • @Ommi – Was für ein Schwachfug!

                      

                   "Fabian gib mir die welt plus 5 Prozent"

                                     "Geld als Schuld"

       

      Einfach mal angucken und sich die Zeit nehmen, gibt es auch Trickfilmverfassungen, damit das RTL-Volk es auch kapiert und mal begreifet wie das jü… Zinsgeldsystem funktioniert.

       

       

       

      • Es ist allgemein bekannt, dass Zins und Zinseszins eine exponenzielle Funkzion ist. Deren Graf ist ne Parabel und Limes hat in Unendlich. Aber dies erklaert nicht, wieso die Bankster zocken! Meinst Du nicht?

    • …da kann ich mich nur anschliessen….was du da getippt hast ist vølliger Schwachfug! Erstens…Lotto…liebe Ommi"..das ist keine Wette! Zweitens…es duerfte wohl absolut klar und fuer jeden mit mehr als zwei funktionierenden Hirnzellen verstændlich sein, dass z.B. klein Jochen mit seinem Taschengeld auch mal Blødsinn anstellen darf – z.B. es bei den einarmigen Banditen verplempern darf –  aber wenn er fuer diesen Blødsinn dann noch die Haushaltskasse inkl. aller Spaarbuecher seiner Eltern fleddert….dann nennt man sowas nicht "Wette" sondern "Verbrechen"!…und wenn dieses Verbechen nicht nur die Existenz einer Familie sondern die Existenz eines ganzen Volkes oder vieler Vølker zerstørt….so ist das ein millionenfaches høher als ein Verbrechen! Die Strafe dafuer kann nur æusserst extrem ausfallen…..Tod durch tausend Schnitte…wie im alten China!

      • Bei den Wetten geht es um ein Vertrag zwischen den Beteiligten. Eine Seite bietet die Wette an, die andere Seite geht die Wette ein. So geht der Geldfluss nur zwischen diesen beiden Seiten. Die Summe um die gewettet wird ist unwichtig. Bei den Wetten der Banken kommt noch die dritte Seite dazu. Und das ist die Oeffentiche Hand. Ergo der Steuerzahler. Du hast die Spielsucht beschrieben. Und das ist ganz was Anderes…

  9. Bei den Wetten geht es um ein Vertrag zwischen den Beteiligten. Eine Seite bietet die Wette an, die andere Seite geht die Wette ein. So geht der Geldfluss nur zwischen diesen beiden Seiten. Die Summe um die gewettet wird ist unwichtig. Bei den Wetten der Banken kommt noch die dritte Seite dazu. Und das ist die Oeffentiche Hand. Ergo der Steuerzahler. Du hast die Spielsucht beschrieben. Und das ist ganz was Anderes…

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