Die Saudis wollen nicht auf die UN-Liste der Kinderkiller kommen

Der saudische Botschafter in den USA sagt, dass die Flugzeuge im Jemen ein „Höchstmaß an Sorgfalt“ walten lassen.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Saudi-Arabien beschwerte sich am Freitag, nachdem es auf der schwarzen Liste der UNO wegen Gewalttätigkeiten gegen Kinder in Kriegszonen gelandet ist, die mit ihren Angriffen auf den Jemen zusammenhängen. Der Bericht warf der von den Saudis geführten Koalition gegen den Jemen mindestens 683 getötete Kinder im Jahr 2016 vor.

Saudische Regierungsvertreter beschwerten sich, dass ihre Einbeziehung "missverständlich" war, boten aber keinen Beweis für das Gegenteil an. Der saudische Botschafter Abdallah al-Mouallimi besteht darauf, dass saudische Kampfflugzeuge ein "Höchstmaß an Sorgfalt" walten lassen.

Eine Behauptung, die wahrscheinlich niemanden überzeugen wird. Seit dem Angriff auf den Jemen im Jahr 2015 waren die Saudis in massivem Ausmaß an zivilen Todesfällen durch Luftangriffe auf besiedelte Gebiete beteiligt. Wiederholte Angriffe auf Schulen, die oft mehrmals gegen dieselbe Schule gerichtet sind, unterstreichen die Risiken, denen Kinder während des Luftkriegs ausgesetzt sind.

Es war diese Art von "maximaler Sorgfalt", die letztes Jahr die Saudis auf die gleiche Liste brachte, obwohl sie "vorübergehend gelöscht" wurden, bis eine Untersuchung erfolgt war. Es gibt kein Anzeichen dafür, dass diese Ermittlungen jemals stattgefunden haben, und Generalsekretär Ban Ki-moon beschwerte sich später darüber, dass die Saudis ungebührlichen Einfluss in Bezug auf die Liste ausübten.

Loading...

Drohungen der Saudis, die Mittel für die UNO zu kürzen und die Unterstützung der USA, haben sie letztes Jahr von der Liste gestrichen, aber es bleibt abzuwarten, ob sie nach zahllosen weiteren Todesfällen und unzähligen weiteren Berichten über rücksichtslose Angriffe diesen Trick ein Jahr später wiederholen können.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Die UN-Rede von Wladimir Putin: Wird Russland eine neue blockfreie Bewegung anführen?

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

8 Kommentare

  1. das was wir mit dem 30 jährigen krieg schon vor jahrhunderten ad acta gelegt haben, findet gerade in der arabischen welt statt.2 glaubensrichtungen prallen aufeinander im kampf um die durchsetzung ihrer religion. wenn manche geschichtskundige leute denken der 30 jährige krieg war schon grausam, so werden sie doch heute eines besseren belehrt,es gibt immer noch eine steigerungsform.und 30 jahre werden nicht ausreichen sunniten und ihren pondon wieder zu befrieden. in weiser vorraussicht dessen hetzt trump auch schon gegen venezuela , um sich die dortigen ölvorräte zu sichern und unabhängig von arabischem öl zu werden, einmarsch vorprogrammiert.

  2. na marco, nicht ein schimpfwort und trotzdem awaiting moderation? wäre nett wenn de mir mal sagst warum, will nicht dumm sterben, das ist so frustrierend ohne wissen.

  3. Die Saudis führen gegen den Jemen einen ziemlich gemeinen Hungerkrieg

     

    Man merkt, daß der Engländer Laurenz die saudischen Ölgötzen in der Revolte gegen die Türken angeführt hat. Diese haben nämlich nun gegen den benachbarten Jemen eine Einfuhrblockade verhängt, die mittlerweile an die englischen Hungerblockaden gegen uns Deutsche im Vier- und Sechsjährigen Krieg erinnern. Wobei der Jemen das Pech hat, daß er – als Wüstenland – über kaum eigenes Ackerland verfügt und daher auf die Nahrungsmitteleinfuhren angewiesen. Dazu herrscht im Jemen Bürgerkrieg und eine wirksame Staatsverwaltung gibt es auch nicht. Daher hungern schon heute über 80% der Bevölkerung und niemand scheint sich sonderlich daran zu stören. Die VSA halten schützend ihre Hand über die Saudis und diesen ist deren Wüten im Jemen wohl auch ganz recht, da dies als Stellvertreterkrieg gegen Persien wahrgenommen wird. Freilich, für die hiesige Lügenlizenzpresse sind mal wieder wir Deutschen schuld, schon aus Prinzip und weil wir den Saudis Waffen, auf Geheiß der VSA, verkaufen müssen.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  4. Kinderkiller sind auch die sozial- und christdemokratischen Parteilumpen, die Waffen an den Terrorstaat Saudi Arabien geliefert haben (und zwar nicht nur die unmittelbar an dieser Behilfe zum Raub- und Eroberungskrieg und zum Völkermord Beteiligten, sondern jedes einzelne Parteimitglied) und alle sonstigen Unterstützer dieser Parteien. Pest und Cholera eben!

  5. Gerade die Saudies halten sich doch tausende Kinder zum täglichen Missbrauch die getötet werden, wenn sie nicht mehr können, wollen, oder ausrasten! größere Heuchler als die Saudies scheint es kaum zu geben.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.