Die Parteiführung der Linken mit Riexinger, Kipping, Wagenknecht und Bartsch. Bild: Flickr / Die Linke CC BY 2.0

Der Streit zwischen Kipping und Wagenknecht ist ein Ergebnis des Konflikts zwischen neulinken Hipstern und altlinken Sozialisten. Die Frage ist nur: Wer wird diesen innerparteilichen Machtkampf gewinnen?

Von Marco Maier

Ein Blick auf die parteiinternen Streitigkeiten zwischen Parteichefin Katja Kipping und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht offenbart die bestehenden Bruchlinien zwischen den verschiedenen Gruppen innerhalb der Linkspartei. Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen "Zickenkrieg" zwischen den beiden Frauen oder einen Machtkampf zweier Politiker, sondern um den Kampf zweier Richtungen innerhalb der politischen Linken, der inzwischen offen ausgetragen wird.

Während Parteichefin Kipping zur sogenannten "neuen Linken" (antideutsch, zionistisch, intellektuell…) gehört, kann man Wagenknecht zur "alten Linken" (internationale Solidarität aber unter Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten, Kampf für die Schwachen und Arbeitnehmer… – immerhin meinte Marx mit "Proletarier aller Länder, vereinigt euch" ja auch nicht, dass sie sich gefälligst in Deutschland zu vereinen haben, oder?) zählen. Die mediale und öffentliche Präsenz der neuen, antideutschen Linken mit ihren "Refugees welcome"- und "open borders"-Plakaten sorgte aber auch dafür, dass sich gerade die Arbeiterschaft (vom Handwerker über den Fabrikarbeiter bis hin zum Leiharbeiter) selbst, sowie die Hartz-IV-Empfänger – insbesondere im Osten der Republik – von der Linkspartei ab- und der AfD zuwendeten.

Auch wenn Wagenknecht gerne anführt, dass man nur die Konzerne "ordentlich besteuern" müsse und die Steuerflucht eben dieser Unternehmen ein Problem darstellt (denn man könne mit diesem Geld ja auch Flüchtlinge versorgen) und damit allerdings falsch liegt (denn mit dem Geld könnte man beispielsweise die Staatsschulden abbauen und die marode öffentliche Infrastruktur sanieren, bzw. Steuersätze senken), so hat sie zumindest erkannt: Die massive Zuwanderung in den deutschen Sozialstaat stellt ein großes Problem dar.

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Denn je nach Berechnung belaufen sich die monatlichen Kosten pro Asylbewerber auf 2.500 bis 4.600 Euro (je nachdem ob man nun Entwicklungsminister Müller, das Institut der Deutschen Wirtschaft oder das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung befragt). Das heißt: Jährlich müssen von der deutschen Bevölkerung pro Asylbewerber einfach 30.000 bis 55.000 Euro aufgebracht werden. Was bei vielleicht 100.000 oder 200.000 solcher Menschen kein großes Problem darstellt, wird jedoch schon bei ein bis zwei Millionen Personen die so finanziert werden müssen zu einer finanziellen Belastung. Das wären dann nämlich schon 55 bis 110 Milliarden Euro, die von den Steuerzahlern und Sozialversicherten aufgebracht werden müssen.

Doch Kipping & Konsorten sind solche Berechnungen egal. Man konzentriert sich in ihren Reihen ohnehin lieber auf die Hipster und Bobos aus gutem Hause, auf Studenten und dergleichen – eigentlich jene Clientiel, die sonst eher für die Grünen stimmt. Mit jenen Menschen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen hat diese Gruppe kaum (mehr) etwas am Hut. Stattdessen soll jeder "Flüchtling" (egal aus welchen Gründen diese Person auch die eigene Heimat verlässt) nach Deutschland kommen können. Der "kleine Arbeiter", der sich aber mit steigenden Steuern und Sozialabgaben konfrontiert sieht, die sein ohenhin schon unzureichendes Salär noch weiter schmälern und der Hartz-IV-Empfänger, dem wegen jeder Kleinigkeit die Bezüge gekürzt werden, während man bei den Asylbewerbern immer wieder Leute findet, die mithilfe mehrfacher Identitäten große Summen beziehen, werden mit solchen Forderungen jedoch nicht glücklich sein. Im Gegenteil: Gerade dies führt dazu, dass nicht gerade wenige von ihnen lieber für die AfD stimmen.

Für die Kipping-Linken sind wirtschaftliche, finanzielle und gesellschaftliche Realitäten irrelevant. Für die Wagenknecht-Linken hingegen spielen solche Überlegungen durchaus eine Rolle. Und gerade deshalb, weil es Wagenknecht wagt, die Problematik anzusprechen, wird sie von Kipping & Co ins "braune Eck" gestellt. Um die Linke auch im Bund "regierungsfähig" zu machen, verrät man auch gerne die lange vertretenen (und auch von Wagenknecht noch hochgehaltenen) Positionen, wonach man beispielsweise die NATO-Mitgliedschaft Deutschlands hinterfragen muss, genauso wie die Auslandseinsätze und den US-Drohnenkrieg, der auch von Ramstein aus geführt wird. Will man Fluchtursachen bekämpfen, kann man dies nicht dadurch schaffen, indem man Millionen von Menschen aus aller Welt aufnimmt und gleichzeitig den imperialistischen Kurs der Vereinigten Staaten und deren Deep State unterstützen – wie es die Kipping-Fraktion offenbar will. Man muss hierbei bei der Wirtschaftspolitik ansetzen, wie es die Ökonomin Wagenknecht tut.

Nun stellt sich die Frage: Wer wird den Machtkampf innerhalb der Linken gewinnen? Schafft es Kipping, bleibt Wagenknecht nichts weiter übrig als sich mit ihren Getreuen abzuspalten und eine eigene sozialistische Partei zu gründen. Schafft es Wagenknecht, wird sich auch die Kipping-Fraktion abspalten müssen. Eine Unterordnung einer Gruppe unter die andere wird sich angesichts des verbissenen innerparteilichen Kampfes nicht spielen. Gewinnen kann nur eine von beiden. Allerdings ist auch klar, dass die Wagenknecht-Fraktion deutlich größeren Zuspruch in der Bevölkerung erhalten wird als jene Kippings, welche faktisch mit den Grünen um dieselbe kleine Clientel kämpft. Wie schon die Bundestagswahl zeigte, gab es im Westen zwar Zugewinne, im Osten jedoch teils massive Verluste (an die AfD).

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51 KOMMENTARE

    • Richtig, aber wir brauchen eine Partei, die den gesellschaftszerstörenden Neoliberalismus beendet.

      Und dabei könnten Wagenknecht und Lafontaine eine Rolle spielen.

        • Lafontaine ist fast nicht ideologisch, sondern vertritt in Teilen die Soziale Marktwirtschaft, wie sie früher einmal unter Ludwig Erhardt in Deutschland zu allgemeinem Wohlstand führte.

          Letzterer endete erst mit dem schleichenden Übergang zu Neoliberalismus in den 90ern.

          Die Soziale Marktwirtschaft ist übrigens auch das im Parteiprogramm formulierte Ziel der AfD, nur das Lafontaine was Einkommensgerechtigkeit anbetrifft konsequenter als die AfD ist.

          Dieses Wirtschafssytem wurde bereits vor etwa 100 Jahren von Theoretikern wie Walter Eucken entworfen, mit dem Ziel, die Fehlentwicklungen des Kapitalismus im 19ten Jahrhundert und die des Kommunismus im 20ten Jahrhundert zu vermeiden.

          Diese Politik ist nicht gesellschaftszerstörend, sondern konstruktiv.

          • Masseneinwanderung IST Gesellschaftszerstörend. Da braucht man überhaupt keine Querverweise mehr auf welches System auch immer !

            … und dafür, dass der Oskar nur "fast" nicht ideologisch ist, hat er's aber sehr lange bei den Linken ausgehalten !

            Dem seine alten SPD-Anteile reichen mir aber nicht, zumal ich die SPD seit ihrer Gründung mittlerweile für eine äußerst fragwürdiges Konstrukt halte.

            So, der Eucken also. Und, wo stehn wir ? Haben wir nicht genug Fehlentwicklungen ? Wo bitteschön wurde hier etwas "vermieden" ?

            Und du nennst deren Resultat "konstruktiv" ? Ja, gehts denn noch ?

          • Ich sprach über das Wirtschafssystem, nicht über Masseneinwanderung.

            Lafontaines koalieren mit der SED-Nachfolgepartei war sicherlich ein Bruch mit der Moral, dem man ihm zum Vorwurf machen kann.

            Die heutigen Fehlentwicklungen sind nicht das Resultat des von Eucken entwickelten Wirtschaftssystems, sondern die der Abkehr von demselben zurück zum heutigen Kapitalismus, der sich als Neoliberalismus verklausuliert.

      • Es gibt absolut keine Differenzen was das Ziel betrifft, strittig ist nur der Weg dahin. Wagenknecht und Lafontaine haben als Realpolitiker nur erkannt, daß die "Methoden" das dem Volk autoritär unterzujubeln wie Frau Merkel die Umsetzung betreibt   , so kontraproduktiv ist, daß das Erreichen des Zieles gefährdet ist. Die Internationalisierung, die Subversierung der Nationalstaaten und seiner kulturspezifischen Völker sowie die Zerschlagung der bestehenden Staatsordnungen um auf dem anarchistischen Trümmerfeld die "gloreiche" sozialistische Gesellschaft zu errichten, ist das Ziel jedes linksextremen Sozialisten/Kommunisten. Was wir derzeit  erleben ist die realpolitische Umsetzung dieser Ziele.

  1. Fr. Wagenknecht und ihre Getreuen täten gut daran selbst eine Partei zu gründen. Viele Bürger warten nur darauf, besonders Wähler die mal die SPD und Linkspartei gewählt haben, bevor es mit der Massen-Einwanderung los ging.

  2. Übrigens, gibt es diese Zerrissenheit auch in der CDU und CSU – nur fehlt es an mutigen Politiker/innen die das offen sagen und dagegen angehen. 

  3. Und wie immer fehlen die grössten Gangster im Bericht: DIE BANKSTER!!!

    So lange wie der Rothschild`s und Co, machen können was sie wollen, wird nie ein gutes Ergebnis für die Bevölkerung herauskommen. NIE!!

    Das Problem wird einfach von allen TOTGESCHWIEGEN. Politiker, Schreiberlinge, Manager,Hackler – ja von ALLEN!!

    • Ach ja und für meine DEUTSCHEN FREUNDE EINE KLEINE ORIENTIERUNG WIE IHR WIRKLICH SEIT – MEHRHEIT!!

      Deutsche sehr zufrieden mit der Demokratie

      Verstehe gar nicht was die ganzen "Unzufriedenen" in Deutschland wollen, von wegen die BRD wäre eine GmbH, wählen bringt eh nichts und "Merkel muss weg". Laut einer weltweiten Umfrage der Statista sind die Deutschen am MEISTEN zufrieden mit der Demokratie im Lande. Nur die Inder sind es noch mehr. Die Frage lautete: "Wie zufrieden sind Sie wie die Demokratie in ihrem Lande funktioniert?" Darauf antworteten 79 Prozent der befragten Deutschen mit "zufrieden" und nur 26 Prozent mit "nicht zufrieden".

      Das heisst in den befragten EU-Ländern sind die Deutschen am glücklichsten darüber wie die Demokratie funktioniert.

      Nicht zu fassen!!!

      Dabei gibt es in Deutschland gar keine echte Demokratie, denn die Bevölkerung kann nichts entscheiden, obwohl Artikel 20 des Grundgesetz lautet:

      (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

      (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

      Das ist gelogen, denn die Staatsgewalt geht eben nicht vom Volke aus sondern von einer Finanz- und Wirtschafts-Clique.

      Und von den amerikanischen Besatzern und der Zionisten-Lobby! 

      Wie sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer? "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“​

      Man kann weder den Kanzler noch den Präsidenten direkt wählen, und die Ministerpräsidenten der Länder auch nicht. Man kann nur Abgeordnete und Parteien wählen.

      Den Bundesbankpräsidenten, die Verfassungsrichter, die Minister usw. kann man alle nicht wählen. Was sie entscheiden betrifft aber jeden!

      Die Deutschen wurden auch nie gefragt, ob sie in die NATO wollen, oder die Wiedervereinigung wollen, oder der EU beitreten wollen, oder ob sie die D-Mark aufgeben und dafür den Euro wollen oder den Lissabon-Vertrag wollen. Das wurde über ihre Köpfe hinweg entschieden.

      Deshalb ist es für mich völlig unerklärlich, wie dann 79 Prozent der Deutschen mit der Demokratie zufrieden sein können, wenn es sie gar nicht gibt. Genauso wie es keine Verfassung gibt. 

      Ich frag mich deshalb, welche Verfassung schützt der Verfassungsschutz und über welche Verfassung richten die Verfassungsrichter? Ist doch alles eine riesen Täuschung. Deshalb heisst das Land auch für mich Täuschland!

      Die Deutschen lassen sich offensichtlich am meisten und sehr gerne täuschen … und belügen … am meisten von den Lügenanstalten ZDF und ARD, die sie mit Zwangsgebühren finanzieren!

      Apropos ARD, die haben mich gerade geadelt … ja, in einem Faktenfinder-Artikel über George Soros wurde der Alles Schall und Rauch Blog zitiert.

      http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2017/10/deutsche-sehr-zufrieden-mit-der.html

       

      • Der Betreiber des AllesschallundRauch-Blog ist ein Asozialer, der neben einen an Rassismus grenzendem Deutschenhaß durch Selbstverliebtheit und extremer Rechthaberei auf sich aufmerksam zu macht.

        Ein ganz niederer Charakter.

        Auf seinem Blog bietet er die Kommentarfunktion unter von ihm definierten "Blogregeln" an, die er dann selbst gegenüber Kommentatoren eklatant bricht.

        So besagen seine Blogregeln, dass Kommentare, die andere User persönlich herabsetzen nicht gepostet werden. Dafür maßt er sich dann die vorherige Moderation der Kommentare an.

        Er selber hingegen beschimpft dann andersdenkende Kommentatoren, deren sachliche Kommentare nicht mit seiner Partikularmeinung ajure gehen mit verbalen Ausfällen wie:

        "Du bist ein Dummschwätzer und hast null Ahnung!"

        Sachliche Antworten zensiert er dann weg wie man es sonst nur von Mainstreammedien wie Focus, ARD oder bei den Grünen kennt.

        Meinungszensur a la DDR.

        Und dieser selbstverliebte Rechthaber bildet sich dann noch ein, die Mainstream-Medien kritisieren zu können, weil er sich diesen moralisch überlegen fühlt. Grenzwertig charakterarm.

        Die Moral eines Mannes steht und fällt mit seiner Integrität.

         

  4. Wagenknechts Attacke gegen die Umvolkung – ein Ultimatum an die Linken?

    Vor wenigen Tagen rechnete Wagenknecht in einem Spiegel-Interview wie auch schon ihr Mann Oskar Lafontaine öffentlich mit der Massenmigration ab.

    Dies ist ein Affront an die Mehrheit der Linken. Zusätzlich fällt sie damit der von den Linken finanzierten Antifa in den Rücken.

    Mit dieser Aktion stellt sie den Linken ein Ultimatum entweder elementare Komponenten ihrer antideutschen Weltanschauung über Bord zu werfen – oder in Zukunft ohne eine Sahra Wagenknecht arbeiten zu müssen. Letzteres wäre aufgrund der Popularität Wagenknechts ein herber Rückschlag für die Linken in der öffentlichen Selbstdarstellung.

    Wagenknecht läßt die Linken mit ihrer Migrationsablehnung also eine ziemlich dicke Kröte schlucken. Sie verlangt von den Linken ultimativ eine 180-Grad-Wende. Das ist starker Tobak.

    ———————————————–

    An dieser Stelle kann man wie Herr Maier völlig richtig schreibt, die Vermutung hegen, dass Wagenknecht mit dem Austritt aus der Partei und der Gründung einer neuen, rationaleren sozialdemokratischen Partei liebäugelt.

    Welche Chancen hat die Neugründung einer echten Sozialdemokratischen Partei?

    Dabei sollte man sich klar machen, dass in der Deutschen Parteienlandschaft zwischen neoliberaler SPD und SED-Linken ein riesiges Loch gibt. Dort stand früher mal die SPD.

    Da die SED-Nachfolgepartei für den Arbeiter aus moralischen Gründen unwählbar ist, hat er keine Partei mehr, die seine Interessen vertritt. Und die Arbeiter stellen die demokratische Mehrheit!

    Würden nun Wagenknecht die Fusion von WASG und SED-Linken mit der Neugründung einer Partei in dieser Lücke rückgängig machen und ein Wahlprogramm aufstellen, dass sowohl Neoliberalismus als auch Masseneinwanderung beenden will, so würde diese Partei damit den politischen Willen der Mehrheit der Wähler artikulieren.

    Eine solche Partei wäre für den Arbeiter wählbar und hätte das Zeug zu einer absoluten Mehrheit.

    Insofern ist Wagenknechts Äußerung zur Migration ausgesprochen brisant. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt.

     

      • Auf T-Online liest man:

        "Wagenknecht hält an ihrer Position fest, Grenzen in der Aufnahmefähigkeit Deutschlands für Migranten zu betonen. "Statt mit der wenig realitätstauglichen Forderung "Offene Grenzen für alle Menschen sofort" Ängste und Unsicherheitsgefühle zu befördern, sollten wir uns darauf konzentrieren, das Asylrecht zu verteidigen", sagt sie im neuen "Spiegel".

        "Das bedeutet nicht, dass jeder, der möchte, nach Deutschland kommen und hier bleiben kann.""

        http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_82541494/sahra-wagenknecht-fordert-neue-fluechtlingspolitik-von-linken.html

        Masseneinwanderung komplett beenden zu wollen hat sie meines Wissens allerdings nicht gesagt. Sie ist also noch nicht ganz konsequent.

        • … dafür umso raffinierter, denn : "(keine) offenen Grenzen für alle Menschen sofort", heißt nichts anderes als : "wir müssen das langsamer angehen" und bedeutet keineswegs und nicht im mindesten eine Planaufgabe !

          Und in den "Grenzen der Aufnahmefähigkeit Deutschlands", bedeutet nichts anderes als "soviel, wie eben gerade noch jeweils geht", wobei das permanent schwanken kann, also keine Atempause, immer soviel wie geht und zwar auf Dauer bis in alle Ewigkeit !

          DAS zu legalisieren, dafür sind die Linken im Schulterschluß mit allen anderen angetreten und ich muss mich schwer wundern Richard, dass Du die einfachsten Verdummungsversuche nicht durchschaust !

          Die spielen für uns das Stück vom bösen und vom guten B…., damit wir uns dem vermeintlich guten öffnen !

          Das Resultat ist dasselbe !

          • Meiner Einschätzung nach durchlaufen Wagenknecht und Lafontaine aktuell einen Prozeß des umdenkens.

            Was Lafontaine und Wagenknecht von den restlichen Linken unterscheidet ist die Fähigkeit, den gesunden Menschenverstand die Ideologie zu setzen. Wäre für eine Katja Kipping nicht vorstellbar.

            Lafontaine, der in Tradition linker Weltanschauung früher dem Internationalismus anhing scheint langsam zu dämmern, dass die Auflösung von Nationalstaaten via Freihandel, Masseneinwanderung und EU tatsächlich eine Strategie des Kapitals ist, um den Staat als stärkste Gegenkraft zum Kapital aus dem Weg zu räumen.

            Deshalb sprach er jüngst auch von "Neoliberaler Einwanderung". Er begriff also, dass das Kapital hinter der aktuellen Massenmigration steckt.

            Ich vermute, dass der Umdenkprozeß bei den beiden noch weiter gehen wird und mit etwas Glück in der Gründung einer Sozialdemokratischen Partei endet. Man wird sehen.

            Die restlichen Linken sind für eine solche Gesinnungsänderung intellektuell zu unfähig.

          • Also, ich denke, Lafontaine ist lange genug Politiker um über sämtliche Hintergründe, sämtlicher Entwicklungen und sämtlicher Parteien seit Kriegsende genauestens Bescheid zu wissen, und dies nicht erst seit gestern.

            Was du dem da andichtest, find ich, seiner ganzen Person gegenüber, reichlich ungerechtfertigt.

            Einem Lafontaine "dämmert" nichts !

          • Nun, ich stelle halt nur Vermutungen aufgrund meiner Beobachtungen an.

            Vielleicht treffen sie zu, vielleicht nicht.

            Natürlich kann ich mich auch irren.

        • Die Linken sind größte Oppositionspartei im Bundestag gewesen als die rotschwarze Regierung Merkels Wahnwitz 2015 umgesetzt hat! Eine echte Opposition hätte alle Möglichkeiten vorgefunden die Regierung rechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Von den Linken hat man keinen Ton gehört weil Merkels ungeheuerlicher und unfassbarer Fehltritt den ideologischen Agenden der Linken einschließlich Wagenknechts voll entsprochen hat.

      • Das liegt daran, dass die Deutschen Otto Normalos überhaupt nicht mehr wissen oder noch nie wussten, was eine Demokratie ausmacht. … und außerdem werden sie täglich mit Bildern und Berichten aus der 3.Welt gefüttert, die ihnen vor Augen führen sollen, wie gut sie es doch haben. Da wundert es mich nicht im mindesten, dass die glauben, sie lebten in einer waschechten Demokratie und müssten zufrieden sein !

        … kommt bei diesen Umfragen auch immer darauf an WEN d.h. welches Klientel und welche Schicht man fragt – insofern wenig Aussagekraft über den Gesamtzustand eines Volkes.

        Fragt man z.B. vorwiegend nur Passdeutsche Migratten, ist das Umfrageergebnis nach Wunsch so gut wie fertig.

  5. Die Altparteien haben ausgedient, wir brauchen wird der Volksparteien die für und nicht gegen das deutsche Volk Politik machen. 

  6. Anderes Thema

    Auch interessant : Basler Zeitung : 

    Sie (Merkel) hat doch gar nichts getan ( Merkel versagt)

     

    Neue Zürcher Zeitung: Merkel muss ihre Nachfolge regeln

     

    Beide Artikel sehr realistisch, so wie man sie aber nicht in deutsche Medien zu lesen bekommt. 

     

     

    • @Emma, schön wäre es, wenn sie das schon längst getan hätte die Nachfolge zu regeln, aber so lange sie nicht ihr Pensum erreicht hat, wird das wohl nichts. Alle möglichen Nachfolger hat sie ja raus gemobbt. Das geht von Wulff bis Koch und Merz.

      • " Alle möglichen Nachfolger hat sie ja raus gemobbt. Das geht von Wulff bis Koch und Merz. "

        Merz oder Koch? Niemals, beide gehören aus der CDU verbannt!

        Ein Horst Köhler wäre noch eine gute Alternative gewesen. Einer der keinen Blatt vor dem Mund nimmt um die ganzen Schmiergeschäfte der Hochfinanz und der gesamten Finanzindustrie aufzudecken . Einer muss doch  endlich damit anfangen Gesetze zur  Regulierung von Finanzmärkten zu verabschieden. Herr Köhler hat von Finanzwesen und auch vom Bankwesen viel Fachwissen!

        Merkel dagegen hatte ihr Versprechen gebrochen das sie beim G20 2009 gab!

    • Richtig! Alle Altparteien gehören hinweggefegt! Alle "alten" Bundestagsparteien haben gemeinsam mit Merkel, Deutschland "ins Koma geschickt" (Zitat Peter Cornelius). Merkel wäre schon seit einigen Jahren weg wenn´s anders wäre! Es gibt nur eine Partei die dagegen hält und das ist die AfD. Man wird sehen wie sie sich behaupten wird können. Derzeit macht sie den Eindruck, daß sie Kurs halten wird. Linke aller Schattierungen haben immer nur ein Ziel nämlich der Gesellschaft ihre Ideologie entweder aufzuzwingen oder schleichend durch Unterwanderung sukzessive aufzusetzen! In Wohlfahrtsgesellschaften gibt es keinen Nährboden für die kommunistischen Doktrinen daher ist in solchen das Tarnen und Täuschen das wichtigste Instrument sozialistischer Agitation. Genau um die diesbezüglichen Methoden geht es  derzeit bei den Linken und dabei ist Kipping womöglich noch die ehrlichere!

  7. Billige der S. Wagenknecht (und Oskar) eine wichtige Rolle bei der Neuausrichtung unseres Landes zu, wenn dann eines nicht zu fernen Tages Angela und ihre willigen Mitläufer mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wurden. Keines der großen Probleme wurde durch CDUCSUSPD angegangen, und Jamaika wird diese Freibierparty weiter befeuern, bis halt einfache gesellschaftliche bzw. ökonomische Gesetze den Regierenden Grenzen setzen. Ein breiter Zusammenschluss aller (derzeit!) kritischen Stimmen muss dann übernehmen, neben v.a. auch AfD und Teile der Linken, um die schweren Verfehlungen vorangegangener Machthaber bzw. der versteckten Möchtegerneliten zu korrigieren. Wird allerdings teuer werden, und zwar für Alle, können sich wohl eine Kipping oder ein Rixinger absolut nicht ausmalen. Die sind da jedoch mit ihrer Ahnungslosigkeit nicht alleine, wenigstens die SPD hat nun endlich geschnallt, dass sie vollkommen falsch liegt und sich gänzlich neu erfinden muss. Wird noch ein böses Erwachen der aktuellen Schlafmichel und Desinteressierten geben, mit sehr weitreichenden Folgen und Strafen für die Verantwortlichen…. (hat sich schon mal jemand gefragt, weshalb sich seit etwa 2012 laufend (gefühlt alle 3 Wochen) die AGB der Banken und Sparkassen in wesentlichen Punkten geändert haben??!)                Die gute Nachricht, Baufirmen für Ferienlager und der Bedarf an Wachpersonal werden stark zulegen…

     

     

  8. Fast könnte einem der Marxismusüberrest ein wenig Leid tun

     

    Würde es sich bei dem Marxismusüberrest aus Ostelbien nicht um Marxisten handeln, so müßte man fast ein wenig Mitleid mit diesem haben, denn die Parteiengecken sind gar zu garstig zum Marxismusüberrest und lassen diesen immerzu spüren, daß er ein Geschöpf der Russen und nicht wie sie selbst Geschöpfe der VS-Amerikaner sind. Entsprechend darf der Marxismusüberrest auch nicht beim bunten Regierungsreigen der Parteiengecken mitspielen, was natürlich auch daran liegt, daß die Heuschreckenpartei und ihr grüner Wurmfortsatz dem Volk gerne große Versprechungen machen, aber diese ebenso wenig umsetzen wie der gelbe Wurmfortsatz der Scheinbewahrer seine Steuersenkungsversprechungen. Denn den beiden Delinquenten geht es eben nur um einen schnöden Machtwechsel und nicht um eine Änderung der Politik. Zumal es ja die beiden waren, die die Harzteufelei ersonnen haben, gegen die der Marxismusüberrest so lautstark poltert, da sich die Scheinbewahrer solche Streiche nicht mehr trauen.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

  9. Ich bezweifel, dass es bei den Linken Arbeiter gibt und ich bezweifel auch, dass es dort noch Intellektuelle gibt! Die Arbeiter haben längst die Seiten gewechselt und die Intellektuellen sowieso! Antideutschtum, wirk lediglich auf Vollidioten anziehend!

  10. Sehr geehrter Herr Maier,

    der Charakterisierung des Kipping-Lagers stimme ich weitgehend zu. Mit einer Ausnahme: intellektuell.

    Übberzeugen Sie sich:

    " Entscheidend wäre, dass die Menschen, die einen Antrag auf Einwanderung stellen, hier einen sozialen Ankerpunkt haben. Und Ankerpunkt will ich ausdrücklich nicht auf Erwerbsarbeit reduzieren. Auch wer hier Familie hat oder sich gesellschaftlich einbringen möchte, bekäme erst einmal eine Einwanderungsgenehmigung für ein Jahr. Danach muss noch einmal nachgewiesen werden, dass man einen sozialen Ankerpunkt hat. Das ist aber eben nicht nur ein Trauschein oder ein Arbeitsvertrag, sondern viele Orte des gesellschaftlichen Engagements, zum Beispiel ein Fußballverein, ein Chor oder die Kirchengemeinde."

    https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article169890768/Sahras-Brief-war-eine-unangemessene-Grenzueberschreitung.html

     

  11. Fr.Dr.Wagenknecht ist das Zugpferd der Linkspartei und eine gewisse Kipping kann ihr absolut nicht das Wasser reichen.

    Kippings Aussage zum Thema Einwanderung ist so was von realitätsfremd das es einem vom Hocker haut ! 

     

     

    • die von Wagenknecht nicht minder, nur der Rock ist etwas länger (bisschen weniger aufregend). weißt ja : von mir aus könnte er auch bis zum Boden reichen, isser rot, seh ich auch rot und nicht rosa !

  12. "Die Linke zerissen zwischen Arbeitern und Intelektuellen". Das ich nicht lache. Egal welche Partei – diese ganzen ARSCHLÖCHER kennen ARBEITER doch nur vom Hörensagen. Und Intellektuelle? Das müßte intellektuelle MINDERLEISTER heißen!

  13. Der Bruch zwischen den "neuen Linken" und der linken Traditionspolitik geht übrigens nicht nur durch die SED Nachfolgepartei sondern auch durch die SPD. Beispielsweise in der Familienpolitik. Zum Beispiel setzte in den 1950er und 1960er Jahren die SPD auf ihre Arbeiter-Wähler, damit ein Arbeiter mit seinem Lohne eine Familie ernähren konnte, während seine Frau sich um die Kinder kümmerte.Arbeiterfamilien konnten sparen, sich ein kleines Eigenheim leisten. Die SPD setzte sich für Gewerkschaften, Lohnverbesserungen, Mitbestimmung im Unternehmen und dergl. ein. Spätestens seit Harz IV ist diese Politik endgültig zu Ende. Heute kann eine Arbeiterfamilie selbst wenn beide arbeiten ohne Sozialhilfen nicht mehr überleben. Dagegen sorgt die SPD für neue Rechte. So hat sie gegen Ende der letzten Legislaturperiode die Ehe für Homosexuelle durchgeboxt. Das heisst: der Enkel des Arbeiters der 50er und 60er Jahre kann sich keine Familie, Eigenheim, Planungssicherheit für sein Leben mehr leisten. Dagegen kann er vor einem anderen Mann (möglicherweise der Enkel eines Unternehmers) auf die Knie gehen um ihn mit dem Munde zu verwöhnen oder die Hosen herunterlassen um sich den A….. aufreissen zu lassen. Und dann wundert man sich bei solchen von der SPD erkämpten "Neuen Rechten" (Schwulenehe) dass die Arbeiter in Scharen zur AFD überlaufen!

  14. Ma muss auch dem "Arbeiter", den es so eigentlich gar nicht mehr gibt, wieder etwas zu arbeiten geben. Und zwar so bezahlt, das owohl er, als auch seine Familie davon leben kann. Leider aber ist es so, das der deutsche Arbeiter zum Job-Center gehen muss, während hier polnische Kollegen, Bulgaren und Rumänen auf den Baustellen jobben. Zu diesem Widerspruch, habe ich einmal einen linken Flyer-Verteiler befragt. Worauf er sich einfach von mir abwandte und "pfft", machte. Die Entsendemitarbeiter, sind nach wie vor ein Riesenproblem, da sie weder hier Sozialversicherung und Steuern bezahlen, noch in ihren Heimatländern.

    • In Österreich haben 60% der Arbeitnehmer die FPÖ gewählt weil sie  sich von den Sozialisten und den Gewerkschaften nicht mehr mit vordergründigen Geschenken täuschen lassen während im politischen Hintergrund die nachhaltige Existenzgrundlage der Arbeitnehmer zerstört wird. Damit nicht genug werden auch noch ihre Einzahlungen in die Sozialkassen veruntreut , geplündert und als Geschenke an alle Welt verteilt.

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