Afrika: China trägt erheblich zur Entwicklungshilfe bei

Die Volksrepublik China avancierte zum größten Geldgeber Afrikas und investierte inzwischen mehrere hundert Milliarden Dollar in den "schwarzen Kontinent". Die Ergebnisse sind ermutigend.

Von Marco Maier

Die wirtschaftlichen Aktivitäten Chinas in Afrika wurden insbesondere im Westen immer wieder mit großem Argwohn betrachtet. Doch anstatt wie sonst gerade seitens der Europäer oder Amerikaner nur rudimentäre Hilfe in Form von Nahrungsmittel- und Medikamentenlieferungen zu bieten, oder deren Unternehmen nur dann investieren, wenn hohe Renditen dabei zu erwarten sind, agieren die Chinesen nämlich deutlich langfristiger.

In einer Studie des Heidelberger Entwicklungsökonomen Axel Dreher und mehrerer Co-Autoren aus anderen Ländern, über die die "FAZ" berichtet, heißt es: Die chinesischen Entwicklungsprojekte tragen ebenso stark zum Wirtschaftswachstum Afrikas bei. Dabei wurden über 4.300 chinesische Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 350 Milliarden Dollar im Zeitraum vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2014 untersucht.

Laut der Untersuchung sorgt beispielsweise das chinesische Engagement im Schnitt für ein höheres Wirtschaftswachstum um 0,7 Prozentpunkte je Projekt nach zwei Jahren. Zum Vergleich: Projekte der Weltbank haben demnach gar keinen positiven wirtschaftlichen Effekt.

Bedenkt man, dass nur rund ein Viertel der chinesischen Gelder tatsächlich als "Entwicklungshilfe" eingestuft werden, während das Reich der Mitte sonst dazu neigt, umfangreiche wirtschaftliche und infrastrukturelle Projekte mit langfristigem Fokus zu starten, erkennt man, welch umfangreiche Finanzmittel Peking in den letzten Jahren nach Afrika umleitete. Hierbei handelt es sich um mehr als 1,5 Billionen Dollar seit der Jahrtausendwende.

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Die Chinesen sind dafür bekannt, besonders gerne generationenübergreifend zu denken. Die umfangreichen Investitionen in die afrikanischen Volkswirtschaften sind für Peking deshalb auch nicht umsonst langfristige Investitionsprojekte, die zwar zu Beginn viel Geld kosten, jedoch in einigen Jahrzehnten sehr lohnenswert sein werden. Immerhin kann nur eine kaufkräftige afrikanische Bevölkerung auch im großen Stil chinesische Produkte kaufen und somit auch den chinesischen (Staats-)Konzernen Mehreinnahmen bringen.

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Auch die Pläne Pekings, die Rolle des US-Dollars in der Weltwirtschaft zu minimieren, hängen damit zusammen. Starke, kaufkräftige afrikanische Handelspartner die den Handel mit China in Yuan statt in Dollar abwickeln, liegen im strategischen Interesse der chinesischen Führung. Dies wird der chinesischen Währung weltweit deutlich mehr Gewicht verleihen, während die Bedeutung der US-Währung schwindet.

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16 Kommentare

  1. Die Schlacht um Afrika zwischen den VSA und China wird sehr viel ernster werden

     

    Schon die Anlage der Afrikaschlacht zwischen den nordamerikanischen Wilden und den marxistischen Russen war eine andere: Keine von beiden Seiten benötigte nämlich Afrika, die VSA ließen lediglich die dortigen Rohstoffvorkommen von ihren Konzernen ausbeuten und die marxistischen Russen wollten lediglich die Neger mit ihrem Marxismus beglücken. China braucht heute dagegen die Rohstoffvorkommen und das Ackerland Afrikas in hohem Maße, weil es nicht halb so selbstgenügsam ist wie es das marxistische Rußland gewesen ist. Die VSA dagegen müssen China von seinen Rohstoffquellen abschneiden oder werden von dessen wachsender Wirtschaftskraft einfach erdrückt werden. Noch freilich scheinen nordamerikanische Wilde wie Thomas Barnetz zu glauben, daß China früher oder später liberal werden würde und in Afrika quasi die Arbeit der VSA verrichten, sprich dort die kosmopolitische Konzern- und Bankenherrschaft durchsetzen. Wenn sie ihren Irrtum aber bemerken sollten, dann geht es in Afrika heiß her.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    1. Die sitzen doch im selben Boot. China wurde doch nicht zufällig so industriealisiert und USA und Europa auch nicht zufällig deindustriealisiert.

      1. So isset!

        Ich muss den Enthusiasmus für China auf diesem Strang wohl etwas dämpfen:

        Communist China was created by Rothschilds and their agents

        October 1 1949, Mao Tse Tsung declared the founding of the People's Republic of China in Tiananmen Square, Beijing. He was funded by Rothschild created Communism in Russia and also the following Rothschild agents: Solomon Adler, a former United States Treasury official who was a Soviet Spy; Israel Epstein, the son of a Jewish Bolshevik imprisoned by the Tsar in Russia for trying to ferment a revolution there; and Frank Coe, a leading official of the Rothschild owned IMF. J…s were behind the rise to power of Mao Tse Tung, the communist dictator of China, who tortured and murdered tens of millions of Chinese (mostly Christians) during his brutal reign. Sidney Shapiro, an American J..w, was in charge of China’s propaganda organ. Another Jew, Israel Epstein, was Mao’s Minister of Appropriations (Finance). 

        Ganzer Artikel

        http://lorddreadnought.livejournal.com/37272.html

        Die 'Eliten' der Turbo-Kapitalisten haben ihren Absprung doch schon längst vorbereitet. Sie alle haben schon ein Standbein in China (Hongkong/Shanghai) und der endgültige Umzug nach China dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

        Und Rothschild kontrolliert die Chinesische Zentralbank von Anfang an. 

        Aber vorher wird der ähäm…'Westen' noch total industriell, wirtschftlich und gesellschaftspolitisch abgewrackt. Zurück soll nur noch Wüste bleiben. 

  2. China ist auf dem Vormarsch und überall. Die "ehrenwerten" westlichen Kreise der Macht stört diese Entwicklung gewaltig. Niemand darf sich wundern wenn an den Grenzen des Landes keine Ruhe herrscht…

  3. Bedarf an Rohstoffen – Symptom entwicklungstechnischer Schwäche

    Es ist sicher richtig, dass China den Handel mit Afrika dazu nutzen will, um z.B. an seltene Erden zu kommen, die für Elektronik-Bauteile eingesetzt werden.

    Tatsächlich lassen sich aber viele solcher Rostoffe durch Substituts-Technologien überflüssig machen. Diese Technologien zu entwickeln ist aber einerseits etwas aufwendig und bedarf andererseits eine erhebliche technologische Kreativität der Ingenieure.

    Der Umstand, dass China auf die seltenen Erden setzt ist das Eingeständnis, dass sie Probleme haben, diese Substituts-Technologien zu entwickeln.

    Dies ist die Chance Deutschlands, durch Innovation Marktanteile zu gewinnen.

    ————————————

    Stichwort Agrarflächen

    Auch hier zeigt sich die chinesische Unfähigkeit, Schlüsseltechnologien selber zu entwickeln. Die Chinesen verlegen sich auf Kopieren westlicher Technologien.

    Agrarflächen hat China im Hinterland selber genug, doch sind diese teilweise Steppen- und Wüstengebieten mit Wassermangel.

    Diese Gebiete ließen sich durch Bewässerung, Terra Preta und Gewächshäusern zu riesigen Agrarplantagen terraformen.

    Doch dazu braucht China Schlüsseltechnologien – leistungsfähige Meerwasserentsalzungsanlagen, die mit kostenloser Energie aus der Synchronisation Brownscher Molekularbewegung betrieben werden und deshalb unbegrenzt Süßwasser aus dem Meer gewinnen können -fast kostenlos-, welches dann über Pipelines in die Steppengebiete des Hinterlands gepumpt wird.

    Ebenso kann mit dieser Technik kostenlos Energie in beliebiger Menge zum Beheizen der Gewächshäuser bereit gestellt werden. Man könnte also im chinesischen Hinterland in beheizten Gewächshäusern sogar Bananen und Mangos anbauen. Vielleicht sogar Kaffee und Kakao.

    Und für den, der sich das nicht vorstellen kann, sei auf folgenden Fakt hingewiesen:

    In der Atmosphäre über China vom Boden bis zur Stratosphäre ist soviel Energie in Form von Molekülbewegung abgespeichert, dass man damit die Stromversorgung aller chinesischen Haushalte für schätzungsweise 3 Bilionen Jahre garantieren könnte – vorausgesetzt man beherrscht die dazu nötige Technik. Für Deutschland gilt übrigens das Gleiche.

    Nochmal: 3 Billionen Jahre.

    Zeit, dass wir anfangen, darüber nachzudenken…

    1. USA liefern Ukraine zu wenig Kohle…..

      Aber wer bezahlt die Kohle für die Ukraaine- der EU Steuerzahler???? So wie immer???

      Und die USA kassiert??????????????

       

    2. @ Austriak

      Ich bin mir sicher die ZIO„NIS„TEN  sind schon richtung China abgewandert!!

      ———

      Der Z……mus, der Th. Herzl vorschwebte, hat garantiert nichts mit dem babylonischen Raubtierkapitalismus zu tun, der heute als 'Z……mus' verkauft wird. Herzl würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er wüsste, was man aus seiner Idee gemacht hat. 

      Richtig ist hingegen, dass die 'Eliten' des obszönen Raubtierkapitalismus vermutlich schon seit langem ihren Umzug nach China, ihrem neuen Shangi La, vorbereitet haben.

      Und das kommunistische China als 'menschenfreundlich' hinstellen zu wollen ist ohnehin nur ein schlechter Scherz.

      Kommunismus ist die Kehrseite der Medaille des Raubtierkapitalismus.

       

       

       

  4. Diese Entwicklungshilfe kennen wir von unseren Entwicklungshelfen. Wenn das Land ausgebeutet ist zieht man zum nächsten Opfer. Auch China macht das nicht anders da gab es Berichte das in den betroffenen Ländern das fast nur Chinesen arbeiten nach westlichen Modell. Ein kleiner Unterschied ist das die Wohltäter aus den Westen das Land auch besiedelt haben zum Wohle der Bevölkerung.

  5. Der Westen hatte immer nur eine Taktik, Installation eines hörigen Diktators zur Ausplünderung des rohstoffreichen Landes. Und wenn der nicht spurte wurde wie in Mali die Armee geschickt. Die Chinesen sind da irgendwie anders. 

  6. Der 'Segen' der chin. ähäm…'Entwicklungshilfe':

    Chinesen in Afrika – Bedrohliche Konkurrenz auf Marokkos Märkten

    Rasant verstärkt China seine Präsenz in Afrika. Zur Zeit reist eine chinesische Delegation durch Westafrika, verteilt Geld und schliesst Verträge. In der marrokanischen Bekleidungsindustrie herrscht Alarmstimmung, berichtet Jan Tussing, denn immer mehr Chinesen lassen sich auch in der Textilhochburg Marokko nieder.

    http://www.g26.ch/marokko_news_0602.html

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