Manfred Weber (CSU). Bild: Flickr / European People's Party CC BY 2.0

Weber gibt sich enttäuscht über Verlauf der Brexit-Verhandlungen. Er fordert Großbritannien zu Zugeständnissen auf.

Von Redaktion

Der Fraktionsvorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber (CSU), drängt Großbritannien zu Zugeständnissen bei den Gesprächen über den EU-Austritt Großbritanniens. "Es geht bei den Brexit-Verhandlungen kaum vorwärts, weil sich die britische Regierung weiterhin um die wirklich wichtigen Themen drückt und ihr Versteckspiel fortsetzt", sagte Weber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Weber fügte hinzu: "Entweder ist die britische Regierung planlos oder sie versucht sich aus taktischen Gründen über den Tory-Parteitag im Oktober hinüber zu retten. Das ist frustrierend". So oder so sei das eine schlechte Nachricht für das Vereinigte Königreich. "Die Unsicherheit für die Menschen und Unternehmen dort bleibt und damit ein großer Schaden für das Land", betonte Weber.

Der CSU-Politiker kündigte mehr Druck von Seiten des EU-Parlaments auf Großbritannien an. "Gespräche über das künftige Verhältnis der EU zu Großbritannien sind undenkbar, wenn es nicht endlich ernsthafte Ergebnisse in den Verhandlungen über die Trennung gibt. Das Europäische Parlament wird sehr bald ein klares Zeichen in diese Richtung setzen, sollte in London weiterhin nichts vorwärts gehen", sagte Weber: "Wenn die britische Regierung glaubt, dass sie die EU spalten kann, täuscht sie sich."

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8 KOMMENTARE

  1. In meinen Augen läuft da ein riesiges Schmierentheater ab. Die Briten haben sich für einen Austritt aus der EU entschlossen und nun wird dieses Begehren von beiden Seiten ganz bewußt verzögert, in der Annahme, daß die Bürger vergesslich sind und man dann einen faulen Kompromiß treffen kann um zumindest eine lockere Verbindung in wesentlichen Punkten aufrecht zu erhalten. Das käme einem Betrug am Wähler gleich und auch hier sieht man exemplarisch was Volkeswille eigentlich zählt. Nichts.

  2. Das ist ganz einfach und wie aus den Jahrhunderten bekannt. Die Briten wollen die Gelder der EU, wollen den EU-Austritt nicht bezahlen, aber dennoch nach Gutdünken handeln wie es ihnen passt und gleichzeitig alle Extra-Würste haben. Da stimmt so Vieles überhaupt nicht zusammen, ob die Briten in der EU oder ausserhalb der EU sind, ist egal, und die Öffentlichkeit wird munter weiter darüber brandschwarz angelogen.

    Da will eine ehemalige See- und Kolonialmacht einfach nicht begreifen, dass ihre Vorherrscher-Rolle schon lange abgelaufen ist. Und Russland lässt sich nicht mehr, wie vor dem WK I und WK II von diesen hinterhältigen britischen Lügenbrüdern in der Regierung vereinnahmen. Stattdessen wird es immer stärker, sucht die Zusammenarbeit mit Westeuropa, während die Briten mit ihrer zunehmenden Kolonialgesellschaft ums Überleben kämpfen. Da hilft auch kein affektiertes Oberschicht-Schwadronieren dagegen. Die Briten als Bevölkerung müssen seit Jahrzehnten die Folgen einer gierigen Oberschicht tragen und werden damit über das Mass belastet.

  3. Je mehr Macht die EU an sich reißt, desto lauter werden die Rufe nach Unabhängigkeit. Die oft beschworene europäische Einheit ist längst ein Mythos. In Wirklichkeit wird der Riss zwischen verschiedenen politischen Allianzen in Europa immer größer. Südeuropäische Länder fordern zum Beispiel mehr EU-Integration. Die V4 Staaten Polen, Ungarn, Tschechische Republik und Slowakei formen dagegen einen politischen Block, der sich gegen Initiativen der EU stellt.

  4. Von Seiten der EU müssen die Austrittsverhandlungen so kompliziert und so hart wie möglich geführt werden.

    Kompromisse, die zweifelsfrei möglich sind – siehe Norwegen – soll es nicht oder minimal geben.

    Die EU, bzw. ihre Unterhändler müssen als klare Gestalter und Tonangeber für die Bevölkerungen erkennbar sein.

    Denn, es gilt Nachahmer abzuschrecken. Wenn die Verhandlungen im gegenseitigen Einvernehmen verlaufen würden, dann könnte es ja eventuell andere böse Staaten geben, die einfach die EU verlassen wollen.

    Das gilt es, mit allen Mitteln zu verhindern, denn sonst würde das Kartenhaus EU schon vorfristig zusammenbrechen.

  5. Die Briten werden selber wissen was für sie wichtige Themen sind! Die werden sich nicht von einigen sich aufblasenden EU Provinzpolitiker vorschreiben lassen was die als wichtig erachten.

  6. Man kann so wunderbar von den mehr oder weniger sichtbaren Zerfallsprozessen ablenken, indem zuerst  Milliardenzahlungen von den Briten gefordert werden, bevor man sich pragmatischen Fragen zuwenden will. Wie lange werden sich die Briten diese Arroganz der scheibaren Macht noch gefallen lassen ?

  7. Ach, die Briten drücken sich  und Brüssel ist ja soooo voller Tatendrang ?! 

    Ich warte immer noch auf die Nachricht das die EU Außengrenzen total dicht sind ….. aber statt Grenzschutz gab es "Seenothilfen" für alle Illegalen Migranten aus muslimischen, arabischen Ländern.

     

  8. Die angebliche  "Weltmacht  " Großbritannien  hat schon immer  keinerlei  Skrupel  gehabt  andere  Nationen  umzubringen  ! Ihre  schärfste  Waffe  war schon  immer  die Lüge  !

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