Ein neuer Plan des Pentagons zeigt, dass deutlich mehr US-Kriegsschiffe durch das Südchinesische Meer fahren sollen, welches größtenteils von Peking beansprucht wird. Dies wird die Spannungen erhöhen.

Von Marco Maier

Washington kann es nicht lassen und nutzt jede Gelegenheit, Peking an den Karren zu fahren. So auch in Sachen Südchinesisches Meer, welches (neben Vietnam und Taiwan komplett, sowie die Philippinen, Malaysia und Brunei partiell) faktisch größtenteils von der Volksrepublik China beansprucht wird. Die USA erkennen diese Ansprüche allerdings nicht an, weil Washington mit Peking als heranwachsende Supermacht im Clinch liegt.

Nun teilte das US Pacific Command (PACOM) mit, einen Plan vorbereitet zu haben, welches zwei bis drei "Patrouillen" für die nächsten paar Monate in der umstrittenen Region vorsieht. Laut dem "Wall Street Journal" sollen neben Kriegsschiffen auch Kampfjets an diesen Provokationsfahrten beteiligt sein. Die USA verweisen hier auf eine internationale Akte zur freien Navigation, die sie jedoch selbst nie ratifiziert haben.

Die USA untermauern mit ihrer ständigen militärischen Präsenz in der Region ihren globalen Hegemonialanspruch auch dort. Indessen warnte China bereits mehrmals davor, dass diese Aktionen irgendwann zu einer militärischen Auseinandersetzung führen könnten. Offenbar scheint man es in Washington tatsächlich darauf anlegen zu wollen.

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7 thoughts on “Washington will mehr Kriegsschiffe durch das Südchinesische Meer schicken”

  1. Na dann können wir uns ja schon mal auf weitere Kollisionen mit Frachtschiffen gefasst machen. Oder glaub jemand, dass die letzten Vorfälle dieser Art Zufall oder Dummheit waren?

  2. Schon 600 v.Chr. sagte der legendäre chinesische General Sun-Tzu.

    Was den Gegner dazu bewegt sich zu nähern, ist die Aussicht auf Vorteil.

    Auch US Schiffe sind nicht unsinkbar , siehe USS Cole (DDG-67)  – ein paar Kisten Dynamit in einem Schlauchboot, und ab geht's zu Neptun's Gefilden.

  3. den ami s läuft einfach zeit davon

    die chinesen sind technologisch und militärisch generell am aufholen und das wissen die ami s auch

    die ganze vormachtstellung der ami s beruht auf dem militär bzw. den geheimdiensten und dem dollar

    diese vormachtstellung ist von china auch im verbund mit rußland bedroht

    daher

    die ami s brauchen den krieg so schnell wie möglich

    je früher desto wahrscheinlicher ist ein ( rascher ) sieg und damit die weitere vorherrschaft auf dem planeten gesichert

    daß die ami s nur die ich nenn s mal die bodentruppen für die gewissen kreise sind 

    weiß man eh

  4. Nehmen wir mal ganz plakativ an, der Nachbar patroulliert Tag und Nacht um das Grundstück herum, bewaffnet, mit Hunden als Drohmittel an der Leine und vielleicht auch noch mit entsprechenden Bemerkungen, ganz im Ernst, wie würden das die meisten sehen, selbst wenn keine Gewalt angewendet wird, aber trotzdem durch dieses marzialische Auftreten Druck erzeugt wird, der irgendwann mal zu einer Reaktion führen wird. Das nennt man provozieren und zwar mit dem Ziel, die Gegenseite zu einer Handlung zu veranlassen, um dann von der Drohkulisse in aktive Handlungen überzugehen. Genau das hat man im chinesischen Meer vor und von Anstand und Verhandlungsgeschick bei unklarer Sachlage wollen die wirklich nichts wissen, die scheinen andere Absichten zu hegen und das ist das unanständige und Verwerfliche an dieser Vorgehensweise.

  5. Die US-Marine bettelt um einen Tonkin-Vorfall.

    Vietnam konnten die Amis nicht erobern, aber sie glauben, ein von Rußland unterstütztes China besiegen zu können?

    Nur noch albern.

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