Die öffentlichen Pensionen in den USA sind eine tickende Zeitbombe. Inzwischen erreichen die ungedeckten Forderungen neue Höchststände – und das trotz der aktuellen Finanzblase mit Rekordständen an den Börsen. Das geht nicht gut aus.

Von Marco Maier

Die US-amerikanischen Pensionskassen der öffentlichen Verwaltung stehen unter massivem finanziellen Druck. Inzwischen überschritten die ungedeckten Forderungen bereits die Marke von fünf Billionen US-Dollar. Und das während der epischen Aktien- und Anleihenmarktblase, die eigentlich dazu führen sollte, dass genügend Finanzmittel in den Kassen der Pensionsfonds vorhanden sind.

Inzwischen heißt es seitens der US-Politiker bereits: "Wir können nicht bankrott gehen und wir können kein Geld drucken. Die Steuerzahler werden diese Rechnung bezahlen müssen", so der State Comptroller von Illinois. Dies ist jener US-Bundesstaat, der derzeit in den größten finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Doch höhere Steuern alleine werden das Problem nicht lösen können. Im Falle von Illinois, wo viele Eigenheimbesitzer schon jetzt mehr als 10.000 Dollar im Jahr an Immobiliensteuern bezahlen müssen, würde selbst eine Verdoppelung der Steuersätze das Problem nicht lösen. Denn aufgrund der schon jetzt exorbitant hohen und ständig weiter steigenden Steuerbelastung haben in den letzten zehn Jahren bereits über eine halbe Million Menschen den Bundesstaat verlassen – darunter alleine 3.000 Millionäre aus Chicago.

Am Ende wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Fed die öffentlichen Pensionsfonds mit frischem gedruckten Geld versorgt und sie so "freikauft". Wenngleich auch die US-Pensionäre wohl massive Abschläge hinnehmen werden müssen. Doch wenn Millionen von Pensionären nur noch einen Bruchteil dessen erhalten, was sie eigentlich erwarteten, kann man davon ausgehen, dass die US-Wirtschaft massiv darunter leiden wird – und die Zahl der Armen US-Bürger in den kommenden Jahren explosionsartig steigt.

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7 thoughts on “USA: Die Pensions-Zeitbombe”

      1. und wo klar aufgezeigt wird, wer die verbrecher auf dieser welt sind, wer ihnen zuarbeitet, und warum ein putin der buhmann ist.und was wir nicht für abrasierte schlafschafe sind.

        1. dazu noch informationen wie die hochfinanzbankster wirklich arbeiten, und das skrupel etwas ist, was sie nicht kennen. selten einen beitrag gesehen der eigentlich den titel tragen müßte: leichen pflastern ihren weg.

          1. Wie wahr! Die neue Epoche, in die wir weltgeschichtlich gesehen eingetreten sind und die sich inzwischen global manifestiert, lässt sich am treffendsten als "Zeitalter des Finanzfaschismus" bezeichnen. Nicht mehr nationaler oder rassischer Chauvinismus bestimmt das Geschehen, sondern ganz simpel ökonomische Dominanz, und zwar nicht die von Staaten, sondern die von Privatpersonen auf transnationaler Ebene.  Die Welt wird beherrscht von Mega-Vermögenden, die es weitgehend schaffen, anonym im Hintergrund zu bleiben und einer hochprofessionellen Funktionärskaste, die deren Agenda ausführt. Abgesichert wid das System durch Profi-Söldner und Geheimdienste, die nach Mafia-Vorbild vernetzt sind und Sonderinteressen privater Interessengruppen durchsetzen.

  1. Ron Paul, langjähriger US-Kongress-Abgeordneter, sieht die Hauptursache der Verarmung vieler produkiv arbeitender US-Bürger in den hohen Kosten für die ständigen Kriege des US-Establishments gegegen fremde Völker. Eine der Kriegsfolgen ist die Inflation, welche das Geld entwertet und alle auf Geld fußenden Vermögen trotz steigendem Nennbetrag im Kaufwert schrumpfen lässt.

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