Seoul will die angespannte Lage nicht noch weiter verschärfen und widerspricht den Gerüchten, wonach US-Atomraketen wieder im Land stationiert werden sollen.

Von Marco Maier

Als Teil eines Übereinkommens mit Nordkorea ließ Seoul die in Südkorea stationierten US-amerikanischen taktischen Atomwaffen im Jahr 1991 wieder abziehen. Nun hieß es nach dem Abschuss der ballistischen Rakete Nordkoreas über Japan, Verteidigungsminister Song Young-moo hätte mit US-Verteidigungsminister James Mattis die Rückkehr der US-Atomraketen besprochen.

Dem widersprach man jetzt öffentlich. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap sagte der anonym bleiben wollende Regierungsvertreter: "Wir haben niemals daran gedacht, die US-Nuklearwaffen zurückzuholen". Offenbar will man die ohnehin angespannte Lage im Koreakonflikt nicht noch weiter anheizen.

Auch Russland und China haben ihre Ablehnung zur Stationierung von Atomwaffen in Südkorea mitgeteilt. Vielmehr setzen Moskau und Peking auf eine Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel. In einem Plan zur Deeskalation der Krise haben beide Großmächte schon vorgeschlagen, dass Pjöngjang auf seine nuklearen Aktivitäten verzichtet und die Amerikaner dafür darauf verzichten, weiterhin militärische Übungen in der Region abzuhalten. Berlin unterstützte diesen Plan während Washington ihn ablehnte. Aus Norkorea war keine Reaktion dazu gekommen.

5 KOMMENTARE

  1. Die hinterhältigen US-Dreckspiele sind unterdessen hinlänglich bekannt. Was immer die US-Regierung verkünden lässt, ist mit saftigen Lügen gespickt. Das ist die einzige Sicherheit, die im medialen US-Schwadronieren enthalten ist. Alles andere ist Lügen-Manipulation.

    So kommt auch die Verlogenheit zu den diesjähigen geheimdienstlich-geplanten Barcelona-Anschlägen langsam ans Licht:

    CIA-Warnung zu Anschlägen in Barcelona gefälscht?
    https://www.heise.de/tp/news/CIA-Warnung-zu-Anschlaegen-in-Barcelona-gefaelscht-3819205.html

  2. »Feuert auf sie! Tötet sie alle!«
    Manisch-repressiver Antikommunismus der US-Besatzungstruppen, manifester Rassismus unter den GIs und eine systematisch tolerierte und praktizierte Verletzung internationaler Völker- und Menschenrechtsnormen (US-Militär mit nordkoreanischen Kriegsgefangenen am 25. September 1953). (s. JW-Foto)
    Im Koreakrieg (1950–53) verübten die US-amerikanischen Besatzungstruppen und ihre Verbündeten unter der Zivilbevölkerung Massaker wie das von No Gun Ri. Jahrzehntelang wurden die Verbrechen tabuisiert.
    Der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ungelöste Korea-Konflikt beweist gerade wieder seine Gefährlichkeit. Jederzeit kann es dort zu einer militärischen Eskalation zwischen der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea und den USA kommen, in die unmittelbar auch andere Länder wie China, Russland oder Japan einbezogen wären. Anders, als es überwiegend dargestellt wird, waren bisher insbesondere Seoul und Washington nicht an einer Friedens­ordnung für die Koreanische Halbinsel interessiert. Wie verzerrt die Berichterstattung über diese ist, zeigt sich auch an einem geradezu tabuisierten Thema: den Kriegsverbrechen der USA während des Koreakriegs, dessen verheerende Folgen bis heute nicht überwunden sind.
    Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/317292.feuert-auf-sie-tötet-sie-alle.html

  3. Ohne die USA käme es sehr bald zu einer friedlichen Lösung!

    Aber die sind voll auf Kriegskurs dort!

    Ohne der Vernunft und die berechtigte Entschlossenheit,  Russlands und Chinas, gepaart mit dem Willen zur Diplomatie wäre der Konflikt schon länst voll ausgebrochen.

    Diplomatie bedeuted für die USA den verlängerten Arm des Pentagons! Er trägt dort die Uniform der amerikanischen Armee!

    Natürlich soll man kein stalinistisches Regime als positives Pendant zu den USA hofieren, denn ein "Feind" der USA ist nicht automatisch mein Freund, aber die USA geben der Region nicht die geringste Chance, auf friedliche Weise die Situation zu klären.

    Sie können nur proletoid mit Gewalt drohen, und zwar auf der ganzen Welt!

    Ich beurteile ein Land nicht nur nach seiner Haltung gegenüber den USA, sondern auch wie es seine Menschen behandelt!

    Es sind die militärischen Muskeln, die die USA seine intellektuellen Fähigkeiten für Verhandlungen einbüßen läßt!

    Die Menschen anderswo haben schon lange die Rolle der USA erkannt. Trotz medialer Verblödung!

    Nur nicht in den USA! Dort scheint den Umfragen nach doch eine Mehrheit für den taktischen Einsatz für Atomwaffen zu sein.

    Dieses Volk hatte keinen Krieg auf seinem Territorium, keine Schäden, nur tote Soldaten auf fernen Schlachtfeldern, aber das wurde ihnen als unmgänglichen Preis verklickert, der übrigen Welt das verzerrte Demokratieverständnis der USA zu exportieren!

    Diese Art der Außenpolitik hängt meines Erachtens auch eng zusammen mit dem american way of Life, der auch schon lange Europa heimgesucht hat!

    Dekadenz trifft eine Bevölkerung nicht nur partiell in einigen Bereichen, sondern auf allen Ebenen.

    Und darunter leidet die Vernunft, die Urteilskraft und die Zivilcourage!

     

     

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