Die globale Ungleichheit ist teilweise schwer zu messen. Einer der Indikatoren ist das in Steueroasen geparkte Vermögen. Die dort gehorteten Summen sind enorm.

Von Marco Maier

Wussten Sie, dass in den Steueroasen dieser Welt eine Summe an Geld gebunkert wird, die in etwa einem Zehntel der globalen Wirtschaftsleistung entspricht? Diese belief sich im vergangenen Jahr auf rund 75,641 Billionen Dollar. Das heißt: Rund 7,5 Billionen Dollar wurden in solchen Ländern bereits "steuerfrei" angesammelt.

Zum ersten mal wurde nun vom "National Bureau of Economic Research" untersucht, welche Länder denn am stärksten vom Kapitalabfluss der eigenen Eliten betroffen sind. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Vor allem wirtschaftlich schwächere Länder haben im Vergleich zum eigenen BIP den stärksten Abfluss von Vermögen in solche Steueroasen, da dort auch die Vermögenskonzentration bei den Eliten stärker ist.

Während es beispielsweise in den skandinavischen Ländern nur ein paar Prozent und in Kontinentaleuropa etwa 15 Prozent sind, liegt die Summe bei den Golfstaaten und einigen lateinamerikanischen Ländern bei rund 60 Prozent, wie die Ökonomen feststellten. Top-Länder sind demnach die Vereinigten Arabischen Emirate, Venezuela, Saudi-Arabien, Russland und Argentinien. Deutschland, Großbritannien und Frankreich liegen auch noch über dem Durchschnitt von etwa zehn Prozent. Hauptverantwortlich für diese Summen sind demnach die "Top 0,01 Prozent".

Wie "Bloomberg" unter Bezugnahme auf die Studie ausführt, halten die Superreichen Großbritanniens, Spaniens und Frankreichs zum Beispiel zwischen 30 und 40 Prozent ihres Vermögens in solchen Steueroasen. Die reichen Russen ganze 60 Prozent. Einer der Autoren der Studie, Gabriel Zucman, sagte: "Es gibt ein offensichtliches Problem der Steuervermeidung: wenn man nur auf die Steuerdaten blickt, riskiert man die Unterschätzung der wirklichen Vermögenskonzentration".

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9 KOMMENTARE

  1. So läuft das beim offenkundig transatlantisch beauftrgten Schulz! Jetzt wirbt er sinngemäß so:

    "Liebe Nazis, wählt rote Bazis! Bei uns brennt Facebook besser."

    Die Rotlackierten machen mit ihrer Schuldenmacherei bis hin zur Dauerschuldknechtschaft seit Gründung eine Politik, die den produktiv Arbeitenden durch wachsende betriebs-, volks- und globalwirtschaftliche Zinslanst sehr schadet und den wenigen Blutsaugern nützt. Also arbeiten die Rotlackierten im Auftrag von Blutsaugern.

  2. Diese armen schwerreichen Menschlein werden auch immer wieder verfolgt !

    Alle wollen an deren ungerechtfertigtes Geld ran (Außer das Finanzamt), für den erworbenen Zaster mußten doch viele Menschen für diese Kreaturen arbeiten.

    Also habt doch etwas Mitleid und spendet Krokodilstränen für diese armen Minusmenschen.

    😀

  3. Die LINKE präsentiert neues Flüchtlingskonzept !!!

    Wenige Tage vor der Schicksalwahl dringen Details zum noch unveröffentlichten Konzept der LINKEN an die Öffentlichkeit, wie sich künftig die globalen Ungleichheiten zur Lösung der Flüchtlingskrise nachhaltig human lösen lassen.

    Der bisherige Ansatz der LINKEN, die Beladenen und Hungerleider dieser Welt in eine menschenwürdige Fürsorge nach Deutschland zu holen und zugleich hohe Auslandsvermögen asozialer Kapitalisten zur Umverteilung rückzutransferieren, hat sich als logistisch aufwendig und unpraktikabel erwiesen.

    Daher verfolgt die LINKE ab 25.09.17 einen ungewohnt ökonomischen Ansatz als Konzept: "direct alocation".

    In der Praxis bedeutet dies, dass im Mittelmeer gerettete Afrikaner anstatt nach Italien nun direkt zu den britischen Jungferninseln oder auf die holländischen Antillen verschifft werden – dorthin, wo auch das für deren Verpflegung benötigte Kapital lagert.

    Hierzu wird bei Anlandung jedem Afrikaner eine Kreditkarte ausgehändigt. Kreditkartenumsätze werden dann direkt bei ortsansässigen Istituten geführten Schwarzgeldkonten belastet. Der Kontoinhaber wiederum soll die Möglichkeit erhalten, bei seinem Heimatfinanzamt in Deutschland mittels der neuen "Anlage H" zur Steuererklärung (H für Humanität) jeweilige Beträge zur Rettung der Welt geltend zu machen – sofern diese 90% seines ursprünglichen Vermögens übersteigen.

    Auf Nachfrage bestätigt die LINKE, dass vorerst für deutsche Armutsrentner und Flaschensammler eine Auswanderung auf die Schwarzgeldinseln nach gleichem "humanistischen Versorgungskonzept" nicht vorgesehen ist. Als Grund wird u.a. die Sorge um den Wegfall von Arbeitsplätzen im deutschen Altenpflegesektor genannt. Weiterhin wären (Zitat) "deutsche Rentner eine wichtige Säule des WWS, da sich auch von der kleinsten Rente Beiträge zur Kranken- & Pflegekasse rekrutieren." Mit WWS meinen die LINKEN das neu zu installierende 'weltweite Wohlfahrts-System', welches zur Wiedergutmachung aller historischen und künftigen Ungerechtigkeiten einen bedingungslosen Ausgleich garantieren soll. 

    24.09.

    Erst- & Zweitstimme

    Die LINKE !!!

    🙂

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