Rekord-Bundestag: 709 Sitze laut Wahlleiter

Wie der Bundeswahlleiter mitteilte, wird der 19. Deutsche Bundestag 709 Sitze haben, ein Plus von 78 gegenüber dem aktuellen. Vorgesehen sind eigentlich 598 Abgeordnete.

Von Redaktion

Der 19. Deutsche Bundestag wird 709 Sitze haben und damit 78 mehr als bisher. Das teilte der Bundeswahlleiter am frühen Montagmorgen mit. Damit werden so viele Abgeordnete im Bundestag sitzen wie noch nie zuvor. Grund dafür sind die Ausgleichsmandate infolge des Wahlsystems aus Erst- und Zweitstimme.

Die Union bekommt demnach 246 Sitze, die SPD 153, die Linke 69, die Grünen 67, die FDP 80 und die AfD 94 Sitze. Nach Anteilswerten kommen CDU und CSU zusammen auf 32,9 Prozent, die SPD auf 20,5 Prozent. Die Linken erreichen 9,2 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent, die FDP 10,7 Prozent, die AfD 12,6 Prozent.

Unter den "sonstigen Parteien" kommen die Freien Wähler und die Satire-Partei "Die PARTEI" auf jeweils 1,0 Prozent, gefolgt von der Tierschutzpartei mit 0,8 Prozent. Die Piraten erreichen nur noch 0,4 Prozent – ebenso wie die NPD. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent – der höchste Wert seit 2005.

Warnungen vor einem massiv aufgeblähten Bundestag gab es schon im Vorfeld zur Genüge, doch die Bundestagsparteien konnten sich nicht auf eine Reform einigen. Immerhin war schon zuvor relativ klar, dass AfD und FDP ebenfalls einziehen werden, was den anderen Parteien viele Abgeordnetensitze gekostet hätte. Regulär gibt es nämlich nur 598 Sitze, die jeweils zur Hälfte über die Listen und die Wahlkreismandate gewählt werden sollten. Doch durch die Ausgleichsmandate wurden es stets immer mehr als vorgesehen.

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6 Kommentare

  1. Merkwürdig! Ich habe aus einem anderen Info-Kanal andere Zahlen zur deutschen Wahl:

    Merkels Union mit schlechtesten Ergebnis seit 1949
    http://alles-schallundrauch.blogspot.ch/2017/09/merkels-union-mit-schlechtesten.html

    Zum Artikel gibt es ja den berühmten Spruch: Zu viele Köche verderben den Brei. So ist nicht anzunehmen, dass die Politik in Deutschland Bevölkerungs-orientierter wird. Dazu hätte die CDU die 20%-Hürde nicht überschreiten dürfen. Es wird weitergehen wie bisher, die Politiker werden geschmiert und folgen schön brav den Transatlantikern. Höchstens wird sich noch eine Verhinderungs-Politik breit machen, was Deutschland und Europa auch nicht weiter bringt.

     

     

  2. Es ist typisch für den amoralischen Sumpf der sich in der Politik breitgemacht hat! Man lagert auf Teufel komm raus Kompetenzen nach Brüssel aus aber die nationalen Abgeordneten Sitze werden immer mehr. Hoffentlich verlangt die AfD bei Gelegenheit die Offenlegung womit die Abgeordneten ihr Geld verdienen. Wenn diese Leute nur zum Handaufheben im Parlament sitzen gehört ihr Gehalt mindestens um 2/3tel gekürzt. Der Bundestag wird aber jedenfalls nach diesem Wahlergebnis nicht mehr derselbe sein sollte es gelingen eine Regierung zu bilden, was fraglich ist wenn die Sozialisten in Opposition gehen. Merkel war keineswegs unzufrieden mit dem Ergebnis, wie jeder sehen konnte. Ihre Politik war ausgerichtet auf die Destabilisierung Deutschlands, das ist ihr mit diesem Wahlergebnis und mit anderen Ausflüssen ihrer Politik gelungen. Das die konservativen Parteien eine krachende Schwächung erfahren haben ist für eine Kommunistin ein ideologischer Erfolg! Wenn man den hasserfüllten Geifer des Martin Schulz gesehen hat, wird bewußt woher die linksfaschistischen Straßenschläger und Marodeure ihre Motivation beziehen.

  3. Es ist  an der Zeit Bundestagsabgeordnete direkt nur über die Erststimme zu wählen.

    Die Zweitstimme ist doch nur dazu da Posten zu zuschachern und die "Kryphäen"unten

    im Artikel, van derLeyen ,Herrmann, Maas, Wagenknecht, Özdemir wären uns in diesem Bundestag erspart geblieben.

     

     

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_82288244/verlierer-der-bundestagswahl-kandidaten-die-ihren-wahlkreis-verloren-haben.html

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