Phlegräische Felder – Eine akute Supervulkan-Gefahr für Europa?

Westlich der süditalienischen Stadt Neapel liegt der Supervulkan "Phlegräische Felder". Nun warnen Wissenschaftler, dass durch den Magmaaufbau Gefahr einer gewaltigen Eruption droht.

Von Marco Maier

Nach einer langen Ruhephase wachte der sich über rund 150 Quadratkilometer erstreckende Supervulkan "Phlegräische Felder" westlich von Neapel auf. Eine kürzlich entdeckte Magmaquelle des nun wieder aktiven Vulkans könnte, so Warnungen von Vulkanologen, zu einer vernichtenden Eruption führen – der ersten seit dem 16. Jahrhundert, als acht Tage lang Material auswarf und so einen Berg schuf.

Vor allem aufgrund seismologischer Daten und durch die Analyse der heißen Zone heißt es, dass die "Phlegräischen Felder" bald schon "hochgehen" könnten. Immerhin wurde der Vulkan in den letzten paar Jahren auch immer heißer, da immer mehr Magma hochgedrückt wird. Bedenkt man, dass Italien in der letzten Zeit immer wieder von stärkeren Erdbeben erschüttert wurde, kann man davon ausgehen, dass hier Zusammenhänge bestehen.

War noch in den 1980er-Jahren ein möglicher Ausbruch des Supervulkans unter der Stadt Pozzuoli erwartet worden, so liegt das Zentrum nun deutlich näher bei der Stadt Neapel, die knapp eine Million Einwohner zählt. Die Frage die sich der Vulkanologe Dr. Luca De Siena von der Universität von Aberdeen stellt und nach Antworten sucht, lautet: "…ist es eine große Magmaschicht, die an die Oberfläche drängt, oder etwas weniger Besorgniserregendes, welches seinen Weg nach Oben im Meer findet."

Wie schlimm ein solcher Ausbruch sein kann, zeigen Daten eines solchen vor rund 15.000 Jahren. Damals wurden 40 Kubikkilometer Material ausgestoßen und insgesamt rund 1.000 Quadratkilometer Landfläche zerstört. Bei einer Eruption vor knapp 40.000 Jahren lag der gesamte Auswurf bei schätzungsweise 80 bis 150 Kubikkilometern – einer Menge, die man mit den Vulkaneruptionen des Tambora (1815) und Krakatau (1883) vergleichen kann. Ersterer verursachte das "Jahr ohne Sommer", letzterer ließ die Durchschnittstemperatur der Nordhalbkugel für mehrere Jahre um 0,5 bis 0,8 Grad absinken.

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Ähnlich wie bei einem Ausbruch des Supervulkans beim Yellowstone Nationalpark in den USA wären die Auswirkungen für die nördliche Hemisphäre verheerend. Neben den direkten Auswirkungen im Umkreis von mehreren hundert Kilometern müsste man mit massiven Ernteeinbußen bei Obst, Gemüse und Getreide rechnen. Auch ein deutlich umfangreicherer Schneefall in den Folgejahren, sowie später erfolgende stärkere Schneeschmelzen dürften auch zu deutlich mehr Überschwemmungen führen.

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15 Kommentare

  1. Das alles gehört zu den irdischen Risiken, die von keinem Menschen dieser Welt verhinderbar sind. Schlecht für die Generation, die es trifft, andere sind seit hunderttausenden von Jahren schon daran zugrunde gegangen und deshalb sollte man sich darüber auch nicht allzu große Gedanken machen, denn es gibt leider zuviele menschengemachte Probleme, die in ihren Auswirkungen ähnlicher zerstörerischer Natur sein können und nicht einmal dazu sind wir in der Lage, solche Dinge zu verhindern.

    1. mir juckt der sack, das macht mir mehr angst als die artikel des herrn maier.das ist nämlich etwas , was mich vordergründig beschäftigt, die artikel nur am rande.

      so jezz muss ich schnell zur apotheke kuprex kaufen, damit ich die sackratten unter kontrolle bekomme  😉

  2. Besonders das Merkel Regime und ihre MSM geben sich viel Mühe immer mal wieder Angst und Schrecken zu verbreiten – da kommt so ab und zu so mancher Terror-Angriff auch zur Hilfe.

  3. Eine große Katastrophe (Supervulkanausbruch, Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen, Finanzcrash etc.)  kann jeden Tag geschehen und deshalb ist jeder gut beraten, für den Ernstfall vorzusorgen. (Nahrungsmittel, Trinkwasser, Notstrom-Aggregat, etc.) 

    1. Da freuen sich aber dann die Plünderer, wenn sie vor prallgefüllten Regalen stehen und genau dieser Zustand wird dann noch wesentlich schlimmer als in früheren Jahren, denn damals war man Hunger gewöhnt und man war abgehärterter und konnte sich mit wenig zufriedengeben im Ernstfall, was ich für die heutige Zeit entschieden anzweifle.

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