Als Reaktion auf die neuen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats hat Nordkorea nun erneut eine Rakete getestet und diese über Japan hinweg in den Pazifik fliegen lassen.

Von Marco Maier

Um 6:57 Uhr morgens Ortszeit (Japan Standard Time) feuerte das nordkoreanische Militär eine "unidentifizierte Rakete" aus der östlichen Nachbarschaft der Hauptstadt Pjöngjang ab. Sie überquerte wenige Minuten später die Insel Hokkaido und ging dann rund 2.000 Kilometer östlich der Insel um 7:16 Uhr im Pazifischen Ozean unter.

Insgesamt flog die Rakete – man geht davon aus, dass es sich hierbei um eine Hwasong-12-Mittelstreckenrakete handelte – hierbei etwa 3.700 Kilometer weit und erreichte dabei eine Höhe von 770 Kilometer, so die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die japanische Regierung ließ einen Raketenalarm an sämtliche Mobiltelefone abschicken und auch im staatlichen Fernsehen ausstrahlen und rief die Bevölkerung dazu auf, Schutzunterkünfte aufzusuchen.

Die japanische Regierung kündigte an, dass das Land angemessene Maßnahmen ergreifen und dazu auch Kontakt mit den Vereinigten Staaten und Südkorea aufnehmen werde, so der japanische TV-Sender NHK. Zudem hätten die japanischen Selbstverteidigungskräfte nicht versucht, die nordkoreanische Rakete abzufangen, da das südkoreanische Militär bestätigte, im Zuge einer militärischen Übung selbst eine Rakete in den Ozean abgefeuert zu haben.

Faktisch heißt dies: Während Südkorea selbst Raketentests durchführen darf ohne dafür mit Sanktionen belegt zu werden, wird Nordkorea für die eigenen Raketentests zur Selbstverteidigung massivst bedroht. Immerhin weiß man in Pjöngjang ja auch, dass insbesondere die USA keine Scheu davor haben, mittels völkerrechtswidrigen Maßnahmen Regime-Changes in anderen Ländern durchzuführen und sich nur dann auf dieses berufen, wenn es den eigenen Zielsetzungen entspricht.

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19 thoughts on “Nordkorea feuert nächste Rakete über Japan hinweg”

  1. Um 6:57 Uhr morgens Ortszeit (Japan Standard Time) feuerte das nordkoreanische Militär eine "unidentifizierte Rakete" aus der östlichen Nachbarschaft der Hauptstadt Pjöngjang ab. Sie überquerte wenige Minuten später die Insel Hokkaido und ging dann rund 2.000 Kilometer östlich der Insel um 7:16 Uhr im Pazifischen Ozean unter.

    Die japanischen Selbstverteidigungskräfte hatten allerdings nicht versucht, die nordkoreanische Rakete abzufangen, da das südkoreanische Militär bestätigte, im Zuge einer militärischen Übung selbst eine Rakete in den Ozean abgefeuert zu haben.

    Darüber bringen unsere Lügen-Medien natürlich wieder  NICHTS!

    1. Tja, so ist das!

      Das der Sexualverbrecher und führende SPD-Politiker Linus Förster, dem jetzt der Prozeß gemacht wird, wird auch nicht in den MSM und im Staatsfunkt breitgetreten (sie erwähnen es aber beiläufig, was CM nicht macht).

      Wäre es einer von der AfD, dann wäre die MSM-Hetze aber mal richtig hochgefahren!

      Wie auch immer, wo sind die "alternativen Medien" z.B. beim Thema Linus Förster?

      Hier rollt man lieber alte Kamellen auf und wiegt die Menschen auch noch in dem Glauben mit der (längst entschieden) "Wahl" was ändern zu können! Warum fällt einem da nur immer wieder ein Wort ein(?) U-Boot !!

       

  2. Hier zeigt sich wieder einmal,dass es noch Staatsmänner gibt,welche sich eben nicht von Trump und seinen Militärs beeindrucken lassen.

    Trump scheint wohl von der  —- Nichtbeeindruckung  Kims—-,beeindruckt zu sein,denn bei Staaten,welche eben nicht im Besitz von Atomwaffen wären,hätte Trump schon seine Tomahawks-Raketen schon fliegen lassen.

    Kim nimmt sich eben auch das Recht raus und

    testet seine Raketen.

    Unsere Medien werden nicht umsonst  Lügen-Presse genannt,denn hier kann man wieder erkennen,dass alles,was die " Demokratien " machen,dass das gut ist und die anderen Staaten müssen sich fügen,damit sie in unseren Medien positiv bewertet werden können.

    Die Manöver in Russland und Weißrussland zeigen es ganz deutlich.Da bekommen die Natostaaten Angst,dass Russland aus den Manövern heraus angreifen könnten.

    Wenn aber die Nato ständig an der russischen Grenze mit dem  Säbel rasselt,dann dient das nur unserem Schutz vor einer russischen Agression.

     

    Unsere Fliegenklatscherin  von der Leine ist sich nicht zu dumm zu erklären,dass dies ein Großmanöver mit 100 000 Mann ist.So dumm kann nur eine Verteidigungsmisere sein.

    Die westl.Demokratie ist verlogen und hinterhältig und deshalb wird sich Kim zu Recht,nicht von den Amis und ihren Vasallenstaaten was vorschreiben lassen.

    Kim sollte sein Raketenprogramm knallhart durchführen lassen,denn das ist seine Lebensversicherung und die seines Staates.

  3. Man schaue sich die Weltkarte an: wo anders als mit einer Flugroute zwischen Honshu und Hokkaido könnte Nordkorea eine Rakete testen, um möglichst wenig fremdes Gebiet zu überfliegen? Und wenn ausgerechnet Mächte, die über riesige Raketenlager verfügen, Kim kritisieren, kann das nur auf die Unwissenheit der Zuhörer spekulieren.

    Diese Heuchelei ist wirklich schon lange zum K…. .

    1. Ich gehe eher davon aus, dass dies ein abgekartetes Spielchen ist, Säbelrassen und Ablenken. Wer steckt denn hinter NK, Rußland und evt auch China. In der Zwischenzeit gehen die großen "Wandlungen" der Weltelite weiter,

      1. denk ich ja auch. NK's behämmerte Pseudo-Provokationen durch immer mehr Raketentests sind doch albern, wie oft muss man Raketen testen um zu wissen dass sie funktionieren und wie weit sie fliegen 3x 6x 12x ?

        Keine Ahnung was da im Busch ist, aber ich bin mir sicher : nicht das, was man uns vorgaukelt.

  4. Eine militärische Rakete durch den Luftraum eines anderen Staates zu jagen ist ein kriegerischer Akt – Kim jong un ist völlig übergeschnappt!

    Wegen so einer Scheiße sind schon Kriege begonnen worden.

    Hoffentlich putschen die nordkoreanischen Generäle diesen Irren aus dem Amt.

    ————————————

    Südkoreanische Raketenstarts sind irrelevant, wenn sie mit Japan abgesprochen und genehmigt sind.

    1. Was heißt hier übergeschnappt! Wieviel Drohnen ud Raketen werden vom Terrain Ramstein von unseren ausraelischen "Freunde" jährlich abgefeuert? Davon abgesehen halte ich den ganzen Zober, den Kim macht(muß??) für ein abgekartetes Spiel, von denen, die es angeht. Die elitäre Welt ist schwer zu durchschauen, deshalb sind sie so erfolgreich.

      1. Sie sind das Opfer eines in der Bevölkerung immer wieder praktizierten Logikfehlers.

        Grundsätzlich: Ein Verbrechen macht ein anderes nicht legitimer Ein Verbrechen ist ein Verbrechen – egal wer sonst noch alles das Gleiche macht.

        Ihr Hinweis auf usraelische Verbrechen via Ramstein sind bzgl. der Verbrechen Kim jong uns also irrelevant. Das ist überhaupt kein Argument.

        1. Sanktionen gegen Nordkorea,Iran,Rußland.Sind das keine Verbrechen?Sind das keine Kriege?Was interessiert die Amerikaner das Völkerrecht?Was wären denn Argumente?Wenn Kim was macht müssen wir hinschauen und wenn Andere was machen ist es irrelevant?Was ist das für eineLogik?

          1. Logisch wäre es, die Verbrechen beider Seiten als solche zu identifizieren und zu verurteilen – ohne Parteilichkeit zur einer oder der anderen Seite.

            Die us-amerikanische Kriegtreiberei ist ein Verbrechen und der Raketenbeschuß des japanischen Luftraums durch Kim jong un ist ein Verbrechen. Punkt.

        2. Leider wird über Korea gesprochen und die Amerikaner nicht.Durch wieviele Lufträume fliegen Ami-Raketen?Die scheren sich einen Dreck drum.Und das mit der Parteilichkeit können wir doch getrost vergessen.

          1. … oder aber : kann man bei jedem Thema, und dann gerechterweise die ganze Welt und deren Aktivitäten gegenüberstellen ?

            Das würden aber seeehr lange Artikel – und sie mündeten in eine Volksneurose = Vergleichssucht !

  5. es braucht nun mal test s um auch die sichere und verantwortungsvolle handhabe zu gewährleisten.

    soll ja im ernstfall auch dort einschlagen wie s geplant ist und nicht irgendwo im nirgendwo

    recht haben sie

    der agressor sind die usa und ihre vasallen

    sanktionen sind die vorstufe zum krieg

    sollte man in europa auch im hinblick auf rußland bedenken

    die russen wissen das hoffentlich und die ami s  sowieso

    die ami s wollen / brauchen den krieg

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